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20.000 neue Jobs für junge Akademiker in 2009

Handshake, Händeschütteln, Einstellung(sxc.hu, mikecco)

Handshake, Händeschütteln, Einstellung(sxc.hu, mikecco)

Trotz der aktuellen Finanzkrise wollen die großen deutschen Unternehmen 2009 rund 20.000 Hochschulabsolventen und junge Akademiker einstellen.

 Zu diesem Ergebnis kommt eine Arbeitgeberumfrage, die der Recruiting-Dienstleister Staufenbiel (ehemals Hobsons) auch in diesem Herbst wieder für das Magazin Handelsblatt Junge Karriere durchgeführt hat. "Das sind zwar ein Fünftel weniger als im Vorjahr", sagt Tanja Kewes, geschäftsführende Redakteurin Handelsblatt Junge Karriere, "aber zum flächendeckenden Supergau auf dem Arbeitsmarkt für Nachwuchskräfte wird es voraussichtlich im nächsten Jahr nicht kommen." Dennoch ist der Rückgang vor allem nach dem Aufschwung der vergangenen zwei Jahre spürbar. Für 2007 hatten die Unternehmen vorausgesagt, rund 30.000 Stellen neu besetzen zu wollen, in der Prognose für 2008 gingen sie von 25.000 aus.
 

Einstellungen auf dem Niveau von 2006 geplant

 Für das kommende Jahr melden die 56 größten Einsteller, rund 20.000 Absolventen und junge Berufstätige anheuern zu wollen – das entspricht dem Niveau von 2006. Immerhin 30 Prozent der Unternehmen planen sogar, mehr Nachwuchs zu rekrutieren als im Jahr 2008, und 43 Prozent suchen genauso viele Mitarbeiter wie zuvor. Einen geringeren Bedarf meldete bei der Befragung jedes vierte Unternehmen an. Eine Garantie, dass diese Zahlen tatsächlich auch umgesetzt werden, gibt es in der aktuellen Situation allerdings nicht. Sollte die Geschwindigkeit der konjunkturellen Talfahrt zunehmen, wird die Zahl der Unternehmen, die mit Einstellungsstopps oder Entlassungen reagieren, wachsen.
 

Wirtschaftsprüfer und Berater gesucht

 Angeführt wird das Ranking der Top-Einsteller 2009 wie schon im Vorjahr von Siemens und den großen Consultingfirmen und Wirtschaftsprüfern. 3.000 Nachwuchs­kräfte will allein der Elektrokonzern unter Vertrag nehmen, vier von fünf werden dabei schätzungsweise Ingenieure sein, der Rest Wirtschaftswissenschaftler. Der Bedarf der vier Wirtschaftsprüfer PricewaterhouseCoopers, KPMG, Ernst & Young und Deloitte ist zwar im Vergleich zum Vorjahr um ein paar Hundert Stellen gesunken, aber immer noch groß – 4.000 Akademiker werden insgesamt gesucht. Das Gros wird unter den Wirtschaftswissenschaftlern rekrutiert, Absolventen mit zahlenaffinen Studienschwer­punkten wie Steuern, Finanzen, Controlling und Rechnungswesen werden bevorzugt.
 

Ingenieure weiter auf den Wunschlisten

 Als sehr fleißige Einsteller haben sich auch die Ingenieurdienstleister im diesjährigen Ranking etabliert. Brunel, Yacht Teccon, Euro Engineering und Hays suchen wie schon im vergangenen Jahr insgesamt 3.100 Nachwuchskräfte, die anschließend weltweit in Projekten beim Kunden oder in den eigenen Konstruktionszentren eingesetzt werden. Naturgemäß stehen Ingenieure auf ihrer Wunschliste, inzwischen aber auch verstärkt Informatiker.
 

Weniger Stellen für Wirtschaftswissenschaftler

 Wirtschaftswissenschaftlern stehen dagegen im kommenden Jahr deutlich weniger Stellen zur Verfügung. Eine der Gründe: Unternehmen wie Randstad und die krisengebeutelte Citigroup, die in der Vergangeheit viele offene Stellen zu besetzen hatten, warten ab und machten in der Befragung von Handelsblatt Junge Karriere und Staufenbiel diesmal keine Angaben.
 

Die Top-Ten-Einsteller 2009

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