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Nutellabrötchen im Web 2.0

Like, Share, Tweet - Social Media (© Rawpixel - Fotolia.com)

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Web 2.0: Die Revolution der Datenverbreitung oder nervige Mikroblogging-Mania? Wir alle lieben unsere Netzwerke, doch wollen wir dort auch noch von Unternehmen zugetextet werden?

Recruiter tummeln sich in der e-fellows.net community oder auf Xing. Klar - das ist nichts Neues, sind ja auch Karrierenetzwerke.

Inzwischen entdecken aber immer mehr auch Twitter und Facebook für sich. Jetzt kann ich also Fan von meinem Lieblingsarbeitgeber "Fischers Konservendosen" werden. Und was passiert dann? Sieht dann deren Personaler, an den ich kürzlich meine Bewerbung verschickt habe, die Einträge auf meiner Pinnwand? "Ey Tinka, hast du noch nach Hause gefunden oder musstest du wieder im Garten pennen?" Okay, da schau ich doch lieber nach. Uff, nein - mein Profil kann man über die Fanpage nicht einsehen. Yuppieh.

Die Freuden des Fantums

Was also bringt mir mein neues Fantum? Fischers Konservendosen hat gerade einen tollen Artikel gefunden. "Wie man Konserven am besten stapelt und verschickt." Das ist ja genial! Wenn sie mich jetzt im Bewerbungsgespräch danach fragen, hab ich die perfekte Antwort zur Hand.

Da schau ich doch gleich noch mal, ob nicht Konrads Fischerhosen - der zweite Arbeitgeber auf meiner Liste - auch eine Fanseite hat. Und tatsächlich: Bald erscheint der erste Post in meinem Facebook-Feed: "Guten Morgen. Bei uns gibts es heute Brötchen im Büro."

"Ähm", denke ich mir etwas verwirrt. "Na ja, eigentlich ist es ja ganz nett, auch mal etwas Persönliches vom Unternehmen mitzubekommen."

Da kommt schon der zweite Eintrag: "Brötchen waren lecker. Jetzt ab an die Arbeit."

"Na dann mal los!", freue ich mich.

10 Minuten später drücke ich F5 und bekomme: "Heute arbeiten alle besonders schnell - das wird ein produktiver Tag." Dann: "Jetzt ist der Chef gerade auf Toilette - Meeting verschoben." Und kurz darauf: "Ging schnell, jetzt im Meeting."

"Endlich Ruhe!", denke ich.

Doch weit gefehlt: "Ich liebe Smartphones. facebook im Meeting."

"AHHHHHHHHHHHHHHHHH!"

Heute schon gezwitschert?

Dummerweise habe ich vergessen, dass Konrads Fischerhosen sich auch auf meiner Twitter-Zeitleiste austoben. Verdammt! Entnervt scrolle ich durch die 500 neuen Einträge. Oha, gestern hat Fischers Konservendosen eine Seminar-Einladung gepostet. Die ersten 50 Retweets durften kostenlos mit. Verdammt, das ist vor lauter Brötchen-Gewäsch untergegangen. So ein Mist!

Etwas angesäuert suche ich nach weiteren Twitter-Juwelen. Ein Hinweis von Konrad auf den neuen Unternehmensblog. Soll ich den Fischerhosen noch eine Chance geben? Ich bin skeptisch, aber die Neugier siegt. Klick.

"Erlebe Konrads Fischerhosen hautnah. Einblicke in unser Innenleben. Exklusive Informationen aus den Chef-Etage, nur hier im Blog." Na, das klingt doch nach was. Mit diesen Insider-Infos kann ich sicher auch im Bewerbungsgespräch punkten. Klick.

Der erste Eintrag:

"Heute ist mein erster Tag im Büro. Ich freue mich total, dass ich hier jetzt für drei Monate Praktikant sein darf. Heute Morgen gab es leckere Brötchen. Das war toll. Die Kollegen haben mir Nutella gegeben ..."

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