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Flipchart statt Skalpell: Mediziner in der Beratung


Trugen Sie den Gedanken, einmal etwas ganz Anderes zu machen, bereits im Medizinstudium mit sich?
"Nein, eigentlich war ich fest davon überzeugt, die klassische Medizinerkarriere zu starten. Ich wollte habilitieren und suchte mir einen Weg im medizinisch-wissenschaftlichen Bereich. Meine AiP-Zeit verbrachte ich im Klinikum Großhadern in München, meine Assistenzarzt-Zeit in Zürich und Freiburg. Dabei arbeitete ich vorwiegend an Unikliniken und fand das sehr spannend."
Warum haben Sie sich dann trotzdem umentschieden?
"Während meiner Zeit als Research Fellow an der Harvard Medical School in den USA hatte ich häufiger Kontakt mit Beratern aus der Biotech-Branche. Diese Kontakte waren sehr wichtig für mich und ich habe sie gepflegt. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch ungefähr zwei bis drei Jahre von der Habilitation entfernt, also kurz davor. Zudem interessierten mich auch die wirtschaftlichen Zusammenhänge sehr stark und in einem der Schnittpunkte zwischen Wirtschaft und Forschung zu arbeiten, faszinierte mich."

Fiel Ihnen der Wechsel zu einer Tätigkeit in der Unternehmensberatung leicht?
"Nein, zu Beginn überhaupt nicht. Schon mit der Entscheidung, ob ich das Angebot von McKinsey & Company annehmen sollte, tat ich mir sehr schwer. Nach langem Hin und Her habe ich mich dann durchgerungen und den Sprung ins kalte Wasser gewagt. Schließlich, so dachte ich mir, hat man im Leben nicht oft die Gelegenheit, etwas ganz Neues zu beginnen."

Wie war der Einstieg in die neue Arbeitswelt?
"Es war eine interessante Erfahrung: Die Arbeitsweisen von Wissenschaftlern und Beratern bei McKinsey unterscheiden sich diametral! Wissenschaftler bauen Steinchen auf Steinchen, das Denken in der Unternehmensberatung habe ich als sehr hypothesengetrieben erlebt. Andererseits ist es auch sehr effizient und schnell. Eine Organisation kennen zu lernen, die einem das Leben leichter macht, ist für einen Mediziner eine völlig neue Erfahrung! Sehr geholfen beim Einstieg hat mir das Mini-MBA-Programm zu Beginn. Dabei konnte ich nicht nur viel lernen, ich habe auch wertvolle Kontakte zu Pears geknüpft."

Inwiefern war Ihr Medizinstudium und Ihre Zeit als Arzt hilfreich für den jetzigen Beruf?
"Ich war als Mediziner gut vorbereitet für den Umgang mit Menschen. Die soziale Kompetenz ist ja auch in der Unternehmensberatung von großer Bedeutung für den Kontakt mit den Klienten. Das medizinische Fachwissen kann ich sehr gut bei den Projekten zum Beispiel in der Pharmaindustrie und bei Krankenversicherungen einsetzen."

 

 

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