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Mit dem perfekten Bewerbungsschreiben überzeugen

Bewerbungsschreiben (Quelle: fotolia, Autor: Wylezich)

© B. Wylezich - Fotolia.com

Anschreiben und Lebenslauf ergänzen sich: Der Lebenslauf liefert die Fakten mit allen wichtigen Details – das Bewerbungsanschreiben verbindet diese Fakten mit deiner Motivation und den Anforderungen des Unternehmens. Hier kannst du zeigen, dass du neben der fachlichen auch die persönliche Qualifikation für den Job besitzt. 

Das Anschreiben sollte Lust machen auf mehr. Sprich alles Wesentliche an und verweise ganz am Schluss auf deinen Lebenslauf und deine Zeugnisse: "Weitere Details entnehmen Sie bitte meinem Lebenslauf und meinen Zeugnissen." Vermeide auf jeden Fall hohle Phrasen mit schmückenden Adjektiven. Was du sagst, muss Hand und Fuß haben – und alles muss in deinem Lebenslauf belegbar sein.

Umfang und Zeitaufwand

Maximal eine Seite – so lautet die Faustregel für die Länge deines Anschreibens. Mehrere Seiten wollen Personaler ungerne lesen. Diese eine Seite musst du übersichtlich gestalten. Etwa zwei Stunden Arbeitsaufwand pro Bewerbungsschreiben sind ausreichend. Wenn du noch am Anfang deiner Bewerbungsphase stehst, brauchst du sicherlich mehr Zeit.

Die Form entscheidet

Die Struktur und der Inhalt deiner Bewerbung müssen perfekt sein. Für Anschreiben und tabellarischen Lebenslauf gilt das ganz besonders. Hier entscheidet sich, ob der Personaler deine Unterlagen weiterliest. Nutze die Rechtschreibhilfe in Word oder jedem anderen Textverarbeitungsprogramm und lies dir das Bewerbungsanschreiben mehrmals genau durch. Um so viele Fehler wie möglich zu entlarven, lässt du am besten auch Freunde über dein Anschreiben schauen und bittest sie, dir ehrliches Feedback zu geben. Achte ansonsten darauf, dass dein Bewerbungsschreiben und dein Lebenslauf einheitlich aussehen und gut lesbar sind. Geeignet sind leserfreundliche Schriftarten wie Times New Roman oder Helvetica, und eine Schriftgröße zwischen 11 und 13 Punkt.

Formaler Aufbau eines Bewerbungsanschreibens

Dein Anschreiben gleicht einem Geschäftsbrief und sollte deshalb, um nicht negativ aufzufallen, einige Normen befolgen. Bevor du zum Plädoyer deiner Qualifikationen kommst, erstellst du den Briefkopf mit deinen persönlichen Kontaktdaten: Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse. Danach folgt die Empfängeradresse, sprich das Unternehmen, bei dem du dich bewirbst. An dieser Stelle solltest du auch schon deinen Ansprechpartner nennen. Danach folgt das Datum, welches rechtsbündig formatiert wird. In der anknüpfenden Betreffzeile nimmst du Bezug auf die Stellenanzeige: "Bewerbung als Account-Manager, Ihre Stellenanzeige vom 10.03.2017 in der Zeitung Stellenmarkt". Bei Initiativbewerbungen reicht ein kurzes "Bewerbung". Nach einer Leerzeile folgt die Anrede des Ansprechpartners sowie das Anschreiben selbst.

Dessen erster Satz sollte Interesse wecken und Lust machen, weiterzulesen. Bring die Personalfachleute nicht zum Gähnen mit Sätzen wie "Hiermit bewerbe ich mich auf Ihre Stellenanzeige...".  Stattdessen beziehst du dich beispielsweise auf dein Telefongespräch: "Danke für unser freundliches Telefonat von gestern. Anbei schicke ich Ihnen, wie besprochen, meine vollständigen Bewerbungsunterlagen."

Der Schlussteil umfasst einen Schlusssatz und die Grußformel. Eine Unterschrift darf nicht fehlen.

Im Anschreiben den richtigen Ansprechpartner ansprechen

"Sehr geehrte Damen und Herren" ist nicht die passende Anrede für dein Anschreiben. Auf der Unternehmens-Homepage steht meistens ein direkter Ansprechpartner. Wenn nicht, kannst du telefonisch nachfragen, an wen du die Bewerbung richten sollst. Ein Telefonanruf vorab ist sowieso ein guter "Eisbrecher".

Anschreiben auf den Arbeitgeber zuschneiden

Generell gilt: Schneide das Anschreiben auf die Bedürfnisse des Arbeitgebers zu. Erkläre dem Personalverantwortlichen, was du mit deinen Qualitäten in der zu besetzenden Stelle für das Unternehmen leisten kannst. Nimm dafür die Anforderungsbeschreibung in der Anzeige als Grundlage. Wiederhole die Anforderungen aber nicht, das langweilt nur. Thematisiere die Anforderungen, ohne in den Werbetext-Jargon zu verfallen. Du willst zwar ein Produkt verkaufen - deine Arbeitskraft - aber du solltest überzeugendere Argumente liefern als die üblichen nichtssagenden Floskeln. 

Qualifikationen und Absichten im Anschreiben der Bewerbung deutlich machen

Warum bewirbst du dich? Was möchtest du in dem Unternehmen erreichen? Warum bist gerade du für die Position geeignet? Präzision ist gefragt. Verarbeite im Hauptteil die Informationen zum Aufgabenprofil. Setze den Akzent dabei auf deine Qualifikationen, denen deiner Ansicht nach im Bewerberprofil eine Schlüsselrolle zukommt. Stelle eine Verbindung zu deiner bisherigen Erfahrung dar: "Erste Erfahrungen im Vertrieb habe ich als Werkstudentin bei der Werbefirma GAMMA 3 gesammelt. Dort habe ich die Akquise von Großkunden unterstützt." 

Außerdem solltest du Bezug auf den in der Stellenanzeige angegebenen Eintrittstermin und die geforderte Gehaltsvorstellung nehmen.

Kleine Navigationshilfen einbauen

Führe den Leser durch deine Unterlagen. Das erreichst du durch Verweise: "Dem Lebenslauf und den Zeugnisnachweisen können Sie entnehmen, dass ich während meiner Praktika schon verschiedene Aspekte der Werbebranche kennen gelernt habe." Ein Verweis, der gleichzeitig auch als Verbindungsknoten und Nachweis dient. Dein Bewerbungsschreiben wird konkret. Du behauptest nicht einfach, dass du die Werbebranche kennst - du belegst es auch. 

Gesunder Realismus

Deine bisherigen Erfahrungen und Kenntnisse passen nicht so richtig zu den Anforderungen des Unternehmens? Lass dich deshalb nicht in die Rubrik "unter ferner liefen" stecken! Verweise auf die Übertragbarkeit deiner Kenntnisse auf die beschriebene Tätigkeit. Es ist sicherlich nicht falsch, wenn du an dieser Stelle erwähnst, dass du dich auch für andere Gebiete interessierst: "Bisher habe ich Projekterfahrung vor allem im Inhouse-Consulting eines Entsorgungsunternehmens gesammelt. Gern möchte ich diese Kenntnisse in Ihr Unternehmen einbringen. Mein Interesse an der Arbeit in einer Unternehmensberatung ist sehr groß." 

Eigenlob stinkt, Selbstbewusstsein siegt

Übertriebene Selbstdarstellung kommt nicht gut an. Klar, deine Be-werbung ist Werbung in eigener Sache: Trotzdem müssen sich die von dir angepriesenen Qualitäten und Erfahrungen vollumfänglich in deinem Lebenslauf und deinen Zeugnissen widerspiegeln, wenn du nicht wie ein Blender wirken willst. Deine Schwachpunkte musst du in deiner Bewerbung nicht unbedingt breittreten. Wenn dir aber eine für den Arbeitsplatz wichtige Qualifikation fehlt, kannst du das nicht völlig unter den Teppich kehren. Eine gut nachvollziehbare Begründung, warum dir diese Qualifikation fehlt, mildert das Ganze ab. Mach deutlich, dass du dich dafür umso gründlicher im Job oder bereits im Vorfeld damit auseinandersetzen wirst und die Bereitschaft mitbringst, dich schnell und effektiv in neue Aufgaben einzuarbeiten.

Muster für Bewerbungsschreiben nutzen

Wenn du deine Bewerbungsmappe erstellst, ist es hilfreich, dich an Mustern und Vorlagen zu orientieren. Wir bieten dir Vorlagen für Bewerbungsschreiben zum Download an.

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