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Vier Hebel für mehr Leichtigkeit im Job

Frischluft Gastbeitrag Artikelfoto [Quelle: unsplash.com, Autor: MI PHAM]

Quelle: unsplash.com, MI PHAM

Darfst du dich im Büro erst freuen, wenn ein Ziel erreicht ist? Und heißt Leidenschaft im Beruf immer auch, dass du wirklich leiden musst? Weit gefehlt, meinen die beiden Mental-Coaches Steffen Gerber und Karoline Klanner und verraten auf e-fellows.net, wie du und dein Team Leichtigkeit und Freude in herausfordernden Arbeitssituationen entstehen lasst.

Äußere Zwänge, Abhängigkeiten oder die Angst vor Fehlern: Was kann uns im Arbeitsalltag nicht alles belasten. Allzu oft kümmern wir uns im Büro um die Erwartungen anderer, anstatt zu schauen, was uns selber wichtig ist. Dabei performen wir umso besser, je mehr Freude und Leidenschaft sich bei der Arbeit einstellen. Menschen benötigen den Spaß am täglichen Tun so dringend wie die Luft zum Atmen. Nur dann werden sich Hingabe und Kreativität voll entfalten und gute Leistungen und Ergebnisse manchmal fast von alleine einstellen.

Unbeschwertheit als Erfolgsfaktor

Spielerische Leichtigkeit ist kein Selbstzweck, sondern von hoher unternehmerischer Relevanz. Das beweisen viele erfolgreiche Mitarbeiter und Teams, die sich nicht selten durch eine Lockerheit im Denken und Handeln auszeichnen. Frei von persönlichen und strukturellen Blockaden legen sie einfach los, vertrauen sich selbst und anderen fast mühelos, ziehen aus Herausforderungen sogar Energie und gehen mit Kritik unbeschwert um. Angst vor Fehlern ist in einem solchen Umfeld auffallend gering, Lust und Spaß am gemeinsamen Tun dagegen sind besonders ausgeprägt. Resignation oder Bedenkenträgerei? Fehlanzeige!

Aber wie entwickelst auch du eine solche Leichtigkeit im Denken und Handeln? Vier Lernfelder, in denen du persönliche und strukturelle Blockaden überwinden kannst.

1.    Identifikation, Sinn und Verbundenheit entwickeln

Das Phänomen des sinnentleerten Arbeitens tritt meist in Organisationen auf, die sehr arbeitsteilig "optimiert" sind. Doch nur, wenn sich Mitarbeiter mit der eigenen Tätigkeit identifizieren und den Sinn darin erkennen, fällt es ihnen leicht, sich zu engagieren und das Beste zu geben.

Wie kannst du diesen Zustand erreichen? Indem du dir erst einmal die eigene Unverbundenheit und Sinnentleerung bewusst machst! Erst nach diesem ersten Schritt erreichst du eine Offenheit, die es dir erlaubt, dich mit anderen und dem eigenen Tun zu verbinden. Und plötzlich beginnen Dinge wieder zu laufen…

2.    Den eigenen Spielraum definieren

Andere bestimmen über deine Ressourcen, Genehmigungsprozesse bremsen dich aus oder ein starres Prozedere erstickt jeden produktiven Flow im Keim: Nicht selten fühlt sich der Arbeitsalltag an wie ein Marionettentheater. Aber nur, wenn du herausfindest, was du selber willst, kannst du anschließend deinen eigenen Spielraum abstecken und gestalten. Gerade in Organisationen geht es immer wieder darum, für sich selbst oder ein Team den richtigen Wohlfühlgrad an Freiheit gegenüber vorgegebenen Strukturen zu bestimmen. Verantwortungsübernahme und Verbindlichkeit entstehen auf diesem Spielfeld dann fast von selbst.

3.    Sich selbst spüren und darstellen

Befreit mitspielen und das einbringen, was man denkt und fühlt, auch wenn es mal unangenehm wird – wie viel Authentizität hilft dem Einzelnen und der Organisation? Immer wieder passiert es, dass ungute Gefühle im Prozess verschwiegen werden, weil etwa der Ergebnisdruck zu hoch ist oder in einer Organisation gerne die Schuldkeule geschwungen wird. Dabei lohnt es sich, den eigenen, intuitiven Gefühlen Raum zu geben. Denn dahinter verbergen sich oft handfeste Gründe, deren rechtzeitige Beachtung ein Scheitern verhindern kann. Wenn du lernst, dich konstruktiv und ganz einzubringen, trägst du zu einem guten, für alle befreienden "Spielklima" bei, das dich motiviert und ganz neue Möglichkeiten bietet.

4.    Im Hier und Jetzt handeln

Diese Fähigkeit benötigst du besonders dann, wenn ein Projekt festgefahren ist oder bereits das Chaos herrscht. Dann geht es darum, zu erkennen, was jetzt gerade richtig und wichtig ist, um anschließend mit aller Klarheit Entscheidungen für den nächsten kleinen Schritt zu treffen. Damit sind noch nicht alle Probleme gelöst und vielleicht wird es sogar an einer anderen Stelle erst einmal schlechter. Doch durch die Wiederaufnahme des Spielflusses ergeben sich ganz neue Lösungsoptionen und die Energie kehrt zurück!

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