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Von dominant bis seherisch - sechs Team-Typen

Team, Meeting; Quelle: tempus corporate, Getty Images

Quelle: tempus corporate, Getty Images

Jeder hat es im Lebenslauf stehen, erklärt im Bewerbungsgespräch mit vollster Überzeugung seine Kompetenz auf diesem Gebiet, findet es aber in der Realität eher anstrengend: Teamwork. Denn jeder verhält sich anders in Gruppensituationen. Wir stellen sechs Team-Typen vor.

In der Theorie klingt Teamwork immer nett: Menschen die zusammen arbeiten, unliebsame Aufgaben delegieren und nicht die gesamte Verantwortung alleine tragen. In der Realität dagegen sieht es meist anders aus: Man bekommt unliebsame Aufgaben zugeschoben, wird aus dem eigenen Arbeitsrythmus gebracht und durch faule oder dominante Kollegen behindert. Dennoch kommt man wohl in keiner Laufbahn umhin, in einem Team zu arbeiten.

Mehr Menschen = mehr Konflikte

Es kommt zu Teamwork, wenn ein Mensch alleine eine Aufgabe nicht mehr bewältigen kann. Teamwork - oder Gruppenarbeit, wie es noch zur Schulzeit hieß - ist ein arbeitsorganisatorisches Konzept, in dem das Team selbstständig eine Aufgabe oder ein Projekt bearbeitet. Theoretisch ganz einfach, doch in der Praxis oft ein hochkomplizierter Prozess von verschiedenen Charakteren, Arbeitsweisen, Konfliktpotenzialen, Erwartungen und Fähigkeiten, die aufeinanderprallen.

In Teams kann man verschiedene Modellcharaktere finden, die eine bestimmte Art und Weise haben, sich ihren Kollegen und den Aufgaben gegenüber zu verhalten:

1. Der Dominante

Der Dominante will vor allem, dass Entscheidungen getroffen werden, und zwar schnell. Er hält nichts von langen Diskussionen, in denen jedermanns Meinung respektiert wird. Er will Ergebnisse, Aktion und neigt dazu, andere Charaktere unterzubuttern. Da er gerne die Sachen in die Hand nimmt, wird er schnell der Wortführer und inoffizielle Chef des Teams, nicht immer zur Freude der anderen. Auch scheut der Dominante nicht vor Konflikten zurück.

2. Der Ehrgeizige

Der Ehrgeizige arbeitet lieber allein und findet es eher störend, wenn andere Einfluss auf "seine Arbeit" haben. Er denkt viel an sich und vor allem an sein berufliches Weiterkommen. Er neigt dazu, Aufgaben an sich zu reißen und hält sich nicht immer an die Absprachen der Gruppe, wenn er denkt, selbst eine bessere Idee zu haben. Er legt auch viel Wert darauf, dass seine Arbeit am Ende wertgeschätzt wird.

3. Der Denker

Der Denker denkt zu viel und arbeitet zu akademisch. Er möchte alles möglichst ausführlich bearbeiten, unter Einbezug von möglichst vielen Daten, Zahlen und Gedankengängen. Ein Denker kann das Team aufhalten, liefert aber auch wichtigen Input.

4. Der Bürokrat

Dem Bürokrat ist es vor allem wichtig, dass alle Regeln eingehalten werden und alles so ausgeführt wird wie abgesprochen. Man kann sicher sein, dass der Bürokrat alle Deadlines, Zahlen und Ziele im Kopf hat. Außerdem dokumentiert der Bürokrat gerne alles, was besprochen wurde und was wer getan hat.

5. Der Teamplayer

Der Teamplayer möchte vor allem, dass sich alle verstehen und eine gute Arbeitsatmosphäre herrscht. Er will, dass alle zu Wort kommen und jede Meinung berücksichtigt wird. Sein Manko ist, dass er schlecht mit Konflikten und Konfrontation umgehen kann. Darum tritt er oft in den Hintergrund und kann seine Meinung und sein Potential nicht voll ausleben. Er ist aber ein guter Vermittler, wenn seine Teamkollegen aneinander geraten.

6. Der Seher

Der Seher sieht nicht nur das Projekt des Teams, sondern auch alles, was davon abhängt, im großen Kontext: Wie passt das Projekt in unsere Unternehmenskultur? Was bringt das Unternehmen über das Projekt hinaus weiter? Er vergisst dabei manchmal die Ziele, auf die er im Team hinarbeiten muss. Außerdem wird er von seinen Teamkollegen oft nicht verstanden, da er als verträumt oder nicht konzentriert und zielgerichtet genug angesehen wird.

Natürlich existieren diese Charaktere nicht in Reinform. Jeder von uns hat verschiedene Eigenschaften von den obigen Charakteren. Es kann allerdings helfen, sich bewusst zu machen, zu welchem Charakter man tendiert, um besser im Team arbeiten zu können. Wer zur Dominanz tendiert, sollte sich z. B. etwas zurücknehmen. Wer eher ein Teamplayer ist, sollte dagegen lernen, für seine eigenen Interessen einzutreten.

Im Endeffekt funktioniert Teamwork meistens doch. Das muss aber nicht immer an den Qualitäten der Teamkollegen liegen, sondern daran, dass es in den meisten Fällen einfach funktionieren muss. Dennoch ist Teamwork effektiver und macht mehr Spaß, wenn alle Beteiligten sich gut verstehen und auf dasselbe Ziel hinarbeiten.

Zur Autorin: Eva Mattern ist Content Editor bei Springest, einer unabhängigen Online-Plattform zum Vergleich von Fort- und Weiterbildungen.

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