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Quelle: freeimages.com, sakue

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Was haben Griechen mit Investment Banking am Hut? Was hat die Chinesische Mauer im Banking zu suchen? Wichtige Begriffe aus dem Investment Banking und Asset Management.

Aktives Fondsmanagement: versucht, die entsprechende Benchmark zu "schlagen", also in der Wertentwicklung zu überbieten. Dazu tätigt der Fondsmanager strategisch orientierte Käufe und Verkäufe.
 

Alpha: Kennziffer, die beschreibt, um wie viel sich der jährliche Ertrag eines Investmentfonds über oder unter der zugrunde liegenden Benchmark befindet.
 

Asset Allocation: Auswahl der Vermögenswerte, in die ein Investmentfonds investiert. Erfolgt nach den Grundsätzen der Portfoliotheorie (Zielrendite wird mit minimal möglichem Risiko erreicht oder Zielrisiko wird mit maximal möglicher Rendite erreicht).
 

Asset Backed Securities (ABS): festverzinsliche, handelbare Wertpapiere, denen als Sicherheit bestimmte nicht-liquide Finanzaktiva eines Unternehmens hinterlegt sind. Deren Cashflow wird an die Anleihegläubiger ausgeschüttet.
 

Assets under Management (AuM): Anlagevolumen. Geldbetrag, den ein Fonds für seine Investitionstätigkeiten zur Verfügung hat. Große Fonds verfügen über AuM von mehreren Milliarden Euro.
 

Asset-Management-Industrie: im weiteren Sinne Industrie, die sich mit der Mehrung des Vermögens Dritter befasst. Dazu gehören Asset Manager, Versicherungen sowie Vermögensverwalter. Im engeren Sinne Gesellschaften, die mit dem Produkt Investmentfonds das Vermögen Dritter mehren
 

Asset Manager: auch Investmentgesellschaften, Kapitalanlagegesellschaften (KAG). Unternehmen, die auf die Kapitalanlage von Fremdgeldern spezialisiert sind. Die Anlageform ist der Investmentfonds, der sich auf Anlageklassen und Märkte spezialisiert.
 

Benchmark: Vergleichsindex beziehungsweise Vergleichsmaßstab. Im aktiven Fondsmanagement gilt es, die jeweilige Benchmark zu "schlagen", also in der Wertentwicklung zu übertreffen. Im passiven Fondsmanagement geht es darum, die Entwicklung des Vergleichsindex so genau wie möglich nachzuvollziehen.
 

Beta: Kennzahl, die die Abhängigkeit der Kursentwicklung eines Vermögenswertes oder eines Portfolios von der Gesamtmarktentwicklung beschreibt.
 

Boutique: kleine, unabhängige Investment-Bank
 

Call-Option: Kaufoption. Siehe Option
 

CFA: Chartered Financial Analyst. Titel, der vom CFA Institute vergeben wird. Kann erst nach vier Jahren Berufserfahrung und drei bestandenen Examina erlangt werden. Wichtige Zusatzqualifikation für Finanzanalysten und Portfoliomanager. Titelträger sind verpflichtet, im Interesse der Investoren einen strengen Ethikkodex einzuhalten.
 

Chinese Wall: Informationsbarriere, die zum Beispiel innerhalb einer Investment-Bank den Informationsfluss zwischen den Teams unterschiedlicher Bereiche unterbindet. So wird zum Beispiel Insider-Handel vermieden.
 

Clearing: zentrale Verrechnung von gegenseitigen Verbindlichkeiten zwischen handelnden Instituten. Nur Differenzbeträge (Salden) werden abgebucht oder gutgeschrieben, was den Handelsaufwand beträchtlich reduziert.
 

Compliance: Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien, aber auch freiwilligen Kodizes in Unternehmen
 

DCM: Debt Capital Markets
 

Derivate: Finanzmarktinstrumente, deren Preis von einem oder mehreren zugrunde liegenden Marktgegenständen (Basiswerte, Underlyings) abhängig ist. Basiswerte können sein: Aktien, Anleihen, marktbezogene Referenzgrößen (Zinssätze, Indizes), andere Handelsgeschäfte wie Rohstoff- oder Devisengeschäfte et cetera. Zu den Derivaten zählen zum Beispiel Swaps, Optionen und Futures.
 

Due Diligence: detaillierte Untersuchung, Prüfung und Bewertung eines möglichen Beteiligungsunternehmens. Dient als Grundlage für die Investment-Entscheidung
 

ECM: Equity Capital Markets
 

Exchange Traded Funds (ETFs): meist passiv gemanagte Investmentfonds, die einen zugrunde liegenden Index (meist Aktien- oder Rentenindizes, aber auch zum Beispiel Rohstoffe) oder eine Wertpapierauswahl (Basket) abbilden. ETFs verursachen minimale Verwaltungskosten und können wie Aktien an Börsen gehandelt werden.
 

Fixed Income: festverzinsliche Wertpapiere
 

Geschlossene Fonds: Geschlossene Fonds sind während der Investitionsdauer nicht oder nur schwer veräußerbar. Nur während des Platzierungszeitraums kann in den Fonds investiert werden. Geschlossene Fonds sind häufig spezialisiert (zum Beispiel auf Schiffe, Flugzeuge oder Medienprojekte). Private-Equity- und Venture-Capital-Gesellschaften gehören ebenfalls zu den geschlossenen Fonds. Diese sind normalerweise Kommanditgesellschaften und unterliegen nicht (wie Publikumsfonds) dem Anlegerschutz.
 

Griechen: partielle Ableitungen des Preises einer Option nach den verschiedenen Modellparametern
 

Hedge-Fonds: Investmentfonds, die nur wenig reguliert sind und beinahe ohne Restriktionen spekulieren können. Häufig zeichnen sich Hedge-Fonds durch kurze Engagements in Derivaten aus.
 Hedging: Absicherung eines Portfolios gegen Kurs-Risiken. Meist werden dafür Futures, Swaps oder Optionen genutzt.
 

Investmentfonds: Anlagevehikel. Ein Fonds ist als Sondervermögen von den Verbindlichkeiten des Asset Managers getrennt und bietet somit einen Kapitalschutz für Anlagegelder. Die Anlage der Gelder kann, je nach Ausrichtung des Fonds, in Aktien, Renten, Immobilien et cetera erfolgen.
 

Investment-Kauffrau/-mann: dreijährige Ausbildung speziell bei Asset Managern, die grundlegende Kenntnisse über das Fondsgeschäft vermittelt
 

IPO: Initial Public Offering. (Erster) Börsengang eines Unternehmens
 

LBO: Leveraged Buy-Out. Unternehmensübernahme, die überwiegend durch Fremdkapital finanziert wird (Bankkredite, Emission von Anleihen et cetera). Eigenkapital wird nur in geringem Umfang verwendet.
 

Mid Caps: Mittelgroße, börsennotierte Unternehmen beziehungsweise deren Aktien
 

Multiple-Verfahren: Multiplikator-Verfahren. Marktbewertung eines Unternehmens ergibt sich auf Basis vergleichbarer börsennotierter Unternehmen (Comparable-Trading-Multiples-Verfahren) oder vergleichbarer Transaktionen (Comparable-Transaction-Multiples-Verfahren).
 

Mutual Funds: offene Investmentfonds
 

Offener Investmentfonds: Fonds, dessen Anteile jederzeit gekauft und verkauft werden können. Die KAG nimmt dabei je nach Bedarf Anteile zurück oder gibt neue Anteile aus.
 

Option: verbrieftes Recht, gegen Zahlung einer Optionsprämie eine bestimmte Menge von Vermögensgegenständen (Basiswerten) zu einem vorab festgelegten Preis (Strike) und zu einem festgelegten zukünftigen Zeitpunkt (europäische Option) beziehungsweise innerhalb eines bestimmten Zeitraumes (amerikanische Option) zu kaufen (Kaufoption, Call-Option) oder zu verkaufen (Verkaufsoption, Put-Option)
 

Passives Fondsmanagement: versucht, mit einem Fonds die Entwicklung eines Vergleichs-
 index (Benchmark) möglichst exakt nachzuvollziehen. Die Zusammensetzung wird nur geändert, wenn sich der zugrunde liegende Index ändert.
 

Peer Group: Gruppe von Unternehmen, die hinsichtlich Branche, Größe und Tätigkeit mit einem zu untersuchenden Unternehmen vergleichbar ist.
 

Portfolio: Gesamtheit der von einem Anleger oder Fonds gehaltenen Anlageinstrumente (zum Beispiel Aktien, Rentenwerte, Immobilien, Barmittel)
 

Private-Equity-Fonds: spezialisieren sich auf den Kauf und Verkauf von nicht an Börsen gelisteten Unternehmen.
 

Publikumsfonds: sind an Börsen gelistet. Jeder Investor (privat oder institutionell) kann Anteile während der Geschäftszeiten zum aktuellen Zeitwert kaufen oder verkaufen. Unterliegt zum Schutz der Anleger aufwändigen Regulierungen. In der Regel aktiv gemanagt
 

Put-Option: Verkaufsoption. Siehe Option
 

Rentenfonds: investieren auf den nationalen und internationalen Märkten für fest- und variabel verzinste Wertpapiere mit einer Laufzeit von über einem Jahr.
 

ROI (Return on Investment): Kapitalrendite. Kennzahl, die das Verhältnis von Gewinn zum Gesamtkapital darstellt
 

Sharpe Ratio: betrachtet die Rendite einer Geldanlage in Abhängigkeit vom Risiko. Zur Ermittlung der Sharpe Ratio wird die risikolos erzielbare Rendite von der tatsächlich erzielten Rendite abgezogen. Das Ergebnis wird durch das eingegangene Risiko geteilt. Eine Sharpe Ratio größer 1 zeigt dabei eine effiziente Anlage an. Je größer die Zahl, desto besser.
 

Small Caps: Kleine, börsennotierte Unternehmen beziehungsweise deren Aktien
 

Spezialfonds: spezielle Fondskategorie, die für institutionelle Investoren mit großen Anlagevolumina ausgelegt ist und weniger reguliert wird als Publikumsfonds. Privatinvestoren können keine Anteile von Spezialfonds erwerben.
 

Strike-Preis: siehe Option
 

Trading: kurzfristige Käufe und Verkäufe von Wertpapieren. Ziel ist es, durch inzwischen erfolgte Kursveränderungen Gewinne zu erzielen.
 

Trading Floor: Handelsraum
 

Underlying: Basiswert einer Option

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