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Von Brüssel bis Bagdad - Jobs auf internationalem Parkett

Take Time Interview McKinsey (Autor: Sergey Nivens, Quelle: Fotolia.com)

© Sergey Nivens - Fotolia.com

New York, Paris und London locken. Kabul, Jakarta oder Kigali schrecken ab. Trotz attraktiver Aufgaben und Gehälter wollen viele hochqualifizierte Deutsche keinen Job in einer internationalen Organisation wie der EU oder der UNO. Die Folge: Deutschland kann qualifizierten Nachwuchs gut gebrauchen.

Das Büro in New York, morgen zu einer Konferenz nach Nairobi und übermorgen ein Meeting in Brüssel. Jobs in internationalen Organisationen sind heiß begehrt, und qualifizierte Hochschulabsolventen aus der ganzen Welt konkurrieren um sie. Sie alle wollen die Chance nutzen, in verschiedenen Ländern und mit Menschen aus der ganzen Welt zu arbeiten.

Exklusiver Arbeitsmarkt

Mit weltweit 56.000 Mitarbeitern im sogenannten höheren Dienst - 5.100 davon Deutsche - ist der Arbeitsmarkt der Europäischen Union und der internationalen Organisationen sehr klein und exklusiv. Rein kommt nur, wer ein Hochschulstudium möglichst mit der Note "gut" oder besser abgeschlossen hat. Juristen brauchen ein "befriedigend". Am stärksten sind die Deutschen im höheren Dienst mit rund 2.000 Beschäftigten bei der EU vertreten.

UN, WTO, UNICEF - was ist eine internationale Organisation?

Im völkerrechtlichen Sinn ist eine internationale Organisation der Zusammenschluss von mindestens zwei Staaten oder anderen Völkerrechtssubjekten, der auf Dauer angelegt und über die Grenzen hinweg aktiv ist. Zurzeit gibt es weltweit rund 250 internationale Organisationen.
 
So, wie wir sie heute kennen, existieren internationale Organisationen erst seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Anfänge gehen allerdings bereits auf den Wiener Kongress von 1815 zurück, bei dem die teilnehmenden Staaten erkannten, dass sie ihre Interessen nur durch gemeinsames Handeln durchsetzen können. Zunehmende Globalisierung und zwischenstaatliche Zusammenarbeit sind die Hauptgründe, warum immer mehr internationale Organisationen entstanden.
 
Zu den wichtigsten internationalen Organisationen zählen beispielsweise die Vereinten Nationen, die Welthandelsorganisation, die Europäische Union, die NATO oder der Internationale Strafgerichtshof.

Größtes Hindernis: die Familie

Früher schreckten viele Deutsche wegen mangelnder Fremdsprachenkenntnisse vor einem Auslandsjob zurück. Zusätzlich gab es nur wenige deutsche oder internationale Schulen, auf die sie ihre Kinder schicken konnten. Familiäre Barrieren und die Angst vor Einsätzen in Krisengebieten sind auch heute noch die Hauptgründe dafür, dass viele eigentlich geeignete Deutsche vor einer Bewerbung zurückschrecken. Sie fürchten bei häufigem Ortswechsel um die Karrieremöglichkeiten ihres Lebenspartners. Gerade jüngere Frauen sind oft nicht bereit, ihren Job aufzugeben, um mit dem Partner um die Welt zu reisen.

Jobbörsen: 1.200 internationale Arbeitsplätze warten

Das Auswärtige Amt will mehr Deutsche für die internationale Karriere begeistern. Dafür wurde bereits im Jahr 2000 die sogenannte Stabsstelle "Koordination für internationale Personalpolitik" geschaffen. Der "Internationale Stellenpool" ist nur ein Ergebnis dieser Einrichtung. In der Datenbank befinden sich sämtliche offene Stellen für den höheren Dienst in der EU und in internationalen Organisationen. Rund 1.200 Jobs warten dort auf Bewerber. Genutzt wird das System jeden Monat von 12.000 Interessenten. Noch persönlicher geht's mit dem "Internationalen Personalpool". Hier können sich Interessenten mit ihrem Profil registrieren und dann online passende Jobangebote abfragen. Initiativbewerbungen sind bei internationalen Organisationen in der Regel nicht möglich.

Hinaus in die Welt - mit guter Vorbereitung

Neben den Datenbanken bietet das Auswärtige Amt auch Vorbereitungsseminare zu den Auswahlverfahren der EU und der UN an (mehr zur Bewerbung auf Seite 2) und hält Vorträge an Hochschulen. So sollen schon Studenten auf die weltweiten Jobs aufmerksam gemacht werden und ihr persönliches Profil früh darauf ausrichten. Zusätzliche Vorbereitung bieten verschiedene Summer Schools sowie Stipendienprogramme für Studenten, Hochschulabsolventen oder junge Berufstätige.

Stipendien für Hochschulabsolventen

Das Mercator Kolleg für internationale Aufgaben richtet sich beispielsweise an Hochschulabsolventen aller Fachrichtungen, die in einer internationalen Führungsposition arbeiten wollen. Die Stiftung Mercator, die Studienstiftung des deutschen Volkes und das Auswärtige Amt bieten das 13-monatige Programm gemeinsam an. Die Teilnehmer arbeiten an einem Projekt zur Außen- und Sicherheitspolitik, Entwicklungszusammenarbeit oder Wirtschaftspolitik. Zusätzlich sind sie in einer UN-Organisation tätig und besuchen Seminare.

Stipendien für die Arbeit in internationalen Organisationen

Für Studenten/ Absolventen:

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"Perspektiven für Juristen" gibt einen Überblick über Berufsbilder und bietet hilfreiche Tipps für die Studien- und Karriereplanung für angehende Juristen.

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Kommentare (2)

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  1. Anonym

    schon sehr gebiased, dass nur zwei private e-fellows-Partneruni-Studiengänge genannte werden unter den vielen BA Studiengängen die einen gut für INt. Organisationen vorbereiten

  2. Detlef Spaniol

    Guten Tag Da ich nicht an die UNO rankomme können sie mir fileicht helfen . Warum sind die BRD-GmbH mitarbeiter in der UNO ? ↑ a b Handelsregister B des Amtsgerichts Frankfurt am Main: HRB 51411, 25. Mai 2009, S. 1 und 2 (Abruf vom 22. März 2010) ↑ Handelsregister Frankfurt am Main: Neueintragung HRB 51411, 18. Januar 2001 ↑ Handelsregister Berlin: HRB 40774, 21. Februar 2001 Wie so werden meine E-Mails nicht beantworten ? Sol das Deutsche Volk es selber regeln ( Verfassung und Friedensvertrag) so wie die Menschenrechte ? Mit freundlichem Gruß Detlef Spaniol

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