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Zu krank zum Arbeiten, aber gesund genug zum Sporttreiben

Krank im Büro (Quelle: fotolia, Autor: ivan kmit)

© ivan kmit - Fotolia.com

Welche Rechte haben Arbeitnehmer bei Krankheit? Und welche Pflichten gelten im Krankheitsfall? e-fellows.net gibt Antworten.

Berater Max Mustermann hat sich so auf den Bowling-Abend mit seinen Freunden am Freitagabend gefreut. Jetzt ist es Donnerstagabend, und eine Stimmbandentzündung macht ihm zu schaffen. Für morgen wird er sich wohl krankschreiben lassen, schließlich ist er den ganzen Tag beim Kunden vor Ort und muss viel reden, was seiner Stimme gar nicht gut tun würde. Jetzt muss er wohl auch auf den Bowling-Abend verzichten. Wer nicht arbeiten kann, kann schließlich auch nicht ausgehen, oder?

Hauptsache, es macht gesund

Die Antwort ist eindeutig: Kommt drauf an. Grundsätzlich muss ein Arbeitnehmer im Krankenstand alles tun, um die Genesung zu beschleunigen. Er muss also unbedingt den Anweisungen des Arztes Folge leisten. Für alles, was der ärztliche Rat nicht abdeckt, gilt das, was er aufgrund seiner allgemeinen Lebenserfahrung wissen müsste. Wenn also der Arzt bei einer Grippe absolutes Sportverbot erteilt, gilt das Verbot – nach allgemeiner Lebenserfahrung – auch für alle anderen körperlichen Anstrengungen. Einem Freund beim Umzug in den vierten Stock ohne Aufzug zu helfen wäre in diesem Fall also tabu.

Doch muss man nicht bei jeder Krankheit das Bett hüten. Bei Rückenschmerzen kann die sitzende Tätigkeit im Büro zur Qual werden, Bewegung aber die Genesung fördern. Wenn man dann vom Chef beim Gymnastiktreiben im Park erwischt wird, hat man nichts zu befürchten.

Krank ist nicht gleich krank

Und was ist mit entspanntem Kaffeetrinken im Freundeskreis, während die Kollegen sich abrackern? Auch hier macht die Krankheit den Unterschied: Hat der Arzt wegen hohen Fiebers Bettruhe verschrieben, sind auch Treffen mit Freunden verboten (es sei denn, die Freunde bringen den Kaffee ans Krankenbett). Hat man ein gebrochenes Bein, ist gegen einen Plausch im Café nichts einzuwenden.

Wer nicht die Genesung fördert, riskiert die Kündigung

Komplizierter ist der Fall eines Arbeitnehmers, der sich wegen Problemen mit der Wirbelsäule krankschrieben ließ, aber gleichzeitig an einem Fußballturnier teilnahm. Fußballspielen mit Rückenproblemen kann der Heilung nicht förderlich sein, dachte der Arbeitgeber und drohte mit der Entlassung. Wenig später wurde bei dem Arbeitnehmer ein Nierenstein entdeckt, der möglicherweise die Ursache für die Rückenschmerzen war. Der Arbeitnehmer dachte, er sei fein raus, da das Fußballspielen die Genesung ja nun gar nicht behindert hätte. Die Entlassung war in diesem Fall jedoch gerechtfertigt, denn die allgemeine Lebenserfahrung besagt, dass Fußballspielen bei Wirbelsäulenproblemen schädlich ist, egal, was sich später als die Ursache der Schmerzen herausstellt.

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