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Praktikum in den USA [Quelle: freeimages.com, Autor: ranjithd]

Quelle: freeimages.com, ranjithd

Bevor du im Ausland durchstarten kannst, ist eine gute Vorbereitung nötig. Vor allem ein Praktikum in den USA bedeutet einigen Aufwand. Welche Infos wichtig sind und worum du dich kümmern solltest, erfährst du hier.

Wie deutsche Unternehmen bieten auch Firmen aus den USA häufig Praktikumsplätze über ihren Web-Auftritt oder Jobbörsen an. Über das Internet kannst du daher entsprechende Angebote finden. Zwar ist die Recherchearbeit und anschließende Bewerbung ein wenig mühsam, spart aber Geld. Bequemer sind Organisationen, die Praktika vermitteln. Für deren Service musst du allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen.

Visum beantragen mit Gratis-Geduldsprobe

Um die Mittlerorganisationen kommst du dennoch nicht herum. Damit du ein Visum für die USA beantragen kannst, musst du an dem Praktikantenprogramm einer Mittlerorganisation teilnehmen. Die Organisationen fordern eine Vielzahl von Nachweisen und prüfen im Auftrag der Vereinigten Staaten, ob du die Visa-Voraussetzungen erfüllst. Du musst zum Beispiel begründen, weshalb du das Praktikum machen möchtest und inwiefern es deiner künftigen beruflichen und/oder akademischen Laufbahn nutzen wird. Zusammen mit deinem amerikanischen Arbeitgeber musst du einen genauen Ablaufplan deines Praktikums mit Lerninhalten, Verantwortlichkeiten und Aufgaben entwerfen.

Am Ende erhältst du bei erfolgreicher Prüfung das Formular DS-2019. Erst jetzt kannst du mit diesem Formular das eigentliche J-1-Visum beantragen, mit dem du bis zu 18 Monate in den USA ein Praktikum machen darfst. Welche Unterlagen du für das Konsulat benötigst, erfährst du auf den Internetseiten der amerikanischen Botschaft.

Gebühren-Dschungel

Ein J-1-Visum für ein Praktikum in den USA verursacht leider einige Kosten. Die Gebühren hängen von der Dauer des Praktikums ab. Für drei Monate verlangen die Mittlerorganisationen zwischen 500 und 1.000 Euro. Allerdings lohnt sich hier ein genauer Blick, denn die angebotenen Dienstleistungen variieren stark. Viele Angebote beinhalten ein Versicherungspaket, das zum Teil auch von den USA verlangt wird. Manche bieten Vorbereitungskurse oder Unterstützung bei der Flugsuche an. Die Mittlerorganisationen informieren dich auch darüber, wie du bei einem bezahlten Praktikum die Steuern erstattet bekommst.

Zu den Gebühren für ein Praktikantenprogramm musst du noch die eigentlichen Visa-Gebühren rechnen. 105 Euro verlangt das Konsulat. Seit einiger Zeit haben die USA ein Kontrollsystem ( SEVIS) eingeführt, das Praktikanten von der Antragstellung bis zur Ausreise elektronisch erfasst. Hierfür wird ebenfalls eine Gebühr erhoben, die derzeit 180 Dollar beträgt. Manchmal fallen auch noch Kosten für einen sogenannten On-Site-Visit an. Da ist die Gebühr für einen Besuch der US-Behörden bei deiner Praktikumsfirma, mit dem sichergestellt werden soll, dass die notwendigen Voraussetzungen für ein Praktikum bestehen. Informiere dich unbedingt, ob all diese Kosten bereits in den Programmgebühren enthalten oder extra zu entrichten sind.

Nicht verplant sein

Am schwierigsten kannst du planen, wie lange die Suche nach einer Praktikumsstelle dauern wird. Es ist am besten, wenn du ein halbes Jahr vor dem beabsichtigten Beginn startest – oder früher. Die Mittlerorganisationen benötigen etwa drei Monate, um deinen Antrag zu prüfen und dir dann das Formular DS-2019 auszustellen. Sind deine Unterlagen vollständig, endet dieser Prozess in der Regelzeit. Erfahrungsgemäß wird aber unterschätzt, wie viel Zeitaufwand die Anfertigung eines Lehr- und Aufgabenplans für das Praktikum beansprucht. Doch keine Panik: In dringenden Fällen ist es meist möglich, gegen eine Gebühr das Prüfungsverfahren zu beschleunigen. Letztlich musst du für die Visa-Ausstellung noch mit allen erforderlichen Unterlagen zu einem persönlichen Interview in die amerikanische Botschaft.

Vorsicht, schwarze Schafe!

Wenn du ein Praktikum in den Sommermonaten machen möchtest, kannst du an einem Summer Work and Travel Program teilnehmen. Das ist weniger bürokratisch und nicht so teuer. Bei der Auswahl einer Mittlerorganisation solltest du das Angebot genau prüfen, denn es gibt schwarze Schafe. Diese stellen dir teilweise das Formular DS-2019 für einen US-Bundesstaat aus, in dem du dein Praktikum gar nicht machen wolltest. Bezahlen musst du am Ende trotzdem. Der Besuch einer Infoveranstaltung und ein Telefonat mit den Organisationen können hier schon sehr nützlich sein. Hilfreich sind auch die Akademischen Auslandsämter der Universitäten: Sie können die Seriosität der Organisationen beurteilen und geben dir gerne Auskunft.

Empfehlenswerte Mittlerorganisationen

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