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Wenig Kohle richtig pressen

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Quelle: Fotolia, fotogestoeber

Eine Weisheit aus dem Bergbau gilt auch für den Kleinsparer: Auch wenig Kohle lässt sich zu einem Diamanten pressen. Vorausgesetzt natürlich, du weißt, wo du dein Erspartes lagern musst, damit es den nötigen Druck erhält. Und wie lange es dortbleiben sollte. Wir hätten da einen Vorschlag.

Das Sparbuch ist tot, Riestern gefloppt, selbst Festgeld kostet bei vielen Banken inzwischen mehr, als es einbringt. Gilt also auch für Studenten, dass Investieren das neue Sparen ist – auch wenn du nicht über die Mittel oder Planungssicherheit verfügst, 20.000 Euro für 20 Jahre anzulegen? e-fellows.net hat einen Vorschlag, wie du auch mit wenig Geld – und ein wenig Glück – in den nächsten Jahren eine passable Rendite erzielst.

Ich kann nur 100 Euro im Monat anlegen – wohin damit?

Zurzeit bieten Sparpläne auf börsengehandelte Aktien-Indexfonds (ETFs) besonders gute Renditeaussichten – auch für den schmalen Geldbeutel. Diese ETFs (kurz für Exchange Traded Funds) bieten eine verhältnismäßig einfache und günstige Möglichkeit, in Aktien zu investieren. Mit einem Sparplan kaufst du zum Beispiel am Ersten jedes Monats für 100 Euro Anteile an bestimmten Aktien-Indexfonds, sodass dein Depot von Monat zu Monat wächst.

Aber Achtung: Da du dein Geld über ETFs an der Börse anlegst, musst du dir bewusst sein, dass du dabei ein höheres Risiko eingehst als bei traditionellen Anlageformen.

Risiko? Ungern!

Leider wirst du im Moment ohne Risiko auch keine Gewinne machen. Beim derzeitigen Zinsniveau profitiert von den "sicheren" Anlageformen (Sparbuch, Festgeld) vor allem deine Bank. Nimm deine Geldanlage stattdessen selbst in die Hand. Sogar wenn du zu Beginn ein wenig Geld verlieren solltest, erwirbst du wertvolles Finanzwissen, das sich in den kommenden Jahren auszahlt.

Probieren kostet nichts – oder doch?

Um einen ETF-Sparplan anzulegen, benötigst du ein Wertpapierdepot. Dabei können laufende oder Eröffnungs-Gebühren anfallen – bei vielen größeren Anbietern ist das aber nicht der Fall. Hierzu zählen beispielsweise Comdirect, Consorsbank, ING Diba, Maxblue oder Onvista.Wenn du die richtige Direktbank auswählst, gibt es nur eine mögliche Form von "Kosten": wenn du ein Wertpapier billiger verkaufst, als du es zuvor eingekauft hast. Mit einer guten Anlagestrategie und etwas Geduld lässt sich dieses Risiko aber minimieren.

O nein, nicht noch ein Konto!

Die Einrichtung eines Wertpapierdepots dauert in der Regel nur wenige Minuten. Bei seriösen Anbietern wie den oben genannten musst du dich zusätzlich über das Postident-Verfahren oder per Video legitimieren. Auch das ist allerdings nichts besonders aufwändig – und die Mühe lohnt sich: Du wirst Anlagewissen gewinnen, das die meisten Deutschen nicht besitzen, und deine finanzielle Unabhängigkeit stärken.

Warum sollte ich mich für einen Sparplan entscheiden, statt mein Geld auf einen Schlag anzulegen?

Erstens, um deinen Aufwand zu minimieren: Wenn dein Sparplan jeden Monat automatisch Geld für dich zurücklegt, musst du es nicht "händisch" tun.

Und dann (was wichtiger ist), um dein Risiko zu beschränken – schließlich sind ETFs Börsenprodukte. Die Preise der Aktienfonds, die du in deinem Depot hast, werden entsprechend schwanken. Wenn du in regelmäßigen Abständen für einen fixen Betrag frische ETFs nachkaufst, minimierst du auf lange Sicht dein Risiko, zu viel zu bezahlen (wie es bei einem Einmalkauf der Fall sein könnte). Im Januar wirst du für deine Sparsumme zum Beispiel etwas mehr, im Februar etwas weniger Anteile erhalten. Auf lange Sicht "mittelt" sich damit dein Investment – und dein Risiko sinkt (der Fachmann spricht hier übrigens vom Cost-Average-Effekt).

Leuchtet ein. Welche Direktbank soll ich nehmen?

Das hängt davon ab, auf welche ETFs du setzen willst (siehe den nächsten Punkt). Nicht alle Anbieter bieten alle ETFs – es gibt über 1.000 verschiedene – als Sparplan an. Und nicht alle Anbieter verlangen dafür die gleichen (oder gar keine) Gebühren. Willst du zum Beispiel den MSCI World (einen sehr beliebten Aktienindexfonds) von Comstage besparen, bietet die Website justetf.com hier einen Vergleich der Gebühren verschiedener Onlinebanken an. Du kannst dort auch nach Summen zwischen 25 und 500 Euro im Monat filtern. Auch die unabhängige Website finanztip.de vergleicht Sparpläne auf den MSCI-World-ETF. Auf beiden Seiten schneiden zurzeit zum Beispiel Comdirect, Consorsbank, Maxblue und Onvista gut ab.

Aber Achtung: Informier dich noch einmal ausführlich über die jeweiligen Konditionen der Bank (zum Beispiel über deren Website), bevor du ein Depot eröffnest: Die Bedingungen können wechseln, und auch die Informationen, die du auf anderen Websites findest, können nach einiger Zeit nicht mehr aktuell sein.

Bedenk außerdem, dass du dich in Zukunft neben einem ETF-Sparplannoch für andere Börsengeschäfte interessieren könntest, und lass das in die Wahl deiner Direktbank einfließen.

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Kommentar (1)

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  1. Anonym

    Bleibt nur die Frage - welcher Student kann es sich leisten, jeden Monat 100 € zumindest mittelfristig zu binden? Viele werden das nicht sein...

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