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Spielend zum Master-Abschluss

Digitale Bildung, Laptop, Lernen [Quelle: unsplash.com, Autor: John Schnobrich]

Quelle: unsplash.com, Autor: John Schnobrich

Die Business-Schools haben die digitale Herausforderung angenommen. Doch die nächste steht bereits vor der Tür.

Lernen ohne Internet? Genauso gut könnte man Studenten fragen, ob sie eine Telefonkarte dabei haben. Virtuelle Hörsäle, Onlinetests und Lern-gruppen via Chat sind längst Standard bei Business-Schools und Bildungsanbietern aller Art. Speziell die deutschen Hochschulen taten sich jedoch lange schwer damit, digitale Lehrmethoden einzuführen. Ohne den persönlichen Kontakt in der Vorlesung gehe ein wichtiger Aspekt des Studiums verloren, so die Befürchtung.

Heute ist klar: Es geht nicht um ein Entweder-oder, sondern um ein Sowohl-als-auch. Das sogenannte Blended Learning, die Verschmelzung von digitalem Lernen und Präsenzunterricht, das von Vertretern führender Business-Schools schon vor fünf Jahren zur Zukunft der Business-Bildung erklärt wurde, hat sich weitgehend durchgesetzt. Doch dabei wird es kaum bleiben.

Aufbauen oder einkaufen

Zahlreiche Business-Schools hätten zwar viel über Blended Learning diskutiert, aber wenig davon umgesetzt, kritisiert Nils Stieglitz, designierter Präsident der Frankfurt School of Finance & Management. Zwar sei das Ende der klassischen Vorlesung noch weit entfernt. "Aber wir müssen noch viel mehr darüber nachdenken, wie wir digitale Inhalte mit Präsenz -unterricht verknüpfen können."

Das größte Problem sieht er in der Aufmerksamkeitsspanne der Studenten, die digital einfach anders sei als bei einem physisch anwesenden Dozenten. "Ich glaube, dass Interaktion im Klassenzimmer wichtig ist. Aber sie muss durch digitale Medien ergänzt werden", sagt Stieglitz. Denn den Business-Schools droht eine neue, digitale Konkurrenz zu erwachsen – durch Internetkonzerne und Onlinenetzwerke. Und darauf sind die wenigsten vorbereitet.

Allein die technischen Voraussetzungen stellen für viele Hochschulen eine große Herausforderung dar. Eine eigene digitale Lernplattform aufzubauen ist extrem aufwendig und erfordert viel Expertise. Die Alternative ist, mit einem externen Dienstleister zusammenzuarbeiten und sich das nötige Wissen einzukaufen. Das wiederum ist extrem teuer.

Den ersten Weg ist die Madrider IE Business-School gegangen, die als Marktführer bei digitaler Bildung gilt. Sie hat mit ihrem "Wow-Room" einen virtuellen Hörsaal geschaffen, in den sich die Studenten online einwählen können. Die Berliner ESMT hat sich für ein Kooperationsmodell entschieden, jedoch mit einem eigenen Ansatz. "Wir bauen dieses Jahr etwas ganz Neues auf", kündigt der stellvertretende Dekan Nick Barniville an. Er sieht die Zukunft in der Zusammenarbeit mit vielen Partnern.

Konkret heißt das: Die ESMT schließt sich mit anderen Anbietern, die bereits Lernplattformen implementiert haben, zu einem Netzwerk zusammen und will so die weltweit führende Blended-Learning-Plattform schaffen. Wer diese Partner sind, will die Schule demnächst bekanntgeben. "Die Idee hinter diesem offenen Zugang unter Business-Schools ist, dass wir unsere Erfahrungen sammeln und einbringen, sodass am Ende alle mehr davon haben", so Barniville.

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