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Sich gut verkaufen

Stolzer Pfau

Quelle: Freeimages.com, doc_

Wenn du Karriere machen willst, musst du dich erst bewerben. Das ist den meisten Studierenden bewusst. Aber viele sind sich nicht darüber im klaren, was das bedeutet.

"Bewerben" kommt von "Werbung"

Wenn du dich bewirbst, hast du etwas zu verkaufen: deine Arbeitskraft. Dafür gelten dieselben Regeln wie für jedes andere Produkt. Die Qualität ist wichtig. Angebot und Nachfrage spielen eine Rolle. Und vor allem: Mit Werbung kannst du den Verkaufserfolg steigern. Nicht umsonst heißt das Wort "Bewerbung". Du möchtest dich gut verkaufen. Dafür machst du Werbung in eigener Sache. Genau darum geht es beim Selbstmarketing. 

Produktforschung

Wenn du dich also "be-werben" willst, solltest du dir zunächst über folgende Frage Gedanken machen: Was ist dein Verkaufsargument? Welche Qualitäten und Fähigkeiten hast du und welche spezielle Kombination von Fähigkeiten macht dich für einen Arbeitgeber interessant?

Die Frage sollte dir nicht neu sein. Bestimmt hast du sie dir schon in der Schulzeit gestellt und anhand dessen zum Beispiel dein Studium gewählt. Aber während du dir damals überlegt hast, wo du hinmöchtest, solltest du jetzt eine Bestandsaufnahme machen, wo du stehst. 

Der Blick in den Spiegel

Ganz egal, was du studierst und worauf du dich fachlich spezialisiert hast: Du hast Konkurrenz. Irgendwo da draußen gibt es jemanden, der deinen Wunschjob auch machen könnte. Darum ist neben der fachlichen Qualifikation deine Persönlichkeit wichtig. Wenn du und deine Konkurrenten euch bei dem Arbeitgeber vorstellen, solltest du einen ganz individuellen Eindruck hinterlassen können. Damit dir das gelingt musst du dich selbst analysieren.
 
Eine solche Selbstanalyse ist nicht einfach, weil du über viele Eigenschaften und Facetten verfügst. Ein guter Anfang ist, deine Position zwischen typischen Gegensatzpaaren zu definieren. Gib dir selbst eine Bewertung zwischen -10 und +10, zum Beispiel zwischen Kontrasten wie:

  • Du bist eher theoretisch veranlagt. - Du bist eher praktisch veranlagt.

    Theoretisch Veranlagte planen gerne und kalkulieren weit voraus. Sie sind oft phantasievoll, aber neigen zu Perfektionismus und haben oft Probleme mit plötzlich auftretenden Schwierigkeiten.

    Praktisch Veranlagte sind sehr flexibel. Sie gehen Probleme direkt an und sind oft gute Führungspersönlichkeiten. Langfristige Planung ist aber weniger ihre Stärke, und Inaktivität zerrt an ihren Nerven. 

  • Du bist eher introvertiert. - Du bist eher extrovertiert. 

    Introvertierte Personen wirken eher gelassen und beständig. Sie lassen sich nicht leicht aus der Ruhe bringen und arbeiten meist sehr gründlich. Andererseits haben sie oft Schwierigkeiten damit, auf Leute zuzugehen, und sind eher unspontan.

    Extrovertierte Menschen sind begeisterungsfähig und oft sehr flexibel, aber auch meist schnell gelangweilt. Zudem regen sie sich mitunter leicht auf. 

  • Du gehst du eher verstandesmäßig mit deiner Umwelt um. - Du gehst eher emotional mit deiner Umwelt um. 

    Verstandesmäßig Herangehende können Probleme gut analysieren und Lösungen finden. Sie haben aber kein ausgeprägtes Einfühlungsvermögen und sind weniger geeignet, etwas radikal Neues zu entwickeln.

    Emotional Herangehende können meist hervorragend mit Menschen umgehen und haben oft überraschende Einfälle. Viele ertragen aber nur schwer Kritik und lassen sich schnell entmutigen.

Die genannten Definitionen sind natürlich Schablonen. Trotzdem kannst du sie nutzen, um dir ein Bild über dich selbst zu machen. Denn wenn du weißt, was du gut kannst und wo deine Schwierigkeiten liegen, dann kannst du dich auch besser verkaufen.

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