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Drei Grundsätze fürs Coaching

Coaching, Soft Skills, Seminare, Quelle: sxc.hu, Autor: gela

Coaching, Soft Skills, Seminare, Quelle: sxc.hu, Autor: gela

Man kommt kaum noch drum herum: Soft Skills wie Führungs-, Team- oder Konflikt-Kompetenz fordert jeder Arbeitgeber. Doch wie schult man sich in den weichen Fähigkeiten? Dabei helfen können persönliche Coachs oder Seminare. Im Interview erzählt Robert Gareißen, worauf man bei der Auswahl der Seminare oder Coachs achten sollte.

Herr Gareißen, inzwischen gibt es Coaching für Kinder genauso wie für Hunde. Als Coach kann sich aktuell jeder bezeichnen...
 ...zumindest haben wir Berufsverbände, die den Zugang zum Beruf Coach teilweise regeln. Im nächsten Schritt bin ich für die Gründung eines Dachverbandes, der diese Aufgabe wahrnimmt. Einen Coach, der sich als All-Rounder für alle Fragen des Lebens anpreist, würde ich nicht engagieren. Das ist nicht seriös.
 

Worauf sollten e-fellows mit eigenem Coaching-Bedarf bei der Auswahl noch achten?
 Erstens: Der Coach sollte Praktiker sein und über eigene Erfahrung in seinem Fach verfügen. Neben den Erfolgen zählen auch die Pleiten, die jemand weggesteckt hat. Denn aus beidem wächst die Erfahrung. Zweitens empfehle ich, darauf zu achten, ob der Coach seinen Schwerpunkt im gewünschten Lebensbereich hat, also Arbeit, Studium, Schule, Familie oder Privates. Drittens sollte der Coach seine Kernbotschaften und seine innere Werthaltung klar vermitteln. Ein Beispiel: "Wer Menschen führt, muss Menschen mögen" ist ein wesentlicher Leitsatz, wenn es um die Entwicklung von Team- und Führungsfähigkeiten geht.
 

Nicht zu vergessen die Kostenfrage. Stimmt es, dass guter Rat teuer sein muss?
 Nein, das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Im Gegensatz zur Einzelberatung coachen wir die Teilnehmer in kleinen Gruppen. Deshalb können wir am Meyer-Camberg-Institut Preise anbieten, die auf das Budget unserer Zielgruppe zugeschnitten sind. Und wir fördern zugleich Teamwork, um nur eine der sozialen Schlüsselkompetenzen zu nennen, die an vielen deutschen Universitäten leider immer noch zu kurz kommen. Zusätzlich erhalten e-fellows.net-Stipendiaten bei uns einen Rabatt von 20 Euro pro Seminaranmeldung.
 

Passt denn jeder "Coachee" zu jedem Coach und umgekehrt?
 Entscheidend ist, dass der Coach die individuelle Situation des Klienten versteht und dessen persönliche Stärken und Schwächen erkennt. Ein gutes Coaching baut darauf gezielt auf. Der Coach zeigt dem Klienten neue, bisher ungewohnte Verhaltensmöglichkeiten. Geändert wird ausschließlich das eigene Verhalten, und niemals der Mensch an sich. Ziel ist, dass der Coachee das Gelernte über kurz oder lang eigenständig umsetzen kann und nicht lebenslang auf Unterstützung angewiesen ist.
 

Ziel des Meyer-Camberg Instituts ist es, Soft Skills bereits vor dem Berufseinstieg zu fördern. Mit welchen Problemen kommen Schüler und Studenten am häufigsten zu Ihnen?
Die Probleme reichen von auffallend häufig unsicherem Auftreten bis hin zu einer ausgeprägten Kommunikationshemmung. Beispielsweise erinnere ich mich noch gut an einen jungen Studenten, der bei Vorträgen immer ein reines Nervenbündel war. Inzwischen hat er fünf von unseren acht Seminarbausteinen absolviert und ist jetzt ausreichend präsentationssicher, um im Berufsleben zu bestehen.
 

In welchen Branchen und Arbeitsbereichen werden Coaches am häufigsten eingesetzt?
Das gilt meiner Erfahrung nach vor allem für die Finanz- und Versicherungswirtschaft, aber auch Mitarbeitern und Führungskräften in Vertrieb und Marketing steht häufig ein Coach zur Seite. Ursprünglich nutzten vor allem Manager in großen Unternehmen einen Coach. Heute hat der Trend den deutschen Mittelstand erreicht, auch Themen aus dem Privatleben spielen zunehmend eine Rolle.
 

Fluch oder Segen – was kann beim Coaching alles schief laufen?
 Ich höre gelegentlich von Firmen, die ihre Mitarbeiter gegen ihren Willen coachen lassen. Das hat keinen Sinn. Und das, was Mitarbeiter dem Coach anvertrauen, darf nicht an Dritte gelangen, schon gar nicht an Vorgesetzte. Freiwilligkeit, Verschwiegenheit, Vertrauen – das sind die drei Grundsätze für professionelles Coaching.C
 

Wie kann sich der Coachee auf die Beratungsgespräche vorbereiten?
Ideal ist, wenn sich der Klient vorab darüber klar wird, welche Fragen er in seiner aktuellen Situation an den Coach hat. Und was er selbst bereit ist, dafür einzubringen und vielleicht zu ändern. Das ist aber kein Muss. In einem ersten Vorgespräch sollten beide die Ziele der Zusammenarbeit und die möglichen Mittel gemeinsam festhalten. Auch ist es sinnvoll, einen Zeitrahmen festzulegen, bis wann welche Ziele erreicht werden sollen.
 

Gibt es einen Rat, den Sie den e-fellows mit auf den Weg geben möchten?
Kümmern Sie sich frühzeitig, am besten noch zu Schul- oder Studienzeiten, um ihre persönliche Entwicklung, Sie werden Studium und Berufseinstieg so wesentlich leichter und erfolgreicher meistern.

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