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Guter Draht am Telefon

Telefoninterview (Quelle: fotolia, Autor: Robert Kneschke)

© Robert Kneschke - Fotolia.com

Natürlich musst du beim persönlichen Treffen überzeugen. Wenn du aber beim Vorab-Gespräch bereits Schwächen zeigst, kommst du vielleicht nie dorthin. Einige Tipps, wie es auch am Telefon besser klappt, den zukünftigen Chef von sich zu überzeugen.

Viele unterschätzen das Telefon als Bewerbungsinstrument. Dabei kannst du am Telefon:

  • bei einer interessanten Stellenanzeige einen ersten Kontakt herstellen,
  • deine Chancen für eine Initiativbewerbung ausloten
  • zusätzliche Informationen erhalten,
  • unnötige Arbeit für dich und deinen Gesprächspartner vermeiden.

Vor allem den letzten Punkt solltest du nicht unterschätzen. Eine Bewerbung kostet sowohl dich als auch deinen Ansprechpartner Zeit und Geld. Du investierst viel Arbeit, um eine perfekte Bewerbung zu liefern. Unnötige Bewerbungen kannst du dir und deinem Wunschunternehmen ganz leicht ersparen, wenn du vorab zum Hörer greifst und abklopfst, ob deine Bewerbung sich lohnt. Du kannst zum Beispiel fragen: "Für diese Stelle suchen Sie jemanden, der gerne und viel unterwegs ist. Aus privaten Gründen kann ich Reisen allerdings nur werktags unternehmen. Macht in diesem Fall eine Bewerbung für mich überhaupt Sinn?"

Dos and Don'ts bei der Bewerbung am Telefon

Du hast einen Ansprechpartner erwischt. Jetzt gilt: Je besser der Gesprächsanfang, desto besser das Gespräch. Innerhalb weniger Sekunden entscheiden wir, ob uns unser Gesprächspartner sympathisch ist. Da gilt es vor allem, Fehler am Anfang zu vermeiden. Was du unbedingt beachten solltest:

  • Sage, auf welche Quelle du dich beziehst und wo du die Stellenanzeige gesehen hast. Mach konkrete Angaben, auf welche Stelle du dich bewirbst: In einer Firma mit Tausenden von Mitarbeitern landest du mit Sicherheit in einer riesigen Personalabteilung, in der mehrere Stellenausschreibungen gleichzeitig laufen. Mit exakten Aussagen erleichterst du deinem Gesprächspartner die Einordnung.
  • Frage, ob dein Gesprächspartner gerade Zeit für dich hat oder ob du lieber zu einem späteren Zeitpunkt anrufen sollst. Nenne dabei gleich konkrete alternative Anrufzeiten.
  • Bist du überhaupt mit dem richtigen Ansprechpartner verbunden? Notiere dir den Namen deines Gegenübers. Bei nachgereichter schriftlicher Bewerbung kannst du dich so auf das Telefonat beziehen. Zur Not kannst du durchaus nochmal nach dem Namen fragen.

Während des Gesprächs

  • Bei einem Telefoninterview mit Personalfachleuten musst du selbstsicher und gelassen auftreten: Entwirf in eigener Sache ein gutes Profil von dir, mit Eckdaten aus deinem Lebenslauf, deiner Leistungsmotivation und Kompetenz. Übertreibe es aber nicht, das wirkt schnell großspurig. Auf jeden Fall solltest du immer etwas zu sagen haben, wenn dein Telefonpartner dich etwas zu deiner bisherigen Arbeit fragt.
  • Worthülsen wie "belastbar" und "motiviert" sind nichtssagend und wirken gekünstelt. Sprich lieber über konkrete Ergebnisse.
  • Bei einer Gegenüberstellung deiner Wünsche und der Anforderungen der Firma ergeben sich oft noch spezifische Fragen. Da Unternehmen in Anzeigen meist ihre Idealvorstellungen angeben, ist es sinnvoll, nach den so genannten Muss-Kriterien (zum Beispiel Sprachkenntnissen) zu fragen:
    "In Ihrer Anzeige sprechen Sie Akademiker mit BWL-Studium und dem Schwerpunkt Personalmanagement an. Meinen Abschluss habe ich in Sozialwissenschaften gemacht, habe aber durch verschiedene Praktika und Nebentätigkeiten einige Erfahrung im Personalmanagement gesammelt. Ist auch diese Variante für sie akzeptabel?" Oder: "Sie suchen einen Anwendungsentwickler mit Berufserfahrung. Wieviel Jahre Berufserfahrung erwarten Sie? Reichen auch zwei Jahre?" "In Ihrer Stellenbeschreibung für einen Lebensmitteltechnologen geben Sie zwei Arbeitsbereiche an: praktische Versuche und Kundenkontakte. Allerdings ist mir nicht ganz klar geworden, worauf Ihr Schwerpunkt liegt. Meine Präferenzen liegen bei Kundenkontakten. Passt das zu Ihren Vorstellungen?"
  • Durch bestimmte Fragen signalisierst du dem Arbeitgeber deine Bereitschaft, weitere Auskunft zu Person und Hintergrund zu geben: "Welche anderen Informationen über meine Ausbildung sind wichtig für Sie?"

Formales zum Schluss

Fragen nach dem Unternehmenssitz, Zweigstellen oder dem Einzugsgebiet stellst du am besten am Ende des Gesprächs. Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt abzuklären, in welcher Form du deine Bewerbung schicken sollst: über ein Online-Formular, per E-Mail oder klassisch mit der Post? Frage zur Sicherheit auch nach, an wen genau du die Bewerbung richten kannst und bis wann die Bewerbungsfrist läuft.

Was beim ersten Gespräch niemals passieren darf

  • "Was machen Sie jetzt nochmal genau?": Leg dir ein paar Fragen zurecht, bevor du zum Hörer greifst. Es gibt nichts Schlimmeres als einen uninformierten Bewerber. Ein Anruf nur um des Anrufens Willen macht keinen Sinn. Es kostet dich und deinen Ansprechpartner nur unnötig Nerven. Bereite dich daher gründlich auf das Gespräch vor.
  • Frage bei der ersten Kontaktaufnahme nicht nach Gehalt oder möglichen Nebenleistungen
  • Fahrtkosten: Mache die Fahrtkosten nicht zum Hauptthema deines Vorstellungsgespräches. Frage danach erst bei einer konkreten Einladung. Hat das Unternehmen dir nämlich nicht gesagt oder geschrieben, dass sie die Fahrtkosten nicht übernehmen, müssen sie dir deine Auslagen auch ersetzen.
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