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Unternehmer oder Chaoten?

Parlamentssaal

Quelle: Freeimages.com, povilas

Politisches Engagement an Hochschulen lässt viel Raum für Klischees. Das gängigste ist die Vorstellung von im Protest vereinten Studierenden, die ihrem Unmut auf der Straße lauthals Luft machen. Doch dass ein AStA-Vorstand einer großen Universität darauf verweisen kann, ein kleines Unternehmen mit bis zu 1 Million Euro Jahresumsatz und mehreren Angestellten geführt zu haben, macht sich kaum jemand bewusst.

Leise Hochschulpolitik

Es müssen nicht immer Paukenschlagaktionen sein. Das zeigen die unterschiedlichen Gruppierungen, die sich an den Hochschulen bilden. Viele von ihnen bieten neben ihren aktuellen Initiativen Serviceleistungen an - etwa Studienplatzbörsen oder Wohnungsvermittlung. Die bekanntesten Gruppierungen sind die, die sich in ihren Inhalten an den Parteien orientieren, wie Liberale Hochschulgruppen (FDP) oder Ring Christlich-Demokratischer Studenten (CDU/CSU). Daneben gibt es aber auch Gremien, Arbeitskreise und so genannte Listen, in denen sich Gleichgesinnte anderer Richtungen zusammentun. Hier haben sich über die Jahre hinweg Gruppen etabliert, die sich zum Beispiel für Europapolitik, Umweltschutz und Wirtschaftspolitik einsetzen. 

Effiziente Unternehmensführung

Egal, wofür sich die Nachwuchspolitiker an den Hochschulen einsetzen: Sie müssen ihre Initiativen gut organisieren. Dafür brauchen die Organisationen transparente Strukturen und klar verteilte Kompetenzen. Da liegt der Vergleich mit mittelständischen Unternehmen nahe. Auch eine Studierendenvertretung hat einen Vorstand, verfügt über Finanzautonomie und verfügt über Mitarbeiter, die wissen, was ihr Einsatzgebiet von ihnen verlangt. Das Produkt dieser Organisation heißt Hochschulpolitik. Wer innerhalb der vorgegebenen Strukturen tätig werden will, kann sich in einem Gremium der Studierendenvertretung engagieren. Hier kümmert man sich im Finanzreferat ums Geld, sorgt im Öffentlichkeitsreferat für Aufmerksamkeit oder organisiert Veranstaltungen im Kulturreferat.
 

 "Das machen die anderen." oder "Wo kann ich mitmachen?" Was sind deine Erfahrungen mit politischem Engagement an der Uni? Mail uns deine Erfahrungen an

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