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Knigge für das Firmen-Volksfest

Oktoberfest, Lebkuchenherz [Quelle: pixabay.com, Autor: motointermedia]

Quelle: pixabay.com, motointermedia.

Mitte September ist es wieder soweit: Das Oktoberfest lockt Millionen Besucher auf die Theresienwiese, und auch in anderen Städten wird im Festzelt kräftig geschunkelt. Auch Firmen nutzen die Volksfeststimmung, um mit Mitarbeitern und Kunden zu feiern. Was nach einer entspannten Party klingt, birgt allerdings viele Fallstricke. Ein Knigge für Praktikanten, Werkstudenten und andere Firmen-Feier-Gäste.

Der Dresscode: Muss es denn immer Tracht sein?

Tracht wird auf dem Oktoberfest immer beliebter. Dirndl und Lederhosen gehören irgendwie dazu. Allerdings ist die Wahl der passenden Tracht eine Wissenschaft für sich. Viele Touristen kaufen sich in Bahnhofsnähe irgendwelche "Trachten-Sets" oder pinkfarbene Dirndl, die gerade einmal bis zu den Knien gehen. "Echte" Bayern mögen es dagegen traditionell und wählen eher schlichte Trachten. Außerhalb von München kannst du dich auf dem Volksfest übrigens ruhig in normaler Kleidung sehen lassen: Jeanshose und Karohemd sind dort völlig in Ordnung. Einen einheitlichen Dresscode gibt es also nicht.

Mit Kollegen und Kunden ins Bierzelt

Wenn du mit Kollegen und Kunden auf ein Volksfest gehst, darfst du eines nicht vergessen: Es handelt sich um eine berufliche Veranstaltung – deshalb solltest du professionelles Verhalten an den Tag legen. Das bedeutet natürlich nicht, nur steif am Tisch zu sitzen. Feiern ist erwünscht, schließlich bietet das ungezwungene Umfeld gute Voraussetzungen, sich kennenzulernen und zu netzwerken. Allerdings solltest du niemals die Professionalität verlieren. Das heißt: Trinken - ja, betrunken sein - nein; Small Talk - ja, private Geschichten ausplaudern - nein; charmant sein - ja, anbandeln - nein. Im Grunde genommen gilt für Bierzeltbesuche mit Kollegen und Kunden die gleiche Regel wie für jede Firmenfeier: Tue nichts, was dir am nächsten Tag leid tut.

Per "Du" mit Chef und Kunden? – Ja, aber …

Auf den Oktoberfesten dieser Republik herrscht eine ausgelassene Stimmung. Da kann es leicht vorkommen, dass der formelle Umgangston gegen ein freundliches "Du" getauscht wird (wenn sich in deiner Firma nicht sowieso alle duzen). Bleibt die Frage nach dem Morgen danach: Sollst du deine Chef dann immer noch duzen? Ist der Kunde des Großkonzerns auch in der nächsten Verhandlung noch "der Frank"? Hier ist Zurückhaltung geboten: Am besten wartest du ab, ob dich dein Chef am nächsten Tag imer noch mit "Du" anspricht. Dann kannst du es ihm gleichtun. Und wenn du das nächste Mal mit dem Kunden telefonierst? Wenn du ein freundliches "Sie" verwendest, wird er dich aller Wahrscheinlichkeit nach korrigieren und "Wir waren doch schon beim Du" sagen.

Oktoberfest als Karriere-Faktor?

Am Oktoberfest (bayerisch "Wiesn") scheiden sich die Geister: Die einen lieben es, die anderen sind froh, wenn die 16 Tage endlich vorbei sind. Bleibt die Frage, ob man die Einladung zur Firmenwiesn nicht einfach ausschlagen kann. Man kann! Allerdings hat sich gezeigt, dass Firmenfeiern und Kundenveranstaltungen für die Karriere nützlich sein können. Oft entstehen im ungezwungenen Rahmen außerhalb des Büros interessante Gespräche, an die du später anknüpfen kannst. Wer seinen Gesprächspartner besser kennengelernt hat, baut Vertrauen auf, das für Karriere und Geschäftsbeziehung sehr nützlich sein kann. Studien haben gezeigt, dass diejenigen, die mit Kollegen und Kunden auch außerhalb des Unternehmens Kontakt halten, schneller Karriere machen als die, die nach der Arbeit direkt nach Hause gehen. Das heißt: Auch das Oktoberfest kann ein guter Ort sein, um Netzwerke zu stärken – egal ob in München oder anderswo.

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