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Wer bin ich, und wenn ja - was kann ich?

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Quelle: Freeimages.com, beni_bb

Welches Unternehmen passt zu mir? Will ich mehr arbeiten oder mehr Freizeit? Nach der Uni stehen die großen Entscheidungen erst an.

Vielen fällt es schwer, die eigenen Fähigkeiten einzuschätzen. Hilfreich ist es, einmal alles aufzulisten, was du jemals gemacht hast: vom freiwilligen sozialen Jahr in Afrika über den Nachhilfeunterricht für Grundschüler, den Aushilfsjob im Supermarkt bis hin zur Mitarbeit in Uni-Gremien und der Diplomarbeit in der Marketing-Abteilung. Danach solltest du dir überlegen, welche Fähigkeiten für die einzelnen Tätigkeiten nötig waren. Das soziale Jahr zeigt zum Beispiel, dass du dich für andere einsetzst, in einer fremden Kultur zurechtkommst und gerne im Team arbeitest. 

Wie sehen mich andere?

Die Meinung von anderen hilft, dich selber besser einzuschätzen. Zum Beispiel, indem du Freunde, deine Familie oder Uni-Dozenten fragst, wie du auf sie wirkst. Vielleicht sind deine Freunde der Ansicht, dass du besonders gut zuhören kannst, der Dozent lobt den Vortrag des letzten Referats und die Familie sieht in dir den Streitschlichter. 

Stärken und Schwächen

Mithilfe der Liste deiner Fähigkeiten kannst du relativ schnell entscheiden, ob ein Job infrage kommt. Sie hilft dir außerdem im Vorstellungsgespräch, Beispiele für die berühmte Frage nach den eigenen Stärken und Schwächen parat zu haben. 

Welcher Job und welches Unternehmen passen zu mir?

Um das herauszufinden, kombinierst du am besten harte Fakten mit dem eigenen Gefühl. Wer sich durch Stellenanzeigen, Ratgeber, Arbeitsstatistiken und Fachzeitschriften ein Bild von seiner Wunsch-Branche und einzelnen Unternehmen macht, kann leicht entscheiden, ob er die geforderten Fähigkeiten hat - und außerdem, ob der Job auch die eigenen Ansprüche erfüllt. Nützlich ist eine Checkliste mit den für dich wichtigsten Fragen, zum Beispiel:

  • Wie sind die Hierarchien im Unternehmen?
  • Welche Aufstiegschancen habe ich?
  • Arbeite ich in einem Großraumbüro?
  • Was für Leute arbeiten in dem Unternehmen (Kreative, Bürokraten etc.)?
  • Was werde ich verdienen?
  • Passt der Job zu meinen anderen Lebensplänen? Will ich im Job oder in der Freizeit Erfüllung finden?
  • Lerne ich gerne neue Menschen kennen?
  • Wie wichtig sind mir Statussymbole?
  • Welche Rolle spielt Sicherheit?
  • Wie wichtig ist mir Anerkennung von Freunden und Familie für meinen Job?
  • Möchte ich mit meinem Job anderen helfen?

Neben den Fakten zählt das Bauchgefühl: Wer sich als BWL-Absolvent nur in Jeans und Pullover wohlfühlt, sollte nicht in der Privatkundenabteilung einer Bank anfangen. Stattdessen ist er vielleicht in einem kreativeren Job in der Werbung besser aufgehoben. 

Darf ich nach der Uni noch Praktika machen?

Sinn eines Praktikums ist es, Erfahrungen zu sammeln. Wer im Studium mehrere absolviert hat und nun weiß, in welcher Branche er arbeiten möchte, braucht keine Praktika mehr. Viele Absolventen nutzen sie natürlich, um die Zeit zwischen Uni-Abschluss und Jobeinstieg zu überbrücken. Den Unternehmen ist das recht, denn sie stellen die gut ausgebildeten Absolventen gerne ein als niedrig bezahlte Kräfte anstelle eines neuen Mitarbeiters. 

Weniger Praktikum ist mehr

Um Erfahrungen zu sammeln, reichen drei Monate Praktikum in der Regel aus. Will ein Unternehmen unbedingt ein sechsmonatiges oder noch längeres Praktikum durchsetzen, solltest du zumindest gut darüber nachdenken, ob du bereit bist, so lange für ein relativ geringes Gehalt zu arbeiten. Es lohnt sich auch, im Internet nach Erfahrungsberichten ehemaliger Praktikanten zu suchen (zum Beispiel über eine Frage in der e-fellows.net community) und diese nach Möglichkeit direkt zu kontaktieren. Frag sie, ob sie das Praktikum weiterempfehlen würden.
 
Bevor du dich als Absolvent auf ein Praktikum einlässt, solltest du dir folgende Fragen stellen:

  • Gibt es eine realistische Chance, dass ich nach dem Praktikum einen Job in dem Unternehmen bekomme?
  • Verdiene ich während des Praktikums so viel Geld, dass es für meinen Lebensunterhalt reicht? (Miete, Lebensmittel, Versicherungen, Kleidung etc.)
  • Habe ich den Eindruck, dass ich im Praktikum tatsächlich etwas Neues lernen kann?
  • Habe ich die Chance, auch eigene Projekte zu koordinieren, anstatt für Routineaufgaben eingesetzt zu werden? 

Aus Jobs lernt man

Mittlerweile kommt es nur noch selten vor, dass jemand sein Leben lang im selben Job oder überhaupt im selben Unternehmen arbeitet. Findest du nicht auf Anhieb den Traumjob, musst du also nicht gleich verzweifeln. Der erste Job dient auch dazu, Eindrücke zu sammeln und herauszufinden, welche "Traumjob"-Kriterien dir am wichtigsten sind. Praktika, die du im Studium absolviert hast, bieten dafür vorab schon eine gute Orientierung. Ob dir der Job aber tatsächlich liegt, merkt man oft erst, wenn Routine einkehrt.
 
Wichtig ist, dass du dir selber klarmachst, was dir nicht gefällt und bei der nächsten Bewerbung herauszufinden versuchst, ob das im neuen Job besser sein wird.

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