Partner von:

Vermisst, gefragt und gut bezahlt

Ingenieure, Konstruktionsplan [Quelle: freeimages, Autor: lusi]

Quelle: freeimages, lusi 

Fachkräftemangel, boomende Auftragslage, längere Arbeitszeiten – Ingenieure sind gefragter denn je und können sich nach der Krise auf dickere Gehaltsschecks freuen. Davon geht der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) in seiner 'Einkommensstudie 2010' aus.

Ingenieure unter den e-fellows können sich freuen, denn sie werden immer begehrter: Auf 40.900 Stellen ist die "Ingenieurslücke" im September laut dem VDI und dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) angewachsen. Gemeint ist die Differenz zwischen offenen Stellen und arbeitslosen Ingenieuren. Vor allem im Maschinen- und Fahrzeugbau, aber auch in der Elektrotechnik bleibt die Suche nach Fachkräften für viele Unternehmen erfolglos; regional sind Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bayern am stärksten betroffen.

Mehr Geld nach der Krise

Da passt es auch ins Bild, dass Ingenieure nach überstandener Wirtschaftskrise im zweiten Halbjahr 2010 wieder besser verdienen und die Einkommensverluste der ersten sechs Monate im Jahresverlauf ausgleichen könnten. Das geht aus der "Einkommensstudie 2010" des VDI hervor, die auf den Angaben von 10.450 Ingenieuren (darunter 1.281 Berufseinsteigern) zwischen Januar 2009 und Juni 2010 basiert. Demnach verdient ein Ingenieur mit mehr als zwei Jahren Berufserfahrung durchschnittlich 54.622 Euro brutto. In der Chemie- und Pharmaindustrie sind es sogar 61.400 Euro, obwohl die Beschäftigten dort die stärksten Einkommensverluste (-7,9 Prozent) hinnehmen mussten. Überdurchschnittlich bezahlen auch die Energieversorger sowie Unternehmer im Maschinen- und Anlagenbau, im Fahrzeugbau und in der Elektrotechnik. Deutlich weniger verdienen Ingenieure hingegen in Ingenieur- und Planungsbüros und am Bau.

Bachelors holen auf

Berufseinsteiger mussten sich erstmals seit 2005 mit etwas weniger zufrieden geben. Frisch von der Uni erhalten sie im Mittel 40.800 Euro. Auch hier zahlen Chemie- und Pharma, Energieversorgung, Fahrzeugbau und Elektrotechnik mit 42.000 Euro überdurchschnittlich; 40.000 Euro nehmen Einsteiger in der Informationstechnologie mit nach Hause. Im Hinblick auf akademischen Grad und Typ der besuchten Hochschule zeigen sich einige interessante Verschiebungen: Zwischen Master und Diplom (Uni/TH) gibt es zum Beispiel nur noch minimale Gehaltsunterschiede, und Bachelor-Absolventen konnten ihre Einstiegsgehälter trotz Krise auf inzwischen 39.333 Euro verbessern. Gleichzeitig liegen Uni- und TH-Absolventen mit 42.575 Euro immer noch deutlich vor den Absolventen der Fachhochschulen (40.200 Euro).

Gehaltstreiber: Branche, Studium, Größe, Region

Neben Branche und Studienabschluss beeinflusst auch die Größe des Unternehmens die Höhe des Gehaltsschecks: In Großunternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern verdienen Einsteiger im Mittel rund 7.000 Euro mehr als in kleinen Betrieben mit bis zu 50 Mitarbeitern, auch wenn solche Gehaltsunterschiede in der Wirtschaftskrise deutlich kleiner geworden sind. Massiv geschrumpft ist binnen zwei Jahren auch das Ost-West-Gefälle. Trotzdem verdient ein Ingenieur auch 20 Jahre nach der Wiedervereinigung in Stuttgart immer noch 9.500 Euro mehr als in Dresden. Zucker schlecken Ingenieure übrigens nicht: Drei Viertel arbeiten mehr als 40 Stunden pro Woche, ein knappes Drittel sogar mehr als 46 Stunden.

nach oben
Verwandte Artikel

Hol dir Karriere-Infos,

Jobs und Events

regelmäßig in dein Postfach

Kommentare (0)

Zum Kommentieren bitte einloggen.

Das könnte dich auch interessieren