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Per Mausklick zum perfekten Job

Online-Jobsuche (Quelle: fotolia, Autor: pressmaster)

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Mit Rotstift und Tageszeitung sucht man heute nur im Fernsehen noch Jobs: Im wahren Leben hingegen brauchst du einen Rechner, Zeit – und diesen Artikel: Denn vor der Traumjob-Suche steht die Traumjobbörsen-Suche. Erfahre im Überblick, welches Portal sich lohnt, und wie du dort auftreten solltest.

Egal, ob du nach Branche oder nach Region suchst, nach Anstellungsart oder nach Arbeitszeit – im Netz gibt es für jeden Berufswunsch die passende Jobbörse. Doch das große Angebot kann für Jobsuchende auch zum Hindernis werden, wenn der Fokus bei der Stellensuche immer mehr auf den Vergleich der Jobportale fällt statt auf die Stellenanzeigen. Wer sich bei der Jobsuche weiterhin auf das konzentrieren möchte, worauf es ankommt, sollte von vornherein gezielt bestimmte Portale ansteuern anstatt Suchwortkombinationen in Google durchzuprobieren. Diese Anregungen können dir helfen, schneller die passende Jobbörse zu finden – und damit auch die passende Arbeitsstelle.

Dos and Don'ts für dein Profil in Jobbörsen

In vielen klassischen Jobbörsen kannst du nicht nur die Datenbank nach interessanten Jobs durchsuchen, sondern auch für Arbeitgeber einen eigenen Datensatz hinterlegen. Ein solches Profil ist deine virtuelle Visitenkarte und für deine Karriere wichtiger denn je. Gerade unbekannte oder kleinere Unternehmen schreiben initiativ potentiell interessante Kandidaten an – und auch immer mehr große Personalabteilungen nutzen zur Rekrutierung neuer Mitarbeiter Online-Jobbörsen, um Zeit und Aufwand zu sparen und Fluten von unpassenden Bewerbungen zu vermeiden. Bestenfalls wirst du sogar von Personalvermittlern oder Headhuntern entdeckt. Deine Karriere kannst du allerdings nur ankurbeln, wenn du dein Profil optimal nutzt und die gröbsten Online-Fettnäpfchen vermeidest: Denn mit einem schlechten Profil verdirbst du es dir im Gegensatz zu einer klassischen Bewerbungsmail nicht nur bei einem Arbeitgeber, sondern bei zahlreichen Branchen- und Unternehmensvertretern auf einmal.

Mach keine Versprechen, die du nicht halten kannst

Die wichtigste Zutat für dein Online-Jobprofil ist Authentizität. Das weißt du alles schon? Spezialisten schätzen, dass circa 30 Prozent aller Bewerbungen in Deutschland Schummeleien enthalten: Ganze Detektivkanzleien verdienen ihr Geld inzwischen mit dem Aufdecken von Bewerbungsbetrug. Und mehr noch als Papier, das bekanntlich sehr geduldig ist, verleiten Online-Jobprofile dazu, dicker aufzutragen – oder dünner, je nachdem, was gerade erforderlich ist. Während du bei einer schriftlichen Bewerbung per Brief oder Mail zumindest zwei Mal überlegst, ob und wie du einen vermeintlichen Makel schönschreibst, fallen kosmetische Eingriffe in die eigene Vita deutlich leichter, wenn sie ohne konkreten Adressaten vorgenommen werden: Du füllst das Profil schließlich erst einmal nur für dich aus. Schnell wird aus der Irland-Reise ein Sprachurlaub, der berufliche Fehltritt von vor drei Jahren fällt ebenso unter den Tisch wie das abgebrochene Studium, und die letzte Lücke wird mit freiberuflicher Tätigkeit gefüllt – die überprüft später doch eh niemand. Oder?

Auch wenn du dich mit deinem Profil zum Zeitpunkt der Anmeldung nirgendwo bewerben und höchstens deinen Marktwert ermitteln möchtest: Mach keine Versprechen, die du in der Realität nicht halten kannst – auch nicht im Kleinen, und auch nicht, wenn es in den unverbindlichen Weiten des Netzes verlockend erscheint. Denn irgendwann wird aus dem unverbindlichen Profil vielleicht doch einmal eine Bewerbung – und aus der unbedacht geschönten Lücke ein folgenschwerer Stolperstein. 

Auf den ersten Blick interessant

Willst du dich mit deinem Profil professionell vernetzen oder aktiv nach Jobs suchen, ist ein entsprechendes Foto das A und O. Profile mit Bild werden häufiger aufgerufen als Profile ohne Bild. Wer anonym bleiben will, wird deshalb Schwierigkeiten haben, von sich zu überzeugen.

Genau wie für eine analoge Bewerbung solltest du also ein seriöses, authentisches und deinem Berufsfeld angemessenes Foto als Profilbild verwenden. Also alles wie immer? Nicht ganz! Achte darauf, wie deine Profilseite aufgebaut ist und an welcher Stelle dein Bild stehen wird. Wähle dein Foto so aus, dass du darauf in den Profil hineinblickst. Da der Seitenaufbau von Jobbörse zu Jobbörse unterschiedlich ist, wirst du eventuell verschiedene Porträts benötigen.

Erdrückende Beweislage

Je lückenloser und schlüssiger dein Profil ist, desto überzeugender und kompetenter wirkst du auf Headhunter und Personaler. Zögere nicht, deine Notenangaben durch das Hochladen von Zeugnissen zu untermauern. Dein Profil wirkt durch zusätzliche Referenzen und Auszeichnungen seriöser. Arbeitest du in einem Berufsfeld, in dem du mit Arbeitsproben von deinen Qualifikationen überzeugen kannst, komm deinem zukünftigen Arbeitgeber zuvor, indem du deine Texte, Präsentationen oder Bilder schon in deinem Profil hochlädst oder verlinkst.

Präsent durch Keywords

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm: In Zeiten von Google Adwords kann ein Personaler neben den klassischen Suchkriterien wie Studiengang, Alter, Note etc. auch Schlüsselwörter eingeben. Bei der Suche nach Schlüsselbegriffen werden alle Profile auf diese Wörter hin durchsucht. Willst du auch in der Ergebnisliste des Personalers auftauchen und häufiger gefunden werden als die Konkurrenz? Dann baue alle für dich relevanten Suchbegriffe in dein Profil ein. Sobald ein Unternehmen nach einem oder mehreren deiner Keywords sucht, erscheinst du in der Ergebnisliste und wirst mit den Suchbegriffen assoziiert.

Pimp your profile

Anders als beim Lebenslauf auf Papier hast du in Jobportalen unzählige Verlinkungsmöglichkeiten. Zum einen kannst du deine virtuelle Visitenkarte mit anderen Mitgliedern tauschen, zum anderen kannst du dein Jobprofil mit weiteren Plattformen wie Twitter oder Google Plus verknüpfen. Der Grad deiner Vernetzung und die Qualität deiner Netzwerkkontakte weisen auf deinen Stellenwert innerhalb der Branche hin und vermitteln Arbeitgebern ein gewisses Image. Dieses kannst du gezielt beeinflussen, indem du bestimmte Inhalte auf Twitter favorisierst oder Beiträge auf deinem Blog veröffentlichst.

Privatsphäre vs. Selbstvermarktung

Überlege dir genau, ob ein öffentliches oder dank Keywords leicht auffindbares Profil dir in deiner momentanen Lage eher schadet oder nützt. Natürlich verfehlt ein komplett anonymisiertes und nicht auffindbares Profil seinen Zweck, denn dein Ziel ist ja gerade, dass Unternehmen oder Recruiter dich kontaktieren können. Andererseits wird dein aktueller Chef sicher nicht begeistert sein, wenn er mitbekommt, dass du offensiv nach einem neuen Job suchst: Sei dir bewusst, dass dein Stellengesuch auch in seinem Postfach landen kann. Befördert wirst du danach höchstwahrscheinlich nicht mehr. Ist dein Vertrag also noch nicht gekündigt, setze lieber auf anonyme Portale und/oder kommuniziere deine Wechselabsichten nicht direkt. Es ist kein Manko, wenn ein entsprechender Satz in deinem Profil fehlt: Denn Headhunter suchen ohnehin nicht vornehmlich nach wechselwilligen, sondern vor allem nach passenden Kandidaten.

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Kommentare (2)

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  1. Anne Kremer

    Hi Jan-Philipp, vielen Dank für dein Interesse und deinen ergänzenden Kommentar. Das Ziel dieses Artikels war es vor allem, auf die systematischen Unterschiede zwischen den verschiedenen Arten von Online-Jobportalen aufmerksam zu machen. Wir mussten daher selektiv vorgehen und unsere Beispiele eingrenzen. Hoffentlich konnte der Artikel dir bei der Orientierung behilflich sein. Weiterhin viel Spaß auf e-fellows.net!

  2. Anonym

    Ich wundere mich etwas. Ihr vergleicht Jobbörsen und erwähnt nicht mit einem eizogen Wort stepstone.de?

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