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Das Assessment-Center als Auswahlinstrument für ein duales Studium

Studenten lernen Bibliothek (Quelle: freeimages.com, kalilo)

Quelle: freeimages.com, kalilo

Studieren und gleichzeitig Geld verdienen? Immer mehr Abiturienten interessieren sich für das Duale Studium. So auch e-fellow Sebastian, der bei einem großen IT-Konzern das Assessment-Center für ein duales Studium absolvierte. Dabei lernte er, dass ein Assessment-Center nicht immer mit einem scharfen Kreuzverhör einhergeht und sich nicht nur die Kandidaten gut präsentieren wollen.

Das duale Studium erfreut sich immer größerer Beliebtheit. So bewarb auch ich mich letztes Jahr für ein duales Studium der Wirtschaftsinformatik bei einem großen IT-Konzern.

Schon kurz nachdem ich die Online-Bewerbung abgeschickt hatte, bekam ich die Aufforderung, einen Fragebogen auszufüllen. Dort sollte ich unter anderem Angaben zu Hobbys, Interessen und außerschulischem Engagement machen. Einen Tag später folgte die Einladung zum Assessment-Center.

Lockere Atmosphäre

Am Tag des Assessment-Centers war ich überrascht von der geringen Anzahl der eingeladenen Bewerber: Außer mir waren lediglich elf weitere Kandidaten vor Ort. Kurz vor Beginn sammelten wir uns alle in einem großen Raum. Das bot uns die Möglichkeit, uns vorab persönlich kennenzulernen.

Danach traten die Personaler dazu und der Bewerbertag startete mit einigen Informationen zum Unternehmen. Bereits hier wurde deutlich, dass auch der Betrieb den Tag nutzte, um den Kandidaten tiefere Einblicke in die Abläufe zu gewähren.

Die Vorstellungsrunde

Nun sollte jede Person etwas zu ihren aktuellen Aktivitäten und Interessen sagen. Dabei nutzten auch die Personaler die Runde, um etwas zu sich selbst zu erzählen. Betreut wurden wir durch sechs Personaler. So kamen auf jeden Mitarbeiter zwei Bewerber.

Recherchen zahlen sich aus

Wie gut sich die Kandidaten mit dem Betrieb auseinandergesetzt haben, wurde mithilfe eines kurzen Fragenbogens getestet. Innerhalb von zehn Minuten sollte der Bogen mit Fakten und Zahlen zum Unternehmen ausgefüllt werden. Gefragt wurde zum Beispiel nach der Bedeutung verschiedener Abkürzungen, die im Unternehmen verwendet werden.

Kreativität und Präsentationsgeschick

Direkt im Anschluss bekam jeder Kandidat 20 Minuten Zeit für die Erstellung eines Plakats. Darauf sollten wir zeigen, warum wir uns für ein duales Studium und den entsprechenden Studiengang interessierten und warum wir uns gerade bei diesem Unternehmen beworben hatten. Bei dieser Aufgabe war es sehr wichtig, auf eine ansprechende Aufmachung des Plakates zu achten und bei der späteren Präsentation frei zu reden. Immerhin sollte man zwischen den verschiedenen Kandidaten positiv auffallen. Nach einer kurzen Pause stand das Interview an, das von zwei Mitarbeitern in einem separaten Raum geführt wurde. Kurz vor Ende des Gespräches begann dann ein Personaler nur noch auf Englisch zu reden. Dabei beobachtete die andere Mitarbeiterin genau die Reaktion des Bewerbers (Mimik/Gestik). Hier ist es also wichtig, ganz ruhig zu bleiben und sich nicht einschüchtern zu lassen.

Verschnaufpause in der Firmenkantine

Zur Stärkung für die weiteren Aufgaben spendierte das Unternehmen uns ein Mittagessen. Wir erhielten dafür einen eigenen Tisch und hatten somit wieder Zeit, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Nach dem Mittag durften wir eigene Ideen zu einem virtuellen Event des Unternehmens kreieren. Die Planung dieser typischen PR-Maßnahme sollten wir schriftlich umsetzen und dabei insbesondere den Nutzen des Betriebes für Einzelpersonen wie auch den gesamtwirtschaftliche Nutzen herausstellen.

Überzeugen in der Diskussionsrunde

Weiterentwickelt wurden die unterschiedlichen Entwürfe in einer Diskussionsrunde. Zu sechst sollte aus den Entwürfen ein endgültiges Veranstaltungskonzept entwickelt werden. Das Ergebnis wurde auf einem Plakat festgehalten. Beobachtet wurde die Teamarbeit von einem dreiköpfigen Mitarbeitergremium.

Bei der Gruppenarbeit sollten die Vorschläge aller Kandidaten berücksichtigt werden. Positiv auffallen konnte man, wenn die eigenen Ideen auch in der Gruppe Anklang fanden. Außerdem sollten alle gestellten Diskussionsfragen in der vorgegebenen Zeit gelöst werden.

Das duale Studium aus Sicht der Studierenden

20 Minuten später war die Gruppendiskussion beendet und alle zu erfüllenden Stationen des Assessment-Centers geschafft. Die Mitarbeiter zogen sich zur Beratung zurück und die dualen Studenten des letzten Jahrgangs übernahmen das Kommando. Dadurch erhielten wir wichtige Zusatzinformationen zum dualen Studium aus Sicht der Studenten.

Die Entscheidung naht

Kurz vor 18 Uhr nahmen alle Teilnehmer wieder Platz und warteten gespannt auf die Personaler. Jeweils zwei Mitarbeiter riefen einen Bewerber auf und gingen in ein separates Zimmer. Dort blieb dann Zeit, um die Entscheidung zu verkünden und vor allem auch zu begründen.

Fazit

Insgesamt war ich echt erstaunt, wie schnell diese vielen Stunden vergingen. Mit meinem Bericht möchte ich zeigen, dass ein Assessment Center auf jeden Fall keine unüberwindbare Hürde darstellt. Denn auch die Personaler sind daran interessiert, die Bewerber so kennenzulernen, wie sie wirklich sind. Nicht ohne Grund wird direkt am Anfang die Atmosphäre gelockert.

Mein Tipp: Verstellt euch nicht und bleibt so wie ihr seid. In diesem Sinne, viel Glück und Erfolg für euer zukünftiges Assessment Center.

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