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Börse muss nicht schwer sein

Börse, Tablet, Anlage [Quelle: pexels.com, Autor: Burak Kebapci]

Quelle: pexels.com, Burak Kebapci

Altersvorsorge mit Hilfe der Börse aufbauen? Für viele Menschen nur schwer denkbar. Doch das lässt sich einfach machen. Sogar auf zwei Wegen.

Im Alter über das notwendige Vermögen zu verfügen, um den verdienten Ruhestand zu genießen, erfordert eine konsequente Altersvorsorge. In Deutschland haben in den vergangenen Jahrzehnten nur sehr wenige Menschen so viel Vertrauen in die Aktienmärkte gehabt, um zumindest einen Teil der eigenen Altersvorsorge mithilfe der Börse umzusetzen. Niedrige oder gar null Zinsen oder Renditen auf Sparbuch, Tagesgeld, Festgeld und – der Deutschen liebsten Kind – Lebensversicherungen haben aber zu einem gewissen Umdenken geführt.

Die Deutschen sind wieder etwas börsenaffiner geworden. Die Zahl der Aktionäre und Besitzer von Aktienfonds ist 2017 deutlich gestiegen und lag im Jahresdurchschnitt um fast 1,1 Millionen höher als im Vorjahr. Dies entspricht einer Steigerung von 12,1 Prozent. Insgesamt besaßen 2017 über 10 Millionen Deutsche Aktien oder Aktienfonds. Das ist rund jeder sechste. Damit hat die Anzahl der Aktienanleger wenigstens wieder den Stand wie vor der Finanzkrise erreicht.

Die langfristige Durchschnittsrendite macht's

Dabei kann sich jeder dem Thema Börse und Altersvorsorge einfach nähern. Vom Dax, dem bekanntesten deutschen Aktienindex, hat schon jeder gehört. Da reicht es schon, kurz vor der Tagesschau einzuschalten, um in drei Minuten eine Einblick in das tägliche Marktgeschehen rund um Deutschlands 30 größte börsennotierte Konzerne zu bekommen. Dass diese erfolgreich wirtschaften, kann wiederum jeder im langfristigen Dax-Chart sehen. Warum also nicht auf lange Sicht von den Erfolgen deutscher Konzerne mitverdienen?

Es bedarf keiner großen Analyse oder intensiven Recherche, um mit Adidas, Daimler und Co. langfristig ein Vermögen aufzubauen. 2017 war ein sehr gutes Jahr für Dax-Anleger. Über 12,5 Prozent Rendite konnte sich der Anleger freuen.

Es kommt aber nicht auf das Ergebnis eines einzelnen Jahres an, sondern eben auf die langfristige Durchschnittsrendite. In den vergangenen Jahren waren dies sechs bis neun Prozent Rendite pro Jahr.

Der Weg dort hin ist kein Hexenwerk. Die einfachste Lösung ist ein ETF, ein Exchange Traded Funds auf den Dax. Dies sind börsengehandelte Investmentfonds, die versuchen, einen Index nahezu identisch abzubilden. Weil nur passiv nachgebaut wird, sind  die Gebühren niedrig.

Bei aktiv gemanagten, also klassischen Investmentfonds, bei denen ein Fondsmanager bewusst Aktien auswählt, die er kauft, sind die Gebühren in der Regel deutlich höher. Denn die Fondsmanager betreiben einen hohen Analyseaufwand für eine möglichst effiziente Portfoliozusammenstellung.

Bei ETFs sind die Renditechancen damit auf den zugrunde liegenden Index beschränkt, während in der Vergangenheit Fondsmanager durchaus auch zu überzeugen wussten und den Anlegern höhere Renditen als ein Vergleichsindex geliefert haben.

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