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Anlagetipps für Studenten und Berufseinsteiger

Börse, Chats, Aktien, Aktie, Geldanlage, Wirtschaft [Quelle: Fotolia.com, Autor: Sergey A.Khakimulli]

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Mit dem Berufseinstieg sind die Zeiten klammer Kassen endlich vorbei. Spätestens, wenn die ersten Gehälter auf dem Konto eintrudeln, solltest du darüber nachdenken, dein Geld langfristig zu investieren. Lohnt es sich, auf eine Immobilie zu sparen? Solltest du ETFs kaufen? Die wichtigsten Finanz- und Anlagetipps für Studenten und Berufseinsteiger.

Solltest du das erste Gehalt sofort anlegen?

Schon nach wenigen Wochen haben sich die ersten Gehälter auf dem Tagesgeldkonto angesammelt. Soll der Überschuss gleich wieder investiert werden? Nein. Immer eine Notfallreserve auf dem Girokonto zurückbehalten. Dieses Polster kann während eines Jobwechsels oder für unvorhergesehene Ausgaben nützlich werden. Der regelmäßige Blick aufs Tagesgeldkonto hilft aber auch, festzustellen, welche Summen zukünftig für Investitionen zu Verfügung stehen.

Wie viel Risiko sollte man bei der Zusammenstellung eines Portfolios eingehen?

Das hängt stark von der Persönlichkeit ab. Viele Finanzberater ermitteln die persönliche Risikoeinstellung im Gespräch. Es hilft auch, sich Verluste in absoluten Zahlen zu vergegenwärtigen – wenn eine Investition von 100.000 Euro 50 Prozent einbüßt, bleiben 50.000 Euro. Wer bei diesem Gedanken ruhig schlafen kann, darf gerne in Anlagen mit mehr Risiko investieren.

Worauf sollte man bei der Finanzberatung durch einen Makler achten?

Bei Geldanlage geht es um Vertrauen. Da sich in der Beratungsbranche leider auch schwarze Schafe tummeln, solltest du nur Anlagen abschließen, die du verstehst: Auch wer einen Finanzberater hat, sollte sich so genau wie möglich informieren, bevor er eine Investition tätigt. Es lohnt sich, über eine unabhängige Honorarberatung nachzudenken – in diesem Fall bekommt der Makler keine Provision, wenn er ein Anlagepaket verkauft, sondern wird nach Zeit vergütet. Das ist zwar etwas teurer, aber weniger riskant.

Lieber einen Honorarberater beauftragen oder einen Makler, der auf Provisionsbasis arbeitet?

Das Problem im Provisionsvertrieb ist, dass die Makler durch die Provision, die sie bekommen, einen Anreiz haben, möglichst viele Produkte zu verkaufen: Produkte, die ihre Kunden oft nicht benötigen. Eine gute Honorarberatung dagegen sollte transparent sein. Wenn der Kunde beispielsweise beim Abschluss einer Lebensversicherung zwei Prozent Honorar statt drei Prozent Provision zahlt, obwohl er die Lebensversicherung gar nicht braucht, hat er auch keine unabhängige Finanzberatung erhalten. Selbstverständlich gibt es auch faire Makler, die gerade bei Berufsunfähigkeitsversicherungen wertvolle Dienste leisten, da sie anonym Gesundheitsanfragen durchführen.

Honorarberatung erscheint teuer – kann aber nicht nur dem Kunden im Endeffekt viel Geld sparen, sondern ist auch darauf angelegt, ihn finanziell unabhängig zu machen. Ein guter Honorarberater bietet punktuell kostenpflichtigen Rat (bei beruflichen oder privaten Veränderungen, bei einem jährlichen Check-up-Gespräch), sorgt aber auch dafür, dass sein Kunde Stück für Stück selbst die Verantwortung für seine Finanzen übernimmt.

Bieten Social-Trading-Plattformen eine Alternative?

Social-Trading-Plattformen sind Webseiten, bei denen Nutzer einem oder mehreren Tradern (ähnlich wie auf Facebook) folgen können.

Wer auf einer Social-Trading-Plattformen aktiv ist, sollte sich gut auskennen: Kennzahlen, Strategien, Charttechnik – das alles ist nötig, um zu beurteilen, wie gut der Trader ist, dem man folgen möchte. Auch wenn es zunächst einfach klingt, ist Social Trading ein aufwändiges Unterfangen, das nur mit Geld angegangen werden sollte, das gerade nicht benötigt wird.

Welche Investitionen lohnen sich?

Gerade zu Beginn des Berufslebens haben die wenigsten viel Geld zu Verfügung. Noch lange kein Grund, es auf dem Sparbuch verkommen zu lassen.

Wer regelmäßig geringe Beträge anlegen will, ist mit einem Fonds- oder Exchange-traded-fund-Sparplan (ETF) gut beraten. ETFs sind Indexfonds, die im Vergleich zu gemanagten Fonds sehr geringe Kosten verursachen. Zu Beginn empfiehlt sich ein weltweit gehandeltes Produkt, beispielsweise ein ETF auf den Weltaktienindex MSCI World. Sparpläne gibt es ab 25 Euro pro Monat, Einmalbeiträge ab etwa 500 Euro. Viele Direktbanken haben zahlreiche ETFs als Sparplan im Angebot, außerdem kann ein ETF auch als Teil der privaten Vorsorge genutzt werden.

Was sind Kriterien für einen guten Fonds?

Bei Direktbanken oder Finanzportalen wie Onvista kannst du dir einen Überblick über die meisten Fonds verschaffen. Dort erfährst du oft auch, wie sie von Ratingagenturen bewertet werden. Eine gute Bewertung sollte allerdings noch nicht das alleinige Kriterium sein. Sinnvoll ist eine Auswahl von drei bis fünf gut bewerteten Fonds und ein Vergleich dieser Fonds hinsichtlich Kosten und Wertentwicklung der letzten Jahre.

Wichtig ist, sich generell gut über die Fonds zu informieren, in die man investieren möchte: Die Zeitschriften "€uro" und "Finanztest" beispielsweise veröffentlichen inzwischen sehr viele Artikel zu ETFs, die auch für Einsteiger gut verständlich sind.

Welche Nachteile haben ETFs?

ETFs vollziehen immer die volle Indexentwicklung nach. Bei einem Crash gibt es also keinen Fondsmanager, der Verluste durch geschicktes Umschichten abfedern könnte. Da aber auch gemanagte Fonds nicht automatisch verlustfrei bleiben, spricht sehr viel für ETFs. Einige Märkte sind jedoch mit gemanagten Fonds besser abzudecken, beispielsweise die sogenannten "emerging markets" (also Märkte wie China und Indien, aber auch kleinere Staaten in Osteuropa). Hier gibt es viele auf Dauer gut gemanagte Fonds. Sinnvoll kann also ein Mix aus gemanagten Fonds und ETFs sein, um das Verlustrisiko möglichst gleichmäßig zu verteilen.

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