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Es fehlt an Fachkräften

Grafik Pfeil nach unten [Quelle: sxc.hu/Autor: kedy]

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Die gute Nachricht zuerst: 2035 werden laut Prognose nur gut halb so viele Menschen arbeitslos sein wie heute. Die schlechte Nachricht ist, dass dann trotz schrumpfender Bevölkerung immer noch 1,875 Millionen Menschen ohne Job sein werden. Der Hauptgrund für die Unterbeschäftigung ist das schwache Wachstum von nur einem Prozent pro Jahr.

 Trotz der Arbeitslosigkeit steht deutschen Firmen aber ein bedrohlicher Fachkräftemangel ins Haus. Nicht jeder Erwerbslose könne jede freie Stelle besetzen, warnen die Forscher. Die Nachfrage nach einfachen Industrie-Jobs sinke, während die nach qualifizierten Dienstleistern steige. Bereits im letzten Aufschwung hatten die Unternehmen den Fachkräftemangel zu spüren bekommen. Vor allem größere Mittelständler klagten, wie schwer es sei, Experten in die Provinz zu locken. So bezifferte das Institut der deutschen Wirtschaft 2006 den Verlust an Wertschöpfung durch Fachkräftemangel auf 3,5 Milliarden Euro.
 
 Laut Prognos dürfte 2030 bei konstanter Erwerbsbeteiligung und Arbeitszeit die Lücke bei rund 5,2 Millionen Arbeitskräften liegen. Vor allem Arbeitnehmer mit Hochschulabschluss oder beruflichem Abschluss würden zur Mangelware. Jede vierte Akademiker-Stelle und jeder zehnte Posten für Menschen mit beruflichem Abschluss dürften 2030 unbesetzt bleiben. Besonders knapp werden dann Ingenieure und Naturwissenschaftler sein.
 
 Allein die von den Prognos-Experten unterstellte Verlängerung der jährlichen Arbeitsstunden je Erwerbstätigen von heute 1.400 auf rund 1.500 im Jahr 2030 sowie der Anstieg der Erwerbsquote von 80 auf 92 Prozent reichen nicht aus, um diesen Trend zu stoppen. Vielmehr müsse auch über eine längere Lebensarbeitszeit und eine spürbar steigende Zuwanderung nachgedacht werden, heißt es. Damit diese Rechnung aufgehe, müssten Zuwanderer besser integriert und die Anreize zum lebenslangen Lernen deutlich verstärkt werden.

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