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Gefälschte Bewerbungsunterlagen

Gefälschte Zeugnisse (Quelle: fotolia, Autor: Digitalpress)

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Aus drei mach zwei, aus zwei mach eins: Wer in Zeugnissen seine Noten ändert, mag bei der Bewerbung zwar dem Personaler ein Schnippchen schlagen, kann aber sehr plötzlich die Retourkutsche bekommen - sogar noch nach vielen Jahren im Job.

Nach acht Jahren fristlos entlassen: Das passierte 2006 einem Metallarbeiter, weil er seine Noten im Ausbildungszeugnis "verschönert" hatte. Dem Arbeitgeber fiel der Schwindel auf, als er bei einem anderen Mitarbeiter ein gefälschtes Zeugnis vermutete und so auch weitere Unterlagen unter die Lupe nahm.

Jahrelange Arbeit schützt nicht vor Entlassung

Ähnliches ist von einer Krankenschwester bekannt, die 2007 sogar nach 14 Jahren im Job fristlos entlassen wurde, weil sie ausländische Zeugnisse gefälscht hatte. Wer sich also mit erfundenen Abschlüssen und selbstverbesserten Noten durchs Bewerbungsverfahren mogelt, kann sich selbst noch nach Jahren damit ins eigene Fleisch schneiden.

Die Entscheidung des Arbeitgebers fehlgeleitet

Wenn der Betrug ans Licht kommt, kann der Arbeitgeber den Arbeitsvertrag anfechten wegen arglistiger Täuschung. Das geht zwar nur, wenn der Arbeitnehmer zumindest teilweise auf Grund der gefälschten Unterlagen eingestellt wurde. Jedoch stehen hier die Chancen des Betrügers schlecht, seinen Arbeitsplatz zu behalten. Denn in der Regel beeinflussen alle Bewerbungsunterlagen die Entscheidung des Arbeitgebers, wen er einstellt. Bekommt der Arbeitgeber dann Recht, ist eine Kündigung nicht mehr nötig - das Arbeitsverhältnis endet fristlos, wenn auch nicht rückwirkend.
 
Sinn dieser strengen Rechtsprechnung ist, dem Arbeitgeber einen gerechten Vergleich der Bewerber zu ermöglichen. Wer nämlich in Unterlagen mogelt, beeinträchtigt die Willensfreiheit des Arbeitgebers bei der Bewerberauswahl und ist damit für den Irrtum bei der Stellenbesetzung verantwortlich.

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