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Persönlichkeit ist Trumpf

Bewerbung Italien (Quelle: fotolia, Autor: Günter Menzl)

© Günter Menzl - Fotolia.com

Viel Geduld und persönliche Kontakte sind bei Bewerbungen in Italien am wichtigsten. Ansonsten muss man Geduld beweisen, auf Fragen zur Familienplanung gefasst sein – und ins Porto investieren: Bewerbungen werden nämlich grundsätzlich nicht zurückgeschickt.

Auch wenn längere Zeit nicht einmal ein Anruf oder ein kurzer Brief bei dir ankommt, heißt das nicht, dass das Unternehmen kein Interesse hat. Oft liegt es ganz einfach an der Unzuverlässigkeit der italienischen Post. Umgehen kannst du dieses Problem, wenn du direkt im Unternehmen vorsprichst. Gerade kleinere italienische Firmen stellen lieber jemanden ein, den sie bereits kennen.

Das Anschreiben

Italienische Arbeitgeber bevorzugen knappe und präzise Bewerbungsunterlagen. Halte daher dein Anschreiben so kurz wie möglich. Es reicht anzugeben, für welche Stelle du dich bewirbst, auf den beigelegten Lebenslauf zu verweisen und höflich um ein Bewerbungsgespräch zu bitten. Lediglich bei Initiativbewerbungen solltest du etwas ausführlicher begründen, weshalb du dich bei dem Unternehmen vorstellen möchtest. Auch in Italien sind persönliche Kontakte und Referenzen sehr wichtig. Erfrage auf jeden Fall vorab den Namen des Personalverantwortlichen, an den du deine Bewerbung richtest. Optisch sollten deine Bewerbungsunterlagen einwandfrei sein, denn italienische Personaler legen besonderen Wert auf hochwertige Unterlagen. Achte beim Anschreiben auch auf einen höflichen Ton, denn der ist in Italien sehr wichtig.

Der Lebenslauf

Da Zeugnisse und Referenzen im Original erst zum Vorstellungsgespräch mitgebracht werden, ist der Lebenslauf in Italien elementarer Bestandteil einer Bewerbung. Die beruflichen Erfahrungen solltest du auf einem getrennten Blatt notieren. Bei den Angaben zu deiner Person weist du auch auf deine Nationalität und gegebenenfalls auf abgeleisteten Wehr- oder Zivildienst hin. Bei Berufseinsteigern sind auch Stipendien, Auslandsaufenthalte und Praktika für den künftigen Arbeitnehmer von Interesse. Vergiss nicht, dein EDV-Wissen und deine Sprachkenntnisse aufzulisten. Italienischkenntnisse sind eine Grundvoraussetzung, um sich in Italien auf dem italienischen Arbeitsmarkt zu behaupten. Sprichst du fließend Englisch, hast du einen Vorteil gegenüber vielen Einheimischen. Beim Bewerbungsfoto gibt es keine festen Regeln: Du kannst eins mitschicken, musst aber nicht. Zeugnisse sollten nur beigefügt werden, wenn sie in der Ausschreibung verlangt sind. Angaben über Hobbys machst du nur, wenn sie in direktem Bezug zur anvisierten Position stehen.

Das Bewerbungsgespräch

Italienische Unternehmen legen viel Wert auf Interviews mit dem Bewerber. Oft finden mehrere Gespräche statt, gerne auch in der Gruppe. Fragen zum Familienstand oder zum Kinderwunsch sind in Italien legal und durchaus üblich, da die Familie in der italienischen Gesellschaft nach wie vor einen hohen Stellenwert hat. Du solltest sie ehrlich beantworten. Allgemeinbildung oder Engagement außerhalb der Uni sind weniger wichtig. Häufig setzen Unternehmen in Italien bei der Bewerberauswahl grafologische Gutachten und Tests oder Assessment-Center ein.

Linktipp und Literatur

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