Partner von:

So vermeidest du Bußgelder auf dem Drahtesel

Fahrrad, Zitrone, Arbeit [Quelle: tempus corporate, Getty Images]

Quelle: tempus corporate, Getty Images

Herbstlichem Wind, Regen und Kälte zum Trotz sieht man sie immer noch zahlreich auf den Straßen: Radfahrer. Das ist nur verständlich, ist der Drahtesel doch häufig eine schnelle Alternative zu den öffentlichen Verkehrsmitteln und hält zudem fit. Allerdings gilt es, die gesetzlichen Vorschriften zu beachten, damit das Fahrvergnügen nicht durch ein Bußgeld getrübt wird.

Wann ist ein Fahrrad verkehrssicher?

Der Gesetzgeber schreibt einiges an Zubehör vor. Fehlt davon etwas, ist das Fahrrad nicht verkehrssicher und es droht ein Bußgeld. Dazu gehören:

  • zwei voneinander unabhängige Bremsen, also Hand- und Rücktrittsbremse oder zwei Handbremsen, die nicht zusammen hängen
  • rutschfeste, festverschraubte Pedale mit je zwei Reflektoren
  • eine Klingel
  • eine ordentliche Beleuchtung (Dynamo, Batterie oder Akku):
    • weißer Frontscheinwerfer mit Reflektor
    • rotes Rücklicht mit Reflektor
    • zusätzliche Reflektoren (mind. 2 an den Seiten, ein roter hinten)

Eine bestimmte Profiltiefe der Reifen ist dagegen nicht vorgeschrieben.

Auf was muss ich bei trüben Wetter achten?

Im Herbst und Winter wird es früh dunkel und auch tagsüber sind die Lichtverhältnisse oft schlecht. Deshalb muss spätestens mit der Dämmerung die Beleuchtung eingeschaltet werden. Wer ohne Licht fährt, trägt bei einem Verkehrsunfall den Großteil oder sogar die gesamte Schuld, abhängig vom Verhalten des Autofahrers. Eine Pflicht, helle Kleidung zu tragen, gibt es dagegen nicht. Die Kleidung kann aber für die Frage der Verantwortung eine besondere Rolle spielen. Dunkle Kleidung und fehlende Beleuchtung stellen ein Risiko dar.

Wo darf beziehungsweise muss ich fahren?

Grundsätzlich können Fahrradfahrer wählen, ob sie auf dem Radweg oder auf der Fahrbahn fahren. Nur wenn ein blaues Schild mit weißem Fahrrad darauf am Radweg steht, ist man dazu verpflichtet, ihn zu benutzen.

Auf dem Gehweg zu fahren, ist für Erwachsene prinzipiell tabu, während Kinder bis acht Jahre dort fahren müssen und bis zehn dort fahren dürfen. Bei Verstößen droht ein Bußgeld. Manchmal drücken Polizisten allerdings ein Auge zu, wenn Eltern mit ihren Kindern auf dem Bürgersteig fahren – verlassen sollte man sich darauf aber nicht.

Außerdem gilt das Rechtsfahrgebot, solange nichts anderes ausgeschildert ist. Auch hier muss man für Verstöße zahlen.

Der Bußgeldrahmen bewegt sich allgemein zwischen 20 und 35 Euro, je nachdem, ob andere Verkehrsteilnehmer behindert oder gefährdet werden oder es sogar zum Unfall kommt.

Viele Radfahrer glauben, Einbahnstraßen gälten nur für Autofahrer, aber auch hier wird ein Bußgeld fällig, wenn das Fahren gegen die Fahrtrichtung nicht explizit erlaubt ist.

Allerdings dürfen Radfahrer insbesondere an Ampeln rechts an den wartenden Autos vorbeifahren, sofern genügend Platz ist.

Gibt es besondere Regeln für Radgruppen?

Radfahrer ist es erlaubt, nebeneinander zu fahren, solange sie dadurch nicht den Verkehr behindern. In Fahrradstraßen dürfen sie das sogar immer und es sind die anderen Verkehrsteilnehmer, die Rücksicht nehmen zu haben.

Geschlossene Verbände, also mehr als 15 Fahrer, müssen zu zweit nebeneinander fahren, damit man den Verband besser überholen kann. Solche Verbände dürfen auch bei Rot über die Ampel fahren, wenn die ersten Fahrer noch bei Grün über die Kreuzung gefahren sind.

Sind Zebrastreifen auch für Radfahrer da?

Zebrastreifen gelten nur für Fußgänger. Für Radfahrer müssen Autos also nicht anhalten. Wer die Vorteile des Zebrastreifens nutzen möchte, muss absteigen.

Darf ich auf dem Rad telefonieren und Musikhören?

Das Telefonieren mit dem Handy ist auch auf den Rad verboten. Wer es dennoch tut, riskiert ein Bußgeld. Das gilt auch, wenn man SMS schreibt, Facebooknachrichten liest, kurz den Weg nachsieht – kurz für alle Tätigkeiten, bei denen man das Handy in der Hand hält.

Musikhören hingegen ist erlaubt, sofern dadurch die Wahrnehmung nicht erheblich beeinträchtigt wird. Solange man den Verkehr noch hört, sind also auch Kopfhörer in Ordnung.

Ist Alkohol am Lenker genauso tabu wie ab Steuer?

Das Fahren unter Alkoholeinfluss stellt auch für Radfahrer eine Straftat dar. Ab 0,3 Promille, verbunden mit Ausfallerscheinungen, macht man sich strafbar. Die absolute Obergrenze – auch ohne Unsicherheiten beim Fahren – sind 1,6 Promille.

nach oben

Jobs, Praktika

und akademische

Stellen suchen

Verwandte Artikel

Hol dir Karriere-Infos,

Jobs und Events

regelmäßig in dein Postfach

Kommentare (0)

Zum Kommentieren bitte einloggen.

Das könnte dich auch interessieren