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Wie gehe ich mit einer Absage um?

Fleiß Bücherstapel Arbeit Erschöpfung Streber Schlafmangel Frust Lernen [Quelle: Fotolia, Erwin Wodicka]

© Erwin Wodicka - Fotolia.com

So kann man reagieren, wenn es nicht gleich klappt.

Ich bekomme nur Absagen. Was tun?

So gelassen wie möglich bleiben, denn auch unter Akademikern sind Absagen nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Dass man nach dem Abschluss bis zu 50 Bewerbungen und mehr schreibt, bis es mit der ersten Stelle klappt, ist gerade bei Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlern keine Seltenheit. Aber binnen eines Jahres sind nach Angaben des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung nur noch vier Prozent aller Absolventen arbeitslos. "Am wichtigsten ist es, Absagen nicht persönlich zu nehmen", sagt der Job-Coach und Psychologe Tom Diesbrock. Selbst wenn man beim Vorstellungsgespräch den perfekten Auftritt hingelegt hat, kann es sein, dass die Stelle am Ende intern besetzt wird. Beim nächsten Mal werden die Karten neu gemischt – und es besteht kein Grund, davon auszugehen, dass es dann nicht klappen kann.

Wie erfahre ich, woran es gelegen hat?

Die meisten Absagen kommen mit einem Standardschreiben per Post oder Mail, daraus geht meist nicht hervor, woran es gescheitert ist. Wem das nicht reicht und wer das Gefühl hatte, dass das Gespräch gut verlief, sollte noch einmal anrufen – und hartnäckig bleiben, bis er zum Verantwortlichen durchgestellt wird. "Man kann und sollte nachhaken, woran es lag – auch wenn man oft keine ehrliche Antwort bekommt", sagt Tom Diesbrock. Wichtig sei nur, weder trotzig noch zickig aufzutreten und professionell zu bleiben. Erfährt man im Gespräch, dass die Entscheidung knapp war, unbedingt fragen, ob man sich in einem halben Jahr noch einmal melden darf. Äußert der Personalchef konstruktive Kritik, bedankt man sich und versucht, es im nächsten Gespräch besser zu machen.

Wie verbessere ich meine Chancen?

Scheitert es häufiger an den Gesprächen, kann ein Bewerbungstraining helfen. Dabei wird das eigene Auftreten reflektiert und überlegt, wie man seine Stärken zeigen und unverkrampft bleiben kann. "Selektiv authentisch" zu sein, empfiehlt Diesbrock: "Was ich zeige, ist echt. Aber ich zeige nicht alles, was echt ist." Außerdem sollte man sich bewusst machen, dass Stellenanzeigen nur einer von vielen Wegen ins Unternehmen sind. Auch gut gemachte Initiativbewerbungen können zum Ziel führen.

Wie bleibe ich motiviert?

Grundsätzlich gilt: Struktur in den Tag bringen und möglichst gezielt vorgehen. Zum Beispiel einen fachnahen Nebenjob annehmen, den man im Lebenslauf als Berufserfahrung anführen kann. So nimmt man sich selbst auch ein wenig Druck, weil für das Finanzielle gesorgt ist. Auch Sport oder ein anderer Ausgleich ist sinnvoll, einfach um Spaß zu haben. Wichtig ist, dass man optimistisch bleibt und offen ist für neue Möglichkeiten. Manchmal hilft es auch, die eigenen Vorstellungen zu überdenken: Vielleicht muss es ja nicht unbedingt der Job im Kunstmuseum sein, sondern nur irgendetwas im Kulturbereich.

© ZEIT Online (Zur Original-Version des Artikels)

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