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Wir haben eh keine Zeit

Like, Share, Tweet - Social Media (© Rawpixel - Fotolia.com)

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Bloß keine Partyfotos bei Facebook hochladen! Geben Sie keine persönlichen Daten im Internet preis! Unterschreiben Sie keine Online-Petitionen! So oder so ähnlich fangen viele Ratgeber an, die sich mit Bewerbungen und Internet befassen. Warum? Weil angeblich Personaler jeden Bewerber googeln, ihn bei Facebook ausspähen und seine Partyfotos bei StudiVZ durchklicken.

Das ist Blödsinn. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Personaler so viel Zeit darauf verwenden, ihre Bewerber auszuspionieren. Diese Zeit haben sie nämlich schlicht nicht. Das zeigt auch eine Umfrage unter einigen großen Unternehmen, die bei ZEIT Online veröffentlicht wurde. Wer nämlich jedes Jahr tausende Bewerbungen bekommt und dabei die Fehlgriffe aussortieren muss wird sich hüten, diese Bewerber auch noch alle zu googeln. Die Personaler haben schließlich auch noch andere Aufgaben.

Klar, einige Bewerber, vor allem die, die sie sich näher anschauen wollen, googeln Personaler vielleicht. Aber das ist kein Problem, denn:

  • Man kann seine Profile in Social Networks so einstellen, dass nicht jeder sofort alles sehen kann. Auch die berüchtigten Partyfotos bleiben so verborgen.
  • Außerdem finden es viele Personaler gut, wenn ihre Bewerber auch im Internet Spuren hinterlassen. Denn das heißt, dass sie internetaffin sind und sich mit den neuen Medien auskennen. Ein wichtiges Kriterium heutzutage.
  • Drittens: Viele Unternehmen - zum Beispiel Bertelsmann - nehmen sogar über Facebook und Co. Kontakt zu ihren Bewerbern auf.
  • Über ein von dir gesteuertes Online-Profil (Facebook, Xing, twitter, Veröffentlichungen, Veranstaltungen) kannst du einen guten Eindruck hinterlassen. Wenn Personaler nämlich Informationen zu dir finden, die dich in ein gutes Licht rücken, hast du einen Vorteil.
  • Viele Unternehmen sind auf die neuen Medien noch gar nicht richtig eingestellt. Sie haben keine Tools, um gezielt und umfassend nach Bewerbern zu suchen. Oder sie fürchten die unklare Rechtslage.

Du und Social Networks

In welchen Online-Netzwerken bist du unterwegs? Hast du überall Profile und machst dir Sorgen um den Datenschutz? Sag es uns in einer kleinen Umfrage.

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Egal, ob du dich auf ein Praktikum, einen Job oder ein Stipendium bewirbst: Wir haben hier die wichtigsten Infos zum Thema Bewerbung zusammengefasst.

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Kommentare (4)

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  1. Lilu

    Was bringt ein Anruf beim früheren Arbeitgeber? Führt zu Misstrauen beim Kandidaten. Warum sollte er einem Arbeitgeber, mit dem ihn noch nicht mal ein Vertrag verbindet, derartige Erlaubnisse erteilen, Informationen über ihn zu sammeln? Ebenso ist auch eine Recherche auf Facebook angemessen.

  2. Lilu

    NEEIN, wir haben ja gar keine Zeit...;-) Um frühere Arbeitgeber auszufragen, Kontostände oder Krankenstände auszuforschen reicht sie aber. Dass sie plötzlich bei verbesserten Recherchemöglichkeiten der Privatsphäre (und Gesundheitsrisiken!) NEIN sagen... na ja, wers glaubt wird seelig.... ;-))

  3. Melanie

    Naja, man kann ja bei Facebook verschiedene Listen erstellen. Ich habe zB alle meine "beruflichen" Kontakte in einer Liste und diese Liste von den Statusmeldungen ausgeschlossen. Sie können auch nicht alles sehen, was bei mir passiert. Da muss man sich ein bisschen in die Einstellungen reinfuchsen und dann geht das schon. Was ich toll fände, wenn FB es einrichten würde, dass man quasi 2 Accounts in einem hat. Mit zwei Bildern etc. SO kann man das viel leichter trennen und auch seinen "business account" richtig nutzen. Mal schauen, ob das irgendwann kommt... Melanie

  4. Maurice

    Hallo, ich denke auch, dass Personaler heute nicht jeden Bewerber in Online Communities suchen können. Ich frage mich aber ob das Adden eines Unternehmens "als Freund" über Facebook nicht das Nutzungsverhalten derjenigen stark verändert. Damit wird das Profil zu einem halben Xing Account und alle privaten Nachrichten müssten Arbeitgeberkompartibel sein. Keine guten Aussichten oder vielleicht die Zeit sich ein zweites Profil anzulegen? viele Grüße Maurice

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