Partner von:

Quo vadis, Young Professional?

Karriereleiter, Quelle: sxc.hu, user: srbichara

Karriereleiter, Quelle: sxc.hu, user: srbichara

Den Berufseinstieg hat der Young Professional hinter sich gelassen. Was jetzt zählt: Wie geht's weiter? Denn zwei Drittel der Nachwuchskräfte planen innerhalb der nächsten zwei Jahre einen Jobwechsel. Die Studie 'Instant Talent 2008' von trendence und e-fellows.net zeigt außerdem, wie sich die Geschlechter bei Selbsteinschätzung und Gehältern unterscheiden.

 Das Forschungsinstitut trendence befragte 3.889 e-fellows.net-Alumni und -Young Professionals aller Fachrichtungen mit einem bis acht Jahren Berufserfahrung. Eines wurde dabei besonders deutlich: Die Nachwuchskräfte haben hohe Ansprüche an ihren Arbeitgeber. Wenn er die erfüllt, bleiben sie ihm treu.

Schlechte Noten für den Chef, hoher Wechselwunsch

 Aber die Nachwuchskräfte sind auf dem Sprung: Vor allem bei den Betriebswirten ist der Wechselwunsch hoch. Frauen sind eher an einem neuen Job interessiert als Männer. Die große Bereitschaft zum Wechseln könnte nicht zuletzt am Chef liegen - denn nur 18 Prozent sind zufrieden mit seinem Führungsstil. Und das, obwohl dem über die Hälfte der Nachwuchskräfte eine hohe Bedeutung beimessen. Groß ist die Kluft zwischen Wichtigkeit und Zufriedenheit auch bei Aufstiegschancen, Gehalt und Work-Life-Balance. Es gilt aber nicht die Devise "wechseln um jeden Preis": Wenn die Befragten mit ihrem Job hochzufrieden sind, haben sie nicht das Bedürfnis, sich anderweitig zu orientieren. Selbst dann nicht, wenn der Wechsel die Karriere fördern würde.
 

Gretchenfrage - Hänsel ist vorn beim Gehalt

 "Sag, wie hältst du's mit dem Gelde?" - frei nach Goethe sprachen die Young Professionals in der Studie auch über Geld. Gretchen antwortet dabei anders als ihr männliches Pendant: Nur 15 Prozent der weiblichen Nachwuchskräfte verdienen über 60.000 Euro, bei den Männern sind es rund ein Drittel der Befragten. Deutlich wird, dass Frauen bei der Selbstvermarktung dazulernen können: Lediglich 31 Prozent der weiblichen Arbeitnehmer halten ihren Marktwert für "sehr gut". Die Männer sind da überzeugter von sich selbst: Über die Hälfte meint, auf dem Markt sehr gefragt zu sein.
 

Überstunden und Erfahrung zahlen sich aus

 Auch wenn sie noch nicht allzu lang im Berufsleben stehen - droht den Young Professionals schon der Burnout? Immerhin 49 Stunden arbeiten sie im Durchschnitt, wobei knapp ein Fünftel sogar mehr als 55 Stunden pro Woche im Büro verbringt. Das zahlt sich allerdings aus: Im Allgemeinen bekommen diejenigen, die mehr von ihrer Freizeit opfern, auch mehr Gehalt überwiesen. Wie die Young Professionals sonst noch ihr Gehalt erhöhen? Mit steigender Berufserfahrung steigt auch der Betrag, den der Arbeitgeber monatlich aufs Konto überweist. Gut so, denn für einen Großteil der Young Professionals ist das auch selbstverständlich, wie die Studie zeigt. Bei Wirtschaftswissenschaftlern steigt das Gehalt schneller als bei Technikern. Den Nachwuchsingenieuren ist es wichtiger, sich selbst zu verwirklichen, als viel Geld zu verdienen.
 

Zu Markte getragen

 Ingenieure sind heißbegehrt auf dem Arbeitsmarkt - und wissen das auch. Sie schätzen ihren Marktwert höher ein als Wirtschaftswissenschaftler. Und wie sieht es umgekehrt aus: Welche Arbeitgeber sind bei den Nachwuchskräften besonders beliebt? BMW bietet die attraktivsten Aussichten, meinen die Young Professionals - sowohl die Techniker als auch die BWLer. Auch die Partnerunternehmen von e-fellows.net belegen Top-Plätze: Robert Bosch GmbH (2. Platz unter Ingenieuren), McKinsey (5. unter Wirtschaftswissenschaftlern), die Deutsche Bank (13., Wirtschaftswissenschaftler), Accenture (16., Ingenieure), Bosch Rexroth (22., Ingenieure) und Roche Diagnostics (29., Ingenieure).
 
 Weitere Ergebnisse der Studie findest du bei trendence.

nach oben

Hol dir Karriere-Infos,

Jobs und Events

regelmäßig in dein Postfach

Kommentare (0)

Zum Kommentieren bitte einloggen.