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Quelle: Frischluft-Beratung

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Unzufriedenheit im Beruf hat massive Auswirkungen auf dein gesamtes Leben: Trotzdem fällt aus Trägheit oder Angst vor dem Unbekannten der berufliche Neustart oft schwer. Mit diesen Impulsen stößt du echte Veränderungen an.

Vielleicht hast du es selber schon erlebt: Dein Job wird mehr und mehr zur Belastung, und trotzdem machst du aus Gewohnheit einfach weiter. Mit diesem Problem bist du nicht alleine, denn selbst in den ersten Berufsjahren, wenn der Tatendrang am größten ist, gelingt vielen der Absprung aus dem Hamsterrad oder die Umkehr aus einer beruflichen Sackgasse nicht. Dabei braucht es häufig nur einige Impulse und neue Perspektiven, um den ersten Schritt in eine zufriedenere Berufslaufbahn zu wagen.

Finde deine persönliche Wahrheit

Wenn du dich beruflich verändern willst, dann gilt es herauszufinden, was gut für dich selbst ist und wirklich zu dir passt: Denn viele deiner vermeintlich eigenen Lebensentwürfe und Wunschvorstellungen sind lediglich Ausdruck gesellschaftlicher Konventionen. Im Coaching spricht man von kollektiven Konzepten.

Eines davon ist zum Beispiel der Konsens darüber, dass längere Reisen nach dem Abitur förderlich sind. Entsprechend leicht fällt es dir, dich dafür zu entscheiden. Die gesellschaftliche Forderung nach möglichst vielen Praktika schmälert dagegen während des Studiums die Bereitschaft, sich in den Semesterferien dem Müßiggang hinzugeben. Zu belastend ist der Rechtfertigungsdruck vor anderen und vor dir selbst. Aber schätzen andererseits die meisten Chefs und Personalverantwortlichen nicht gerade Mitarbeiter, die bereit sind, eine eigene Meinung zu vertreten und ausgetretene Pfade zu verlassen?

Auch wenn kollektive Konzepte dir in bestimmten Momenten Orientierung geben können: Sie helfen dir nicht in allen Lebenslagen weiter, sondern verstellen dir oft nur deinen eigenen Weg. Damit das nicht passiert, solltest du sie zunächst einmal als Irrtümer erkennen.

Irrtum 1: "Erst wenn alles perfekt ist, bin ich wirklich zufrieden!"

Wenn Menschen genau da sind, wo sie hingehören, erkennen wir das sofort. Egal, ob das der Controller im DAX-Konzern, der Finanzökonom in einer Versicherung oder die Physiotherapeutin in einer kleinen Praxis ist: Die Zufriedenheit steigt enorm, sobald die eigenen Stärken im Job gelebt werden können. Aber in keinem Job ist alles perfekt. Umso wichtiger, dass du deine Energie nicht unproduktiv mit den Schattenseiten verschwendest: Finde heraus, worauf du im Arbeitsalltag deinen Fokus richtest – auf die Dinge, die dich beleben und dir Spaß machen oder die, die dir missfallen? Ein englisches Sprichwort sagt "energy flows where attention goes". Beobachte dich einen Tag lang und finde heraus, worauf sich deine Aufmerksamkeit immer wieder wie von alleine richtet und was du am Abend deinen Freunden oder deinem Partner erzählst.

Irrtum 2: "Was mir Spaß macht, ist kein richtiger Job"

Hobbys und andere Aktivitäten, denen du mit Leichtigkeit nachgehst, sind der größte Indikator für deinen Traumjob. Wenn du etwa gerne kochst, dann denke darüber nach, was dir daran Spaß macht. Ist es das Kochen selbst, sind es die Gäste oder ist es die Planung eines gelungenen Zusammentreffens mit Freunden? Was ist es genau? Inspirieren dich Gerüche und Geschmäcker, möchtest du Essensarrangements fotografieren oder in einem Gourmet-Tempel arbeiten? Ist es vielleicht die Verbindung zu anderen Menschen, die dich inspiriert? Falls ja, dann könnte der Wechsel in ein größeres, kollaborativeres Team schon wesentlich zu deiner Zufriedenheit beitragen.

Irrtum 3: "Man darf nicht sagen, was man will"

Sprich über deine Wünsche, Bedürfnisse und Ideen, denn nur dann kann dein Umfeld auch reagieren. Du wirst überrascht sein, wie häufig positive Reaktionen kommen. Viele Menschen helfen grundsätzlich sehr gerne und ein guter Chef freut sich immer über Eigeninitiative und innovative Gedanken. Sobald man Farbe bekennt und anfängt, über sich zu sprechen, kommen die Impulse wie ein Bumerang zurück: "Mir fällt da jemand ein …", "Hast du schon … gefragt?", "Schau mal auf der Website …". Und falls du nur weißt, was du nicht willst, ist das auch ein guter Anfang. Mittels der sogenannten positiven Affirmation kehrst du das, was du nicht willst, einfach um und überprüfst, ob dir das Gegenteil zusagt. Wenn du besonders zielstrebig an deiner beruflichen Zufriedenheit arbeiten möchtest, kann sich auch der Austausch mit einem Coach für dich lohnen. In ein paar Tagen Seminar oder Workshop lernt man oft mehr über persönliche Schwächen, Stärken, Hemmungen und Wünsche als in Jahren des "trial and error".

Irrtum 4: "Ich darf erst mit Veränderungen starten, wenn der Plan steht"

Klasse, wenn du schon genau weißt, wo es hingehen soll. Wer aber auf den perfekten Plan wartet, der bremst sich selbst aus. Durchstarten geht auch ohne. Kennst du zum Beispiel jemanden, der dich inspiriert? Statt "in Schönheit zu sterben", rufe noch heute an oder schreibe eine E-Mail. Bitte einfach um Austausch und schildere deine Gedanken. Denn wer keinen Plan hat, ist flexibler und kann sich auf Impulse einlassen. Zufälle und Unerwartetes werden so viel leichter zu Erfolgserlebnissen. Offene Zielkorridore entstehen unterwegs und werden deutlich häufiger erreicht als ein konkretes Ziel. Mit Plan hingegen wird alles Außerplanmäßige viel schneller zum Misserfolg.

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