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Auswandern wegen hoher Steuern

18 Prozent der deutschen Führungskräfte suchen konkret nach einem Job im Ausland Qulle: sxc.hu, User: brokenarts.

18 Prozent der deutschen Führungskräfte suchen konkret nach einem Job im Ausland Qulle: sxc.hu, User: brokenarts.

Du bist qualifiziert, hast einen Job, mit dem du gutes Geld verdienst und darfst im Gegenzug hohe Steuern und Sozialversicherungsabgaben zahlen? Ganz schön frustrierend! Junge Führungskräfte in anderen Ländern kommen da billiger weg. Zeit, auszuwandern?

 Hast du schon mal mit dem Gedanken gespielt, für immer ins Ausland zu gehen? Vielleicht winkt dir schon ein spannender Job in einer attraktiven Stadt. Und du könntest das Meer gleich vor der Haustür haben. Angenehmer Nebeneffekt: Du sparst wahrscheinlich Steuern und Sozialabgaben. Denn im europäischen Vergleich liegen Deutschland, Belgien, Dänemark und Ungarn an der Spitze. 54,3 Prozent des Bruttoeinkommens bleiben für einen alleinstehenden Deutschen im mittleren Management am Ende übrig. Zum Vergleich: Die Briten behalten in einer vergleichbaren Position 70 Prozent im Geldbeutel.
 

Verliert Deutschland Führungskräfte?
 Viele Deutsche wollen sich damit nicht abfinden. 18 Prozent der Führungskräfte suchen bereits konkret nach einer Möglichkeit, ins Ausland zu gehen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Düsseldorfer Karrieredienstleisters Placement24. Knapp 2.000 Führungskräfte nahmen an der Studie teil und machten darin ihrem Unmut Luft: Nicht nur die hohen Steuern und Sozial- versicherungsabgaben nerven, sondern auch die deutsche Politik. Angst um die Rente ist bei den Befragten ebenfalls verbreitet. Sie wünschen sich Reformen im Gesundheitssystem und sprechen sich für eine Liberalisierung des Kündigungs- schutzes aus. Muss Deutschland um seine Führungskräfte bangen?
 

Tendenz: raus aus Deutschland
 Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes sprechen Bände: Wanderten 1990 noch 60.000 Menschen jährlich aus, so waren es 2006 schon 160.000 pro Jahr. – Die Ausreisewilligsten sind Hochschulabsolventen. Sie profitieren im Ausland von ihrer guten Ausbildung und soliden Fremdsprachenkenntnissen. Wenn Deutschland einer der führenden Industriestaaten der Welt bleiben will, wird es für die deutsche Politik also höchste Zeit, bessere Bedingungen zu schaffen.

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