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Die Guten ins Portfolio

Mohnblumen (Quelle: e-fellows.net, Autor: GiniMiniGi)

Quelle: freeimages.com, GiniMiniGi

Wer in ökologisch angebaute Baumwolle statt in Kleiderdiscounter investiert, schläft nicht nur besser. Die ethischen Investments fahren sogar bessere Renditen ein, so das Ergebnis einer Studie.

In den letzten Jahren stieg das Angebot, aber auch die Nachfrage nach ethischen Geldanlagen stetig. Ethische Geldanlagen berücksichtigen neben wirtschaftlichen auch soziale und ökologische Aspekte. Zum einen bieten "grüne Banken" wie die GLS Bank in Bochum oder die EthikBank in Eisenberg diese Art von Investments an. Zum anderen sind auch normale Banken wie die Landesbank Baden-Württemberg auf diesem Markt aktiv.

Was sind ethische Geldanlagen?

Passen die Begriffe "ethisch" und "Geldanlage" überhaupt zusammen? Schließlich sorgen die Banken und Finanzmärkte zurzeit meist für Negativ-Schlagzeilen. Gerade diese Institute sollen nun Finanzprodukte anbieten, die "ethisch" sind? Ethik ist angewandte Moral. Bei ethischen Investments investiert der Anleger also nur in solche Unternehmen, die sich um ein moralisches Verhalten bemühen.

Ethisch bedeutet nicht unrentabel

Klingt gut, aber fahren solche Unternehmen auch Rendite ein? Ja! Ethisches Investment schneidet nicht schlechter, sondern in vielen Fällen besser ab als konventionelle Geldanlagen. Das zeigt eine Studie des Zentrums Europäischer Wirtschaftsforschung. Besonders deutlich wurde dies in der Finanzkrise.

PR-Gau bei BP? Wer ethisch investiert, schläft ruhig

Denn bei ethischen Geldanlagen ist das Risiko eines plötzlichen Kurseinbruchs oft geringer. Unternehmen, die ökologisch produzieren, müssen vor mieser Publicity weniger Angst haben. Und das gilt auch für ihre Investoren. Wenn du dich also nach der Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko um die Umwelt sorgst: der Aktieneinbruch von BP bereitet dir als Halter eines ethischen Fonds sicher keine schlaflosen Nächte. Auch berücksichtigen Konsumenten immer häufiger ethische Kriterien bei ihren Kaufentscheidungen – Stichwort Bio-Lebensmittel oder Fair-Trade-Produkte. Der Trend zum verantwortungsbewussten Leben beschert diesen Firmen schöne Umsatzsteigerungen.

Was ist für mich "ethisch"?

Unter "ethisch korrekt" versteht jeder etwas anderes. Darum musst du dich zuerst fragen, was dir persönlich wichtig ist. Möchtest du in Unternehmen investieren, die durch moderne Technologien die Umwelt möglichst wenig schädigen? Oder interessieren dich Unternehmen, die alternative Energien erforschen und produzieren? Legst du Wert auf eine mitarbeiterfreundliche Firmenpolitik? Bei international agierenden Unternehmen ist es dir vielleicht wichtig, dass die Arbeiter im Ausland vernünftig bezahlt, versichert und medizinisch versorgt werden.

Schau genau: Was versteht deine Bank unter "ethisch"?

Hast du diese Fragen für dich geklärt, kannst du zu einem Vermögensberater oder deiner Bank gehen. Dort stellt dir dein Berater unter Berücksichtigung deiner finanziellen Lage, deines Alters und deiner Risikobereitschaft ein Portfolio zusammen. Hierbei ist es wichtig, dass du die Begriffserklärungen der verschiedenen Anbieter genau untersuchst. Versteht dein Finanzinstitut unter "ethisch" dasselbe wie du? Oder versteckt sich hinter einer "nachhaltigen Geldanlage" eine Geldanlage, die sich nur an der langfristigen finanziellen Rendite orientiert und all die anderen Aspekte ausblendet?

Die Guten ins Töpfchen

Wie entsteht nun ein ethisch korrektes Portfolio? Es gibt zwei Vorgehensweisen. Die erste Methode nennt sich "positives Scoring". Dabei werden Aktien von Unternehmen ausgewählt, die sich besonders sozial oder ökologisch verhalten. So kann der Portfolio-Manager etwa ein Unternehmen auswählen, das besonders CO2-arm produziert.

Die Schlechten ins Kröpfchen

Die zweite Methode wird als "negatives Screening" bezeichnet. Dabei werden bestimmte Branchen oder Industrien bei der Auswahl des Aktienportfolios ausgeschlossen. Das kann zum Beispiel die Tabak- oder Pornographieindustrie sein. Darüber hinaus bieten einige Banken auch thematische Fonds an, etwa solche, die nur in Unternehmen aus der Solarenergie-Branche investieren.

Internetadressen

Finanzinstitute, die ethische Geldanlagen anbieten

Literatur zur ethischen Geldanlage

  • "Mit Geldanlagen die Welt verändern? Eine Orientierungshilfe zum ethikbezogenen Investment" (2010), Studie der Sachverständigengruppe "Weltwirtschaft und Sozialethik".
  • Studie "Mainstreaming Responsible Investment" (2005), World Economic Forum
  • Vierteljährliche Zeitschrift "enorm"

Weitere Informationsquellen zum Thema

Riester-Rente beim Rechercheportal finanzcheck.de

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