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Facebook will die Büros erobern

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Ein neues Memo oder Protokoll? Den Kollegen gefällt das: Facebook eröffnet eine Plattform für Firmen. Das Interesse ist groß.

Wenn es um Babyfotos, Erzählungen von Fernreisen oder Diskussionen über Politik und Promis geht, ist Facebook für viele Menschen die wichtigste Plattform. Doch der Konzern will nicht nur im Privatleben, sondern auch im Job zur Kommunikationszentrale werden: Nach einer geschlossenen Testphase bietet er seit Montag den Dienst "Workplace by Facebook" an, mit dem Unternehmen die Zusammenarbeit organisieren können. "Organisationen sind schlagkräftiger – und produktiver –, wenn alle zusammenkommen", erklärte der Konzern am Montag in einem Blogeintrag.

"Workplace by Facebook" enthält Funktionen, die vom sozialen Netzwerk bekannt sind: Nutzer können ihren Kollegen Nachrichten schicken, mit ihnen Videos oder Bilder teilen, in Gruppen diskutieren, Veranstaltungen organisieren und über den Dienst telefonieren. All das soll auch auf mobilen Geräten funktionieren. Das Unternehmen verspricht, die Kommunikation in Organisationen zu erleichtern, über Ländergrenzen hinweg.

Bei allen Parallelen: Das Facebook für Firmen wird separat betrieben. Vertrauliche Informationen sollen nicht versehentlich in den privaten Freundeskreis gelangen. Zudem gehören die Daten den Unternehmen, wie der Anbieter betont. Daher verfolgt Facebook ein anderes Geschäftsmodell: Statt Werbung zu schalten, nimmt der Konzern eine Gebühr, die je nach Mitarbeiterzahl zwischen einem und drei Dollar pro Nutzer und Monat liegt.

Starker Wettbewerb

Konzernchef Mark Zuckerberg begibt sich mit dem neuen Produkt in einen umkämpften Markt. Auch andere wollen die Kommunikation umkrempeln, neben Microsoft und IBM etwa das Start-up Slack. In einer geschlossenen Testphase konnte Facebook nach eigenen Angaben immerhin 1.000 Unternehmen als Kunden gewinnen, darunter die Royal Bank of Scotland und die "Financial Times".

Experten sehen durchaus Chancen. Facebook sei prädestiniert, eine Kollaborationslösung für Firmen anzubieten, sagt Axel Oppermann vom Marktforscher Avispador: "Kaum einer kennt das Nutzerverhalten der Menschen besser. Auf der anderen Seite kennen die Nutzer die Oberfläche."

Wichtig sei aber, das Vertrauen der Kunden zu gewinnen, Firmendaten sind etwas anderes als Babyfotos.

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