Partner von:

Carsharing eines Automobilherstellers

Ampel, Verkehr [Quelle: Fotolia.com, Autor: Cristal Oscuro]

© Cristal Oscuro - Fotolia.com

Case Studies sind so vielseitig wie die Beratungsbranche selbst: Alle mit Benzin im Blut können in dieser Case Study ihr Wissen zur Automotive-Branche testen und einiges zum Forderungsmanagement eines Carsharing-Anbieters lernen.

Forderungsmanagement beim Carsharing der Mobility GmbH

Das Mobilitätsverhalten der Bevölkerung unterliegt besonders in urbanen Gegenden einem rasanten Wandel. Den damit einhergehenden veränderten Nachfragestrukturen begegnen einige Unternehmen mit dem Eintritt in das Geschäftsfeld Carsharing.

Die Nachfrage nach Carsharing-Dienstleistungen konnte in den vergangenen Jahren einen drastischen Anstieg verzeichnen. Ein Ende scheint nicht in Sicht, sodass bis zum Jahr 2020 ein weltweites Marktvolumen von 7 Milliarden Euro prognostiziert wird. Die 2014 neu gegründete Mobility GmbH, die Mobilitätstochter eines weltweit führenden Automobilherstellers, bietet das "Free Floating"-Konzept an, bei dem der Kunde das Auto in einem definierten Gebiet überall abholen und wieder abstellen kann und auf Minuten-Basis bezahlt.

Carsharing als Geschäftsmodell weicht jedoch deutlich vom aktuellen Kerngeschäft des Automobilherstellers ab. Eine große Herausforderung besteht dabei im Forderungsmanagement des Automobilherstellers, da aufgrund der veränderten Anforderungen nur noch bedingt auf bestehende Prozesse zurückgegriffen werden kann.

Die Verantwortlichen der Mobility GmbH beklagen die Intransparenz im Zahlungsverhalten sowohl bei Neukunden als auch bei Bestandskunden, die das Carsharing-Angebot regelmäßig in Anspruch nehmen. Zudem mangelt es an Steuerungsmechanismen, um die einzelnen Carsharing-Standorte miteinander vergleichbar zu machen.

Kunden, bei denen der fällige Rechnungsbetrag nicht vom Girokonto bzw. von der Kreditkarte eingezogen werden kann, werden manuell für zukünftige Fahrten gesperrt und bei Zahlungseingang wieder entsperrt. Hier kommt es regelmäßig zu Verzögerungen, die eine Vielzahl von Reklamationen durch Kunden zur Folge haben. Kunden, die gemahnt werden (Mahnungen werden alle zwei Wochen per Brief verschickt), müssen die ausstehenden Geldbeträge dann überweisen. Darüber hinaus erfolgt bei der Neuregistrierung eines Kunden lediglich eine Personalausweiskontrolle – vor Fahrtantritt gibt es also keine Bonitätsprüfung.

Aufgabenstellung

Du wurdest engagiert, die neuen Herausforderungen zu analysieren und dem Finanzvorstand Lösungsvorschläge zu unterbreiten, die die Risiken von Zahlungsverzug und Forderungsausfällen für die Mobility GmbH zukünftig reduzieren.

  1. Erläutere mögliche Ursachen für die drastische Zunahme der Nachfrage für das Geschäftsmodell Carsharing (10 Minuten).
  2. Entwickle einen Maßnahmenkatalog für die Risikominimierung im Forderungsmanagement, und erläutere die kausale Wirkung auf die identifizierten Optimierungspotenziale (20 Minuten).
  3. Priorisiere die Maßnahmen unter der Maßgabe einer Kosten-Nutzen-Betrachtung (10 Minuten).
Carsharing-Markt in Deutschland [Quelle: Perspektive Unternehmensberatung 2016]

Lösungsweg

Nur für eingeloggte Mitglieder: Hier geht's zur Lösung.

Wenn du noch kein Mitglied bei e-fellows.net bist, kannst du dich in drei Minuten kostenlos registrieren.

nach oben
Stellen in der Beratung

Du willst noch mehr über den Beruf Berater wissen? Unser Ratgeber "Perspektive Unternehmensberatung" informiert ausführlich über die Branche und gibt Tipps für deinen Einstieg ins Consulting.

Verwandte Artikel
Das könnte dich auch interessieren