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Krise drückt Einstiegsgehälter

Geld, Gehalt, Lohn, Taschenrechner [Quelle: pixelio.de, Autor: Thorben Wengert]

Geld, Gehalt, Lohn, Taschenrechner [Quelle: pixelio.de, Autor: Thorben Wengert]

Die Krise macht sich auch in den Einstiegsgehältern für Absolventen bemerkbar. Besonders stark trifft es erwartungsgemäß die Fahrzeugbranche. Aber auch Berater müssen Federn lassen. Derweil überholen Master-Absolventen in großen Firmen die Einsteiger mit Diplom.

 

November 2009 bis Februar 2010 - der Erhebungszeitraum der sechsten Online-Umfrage zu Einstiegsgehältern des Personalvermittlers alma mater lag in einer Phase der Unsicherheit und schlechten Vorhersagen. Seit dem Jahreswechsel aber deuten immer mehr Nachrichten auf ein Ende der Krise hin. Auch auf dem Absolventenmarkt? Zumindest behaupten von den 932 teilnehmenden Unternehmen immerhin 77 Prozent, dass sie beabsichtigen, in diesem Jahr Hochschulabsolventen einzustellen.

 

Rückgang von Einstiegsgehältern insgesamt spürbar

Spurlos ist die Rezession an den Unternehmen nicht vorbeigegangen. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Einstiegsgehälter von akademischen Nachwuchskräften um 1,5 Prozent auf durchschnittlich 39.339 Euro brutto jährlich. Deutlich spürbar ist der Rückgang bei den Fahrzeugherstellern, der Kfz–Zulieferindustrie, der Luft- und Raumfahrt, in Unternehmensberatungen, Zeitarbeitsfirmen und bei den Versorgungsunternehmen.

Grafik: Entwicklung der Einstiegsgehälter (Median)


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Chemie- und Pharmabranche zahlen gut

Obwohl die Einstiegsgehälter insgesamt gesunken sind, zahlen manche Branchen weiterhin stattliche Gehälter an Absolventen. So sind beispielsweise in der Chemie- und Pharmabranche Bruttoeinkommen von über 43.000 Euro pro Jahr möglich. Die Versorgungsbranche, deren Einstiegsgehälter besonders deutlich zurückgegangen sind, zahlt mit 41.611 Euro pro Jahr immer noch die höchsten Durchschnittsgehälter.

Knapp dahinter liegen die Einstiegsgehälter in der Branche Elektro-, Nachrichten- und Feinwerktechnik. Platz drei geht an Berufseinsteiger im Bank- und Finanzwesen sowie Versicherungen und Finanzen. Diese verdienen in den ersten Jahren schon knapp fünf Prozent mehr als der Durchschnitt.

Rote Laterne: Medien und Dienstleistungen

Das Schlusslicht der Gehaltstabelle bilden - wie auch schon in den Vorjahren - Medien, sonstige Dienstleistungen, der öffentliche Dienst sowie die Zeitarbeitsbranche. Bei Medienunternehmen müssen Absolventen sogar mit bis zu elf Prozent weniger Gehalt rechnen als ihre ehemaligen Kommilitonen.

Grafik: Einstiegsgehälter 2010 nach Branche (Mittelwert)


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Diplom kein Garant mehr für hohes Einstiegsgehalt

Lange Zeit wehrten sich Hochschulen und Unternehmen gegen die Einführung von Bachelor und Master. Das Diplom galt als deutsches Qualitätsmerkmal und als Garant für ein besonders hohes Einkommen. Zum bereits zweiten Mal in Folge zeigt sich nun aber, dass die neuen Abschlüsse aufholen. In Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern verdienen Master-Absolventen mittlerweile bis zu 1.000 Euro mehr als Absolventen mit Diplom. Der gute Ruf des Diploms hält sich jedoch: Bei der Einstellung haben die Diplom- gegenüber den Master-Absolventen noch die Nase vorn. 84 Prozent der befragten Unternehmen stellen bevorzugt Fachkräfte mit Diplom ein.

Bachelor: Immer noch das Stiefkind der Unternehmen

Das Nachsehen haben wie bereits in den vergangenen Jahren Bachelor-Absolventen. Sie sind hinsichtlich der Bezahlung besonders in kleinen Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern schlechter gestellt als Einsteiger mit Diplom oder Master.

Grafik: Bedarf an Hochschulabsolventen 2010


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Die komplette Studie kannst du bei alma mater herunterladen.

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