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Keine Förderung für Plagiate

Münzen (Quelle: freeimages.com, Ayla87)

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Wer bei der Doktorarbeit schummelt und dabei erwischt wird, kann seinen Doktortitel vergessen. Wurde der Doktorand durch Stipendien gefördert, darf er das Geld bisher aber behalten. Nicht mehr lange! Die ersten Stiftungen ändern nämlich bereits ihre Vergaberichtlinien für Stipendien.

Weil sie bei ihrer Dissertation betrogen haben, verloren die FDP-Politiker Silvana Koch-Mehrin und Jorgo Chatzimarkakis ihre Doktortitel. Doch die beiden haben noch mehr gemeinsam: Sie waren Stipendiaten der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung.

Das Geld, das die beiden als Doktoranden bekamen, kann aber trotz Schummelei nicht zurückgefordert werden – dazu fehlt gegenwärtig die Grundlage. Ab Oktober 2011 soll die Vergaberichtlinie der Stiftung für Stipendien deshalb geändert werden. Dann heißt es: Wer beim Verfassen der Doktorarbeit betrügt, muss die Förderung komplett oder in Teilen zurückzahlen.

Plagiat bedeutet Geld zurück

Auch andere Begabtenförderungswerke reagieren. Das katholische Cusanuswerk ergänzt seine Stipendien-Vereinbarung um einen wichtigen Punkt: In Zukunft müssen alle geförderten Doktoranden unterschreiben, dass im Plagiatsfall das Geld zurückgezahlt wird. Bei der Konrad-Adenauer-Stiftung gibt es bereits eine Regelung, nach der das Stipendium gekündigt werden kann, wenn die Voraussetzungen dafür nachträglich entfallen.

Ein Verfahren für alle

Auch bei einem Treffen aller Begabtenförderungswerke Ende Juni 2011 waren schummelnde Doktoranden ein Thema. Zu einer einheitlichen Lösung für alle Stipendiengeber kam man aber nicht. Daran soll jetzt gearbeitet werden. Fakt ist: Wenn die wissenschaftlichen Gepflogenheiten nicht eingehalten werden, steht auch die Förderung in Frage. Die Konsequenzen sollten dann für alle gleich sein.

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