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Akku-Tüftler braucht das Land

Elektromobilität, E-Cars, Neue berufliche Perspektiven für Akademiker [Quelle: freedigitalphotos.net/Autor: Rmarinello]

Elektromobilität, E-Cars, Neue berufliche Perspektiven für Akademiker [Quelle: freedigitalphotos.net/Autor: Rmarinello]

Vor allem Elektrochemiker, Logistiker und Informatiker sind bei der Entwicklung des Elektroautos gefragt.

 Noch ist die serienmäßige Einführung von Elektroautos Zukunftsmusik - doch schon jetzt beflügelt sie nicht nur die Fantasie von Politikern und Industrieführern, die sich am Montag zum E-Mobilitätsgipfel treffen, sondern bietet auch für Akademiker neue berufliche Perspektiven.

Das gilt vor allem für die Batterieforschung. Wer hier Fachmann, also Elektrochemiker ist, der gehört momentan zu den am stärksten umworbenen Berufsgruppen überhaupt. Denn bisher scheitert die Serienreife von Elektroautos an der mangelnden Reichweite, da die Batterien noch zu wenig Speicherkapazität haben. In Deutschland gibt es jedoch keinen einzigen Produktionsstandort für moderne Batteriesysteme der Lithium-Ionen-Technologie, die bereits bei Handyakkus oder Laptops zum Einsatz kommen. Das Wissen ist rar.
 
 Der einzige in Deutschland vertretene Batterieproduzent, Varta, fertigt auf Basis der alten Nickel-Kadmium-Technologie, die für Elektroautos jedoch nicht geeignet ist. Weil Arbeitgeber und Forschungsförderer auf diesem Gebiet fehlen, gibt es in Deutschlands Universitäten daher kaum Forscher auf diesem Gebiet.
 
 Doch das ändert sich nun. So hat die Technische Universität München jüngst einen Forschungs- und Lehrschwerpunkt rund um die Batterietechnik gesetzt und dafür eine Reihe neuer Professuren und Studiengänge ins Leben gerufen. Ähnliches passiert an anderen Universitäten: In zwei vom Bundesbildungsministerium geförderten Netzwerken haben sich inzwischen insgesamt fast ein Dutzend Universitäten der Forschung an der Batterie der Zukunft verschrieben. Neben Elektrochemikern gehören zu den Forschungsverbänden Wissenschaftler mit den Schwerpunkten physikalische Chemie und Eisenforscher, aber auch Maschinenbauer, Elektrotechniker und Informatiker leisten ihren Beitrag.
 
 Neben der Batterieforschung bietet die Elektromobilität auch aus logistischer und informationstechnologischer Sicht neue Betätigungsfelder. Denn die Elektroautos erfordern auch eine umfassende Infrastruktur von Ladestellen und Ladesystemen. Auch hier entstehen gerade neue Jobs, zum Beispiel bei den Energiekonzernen.

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