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Gekonnt plaudern

Small Talk reden Gespräch [Quelle: freeimages.com, marczini]

Quelle: freeimages.com, marczini

Small Talk: "unverbindliche soziale Konversation", "das Geschwätz" (Oxford Dictionary). Nach sprachpsychologischen Untersuchungen hat der Small Talk zwei Funktionen: Erstens soll er eine soziale Verbindung zwischen den Gespächspartnern herstellen, zweitens soll er Schweigen vermeiden, das als peinlich empfunden wird.

Small Talk und die Frage nach dem Wohlbefinden

Ein deutscher Bundespräsident trifft die englische Königin. Die Präsidentenberater haben dem deutschen Staatsoberhaupt zuvor die landesüblichen Umgangsformen eingebläut. In England folgt der Begrüßung die Frage nach dem Wohlbefinden des Gesprächspartners: "How are you?" Der Präsident vergisst in der Aufregung den korrekten Ausdruck und fragt die Königin: "Who are you?" Autsch!

Dieser Ausrutscher wird Altbundespräsident Heinrich Lübke zugeschrieben. Ob die Königin die Einstiegsfloskel wahrheitsgemäß mit "I am the Queen of England" beantwortet oder schlicht ignoriert hat, ist nicht überliefert. 

Small Talk ist die versteckte Schlüsselqualifikation

Die kleine Episode zeigt zwei Dinge: Erstens sollten Staatsoberhäupter beizeiten Englisch-Kurse belegen. Zweitens gehört in vielen Berufen das lockere Geplauder nicht nur zum guten Ton, sondern ist ein Muss. Je mehr Verantwortung jemand trägt, desto häufiger muss er sich in einer Disziplin beweisen, die kein Anforderungsprofil benennt: dem Small Talk. Small Talk gehört längst zu den sogenannten Soft Skills, auch wenn er in Stellenanzeigen nicht als solcher benannt wird. 

Small Talk hat ein schlechtes Image

Zugleich hat Small Talk ein schlechtes Image. Das informelle Gespräch wird gleichgesetzt mit seichtem Gesäusel und belanglosem Gerede. Der Begriff weckt Assoziationen mit peinlichen Gesprächsituationen, im besten Fall mit dem gewollt lockeren Geplauder der Talk Shows. Wichtige Entscheidungen werden sowieso auf eine andere Weise getroffen. Ist der Small Talk also nur Beiwerk für das Big Business? 

Wirtschaftsfaktor Small Talk

Nein, denn ohne Small Talk gäbe es keine Geschäftsbeziehungen und keine Netzwerke. Und um das Klima in den Unternehmen stünde es auch nicht zum Besten. Eine Studie des Center for Workforce Development in Massachusetts belegt, dass Firmen vom Small Talk ihrer Mitarbeiter profitieren: 70 Prozent des Wissens erwerben die Firmenangehörigen durch das alltägliche Schwätzchen. 

Kleines Gespräch, große Karriere

Wer ins Berufsleben einsteigt, kommt um das informelle Geplauder nicht herum. Small Talk bricht das Eis, liefert Informationen und kann unerwartete Chancen eröffnen. Das kleine Gespräch gehört zum Büroalltag: der Wortwechsel mit dem Chef im Aufzug, der Plausch mit der Sekretärin an der Kaffeemaschine, das Bier mit den Kollegen nach Feierabend.
Alles kein Problem? An die kleinen Verbindlichkeiten des Arbeitsalltags gewöhnen sich selbst Sonderlinge schnell. Andere Situationen sind da schon komplizierter: der Plausch am Messestand, der Sektempfang nach dem Fachkongress, die gemeinsame Bahnfahrt mit dem Geschäftspartner. 

Smalltalk richtig angehen

Es bei der Begrüßung besser zu machen als der Altbundespräsident, reicht nicht aus. Denn der eigentliche Small Talk beginnt nach dem ersten Wortwechsel. Und manchen stellt das kleine Gespräch vor große Probleme:

  • Welche Themen spreche ich an?
  • Wie finde ich die richtige Mischung zwischen Distanz und Nähe?
  • Wie schaffe ich eine angenehme Atmosphäre?
  • Welche Redetechniken soll ich anwenden?
  • Wieviel Persönliches gebe ich preis?

Fehler beim Small Talk vermeiden

Small Talk führt Menschen zusammen, die sich noch nicht kennen. Wer Small Talk macht, hat Angst vor Fehlern. Diese Fehler kannst du vermeiden, indem du ein paar Grundregeln des Small Talk einhältst. Und wenn du sie schon alle beherrschst, hast du noch einen weiteren Gesprächseinstieg: "Wussten Sie, dass es mittlerweile schon Ratgeber für Small Talk gibt?"

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Ohne Stil zum Erfolg? Davon kann auch heute keine Rede sein. Im Gegenteil, Etikette und Benimmregeln gewinnen wieder an Bedeutung.

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