Brainstorming
Ideensturm Brainstorming
Sechs Leute sitzen an einem Tisch und rufen in den Raum. Das ist kein wildes Durcheinander, sondern Brainstorming - Problemlösung durch spontane Ideen. Sechs Köpfe denken einfach mehr als einer.
Gemeinsam kreativ sein statt alleine brüten - das ist Brainstorming. In einer kleinen Gruppe nennt jeder seine spontanen Einfälle zu einem Thema, um gemeinsam ein Problem zu lösen. Eine empfehlenswerte Größe für eine Brainstorming-Gruppe liegt bei fünf bis neun Teilnehmern.
Jede Idee hat eine Chance
Damit die spontanen Ideen nicht ausarten, muss man sich an bestimmte Regeln halten. Die wichtigste: Jede Idee – unabhängig davon, ob sie realistisch ist oder nicht - wird aufgenommen. Kritik an anderen oder Selbstkritik haben beim Brainstorming nichts verloren. Außerdem ist es die Menge der Gedanken, die wichtig ist. Ob man sie wirklich umsetzen kann, ist Nebensache. Denn auch unrealistische Ideen können inspirieren.
Der Moderator - Schiedsrichter im Brainstorming
Ein Moderator ist zum erfolgreichen Ideensammeln sehr wichtig. Er muss die Teilnehmer zum Thema zurückführen, wenn sie abschweifen. Gute Moderatoren kontrollieren, dass die Teilnehmer die Regeln einhalten und greifen ein, wenn jemand Andere nicht zu Ende reden lässt oder kritisiert. Wenn das Brainstorming stockt, bringt er die Teilnehmer wieder dazu, neue Ideen einzubringen. Gesprächspausen sollten so kurz wie möglich sein.
Regeln fürs Brainstorming
Regeln für Teilnehmer
- Quantität vor Qualität der Ideen
- Der Phantasie freien Lauf lassen
- Keine Kritik
- Ideen aufnehmen und weiterentwickeln
Regeln für den Moderator
- Teilnehmer in das Problem einführen
- Fragen aufwerfen und Teilnehmer aktivieren
- Regeleinhaltung überwachen
- Verbindungen schaffen
Ablauf
- Teilnehmerauswahl: Optimal sind ein interdisziplinäres Team und eine Mischung aus Experten und Laien.
- Zeit und Ort: Der Raum sollte ruhig sein. Für eine lockere Runde sind bequeme Möbel wichtig. Ein Brainstorming dauert normalerweise 20 bis 40 Minuten.
- Briefing: Jeder Teilnehmer bekommt wichtige Infos über das Problem.
- Einführung: Der Moderator führt in das Thema ein.
- Brainstorming-Phase: Die Teilnehmer nennen ihre Assoziationen zum Problem. Die Ideen werden auf Tonband, Video, Flipcharts, Blättern oder einer Tafel festgehalten.
- Nachbereitung: Der Problemsteller ordnet, gliedert und bewertet die Ideen.
Vorteil: gemeinsam kreativer sein
Das Ziel ist, durch unterschiedliche Gedanken mehrerer Personen gemeinsame Problemlösungen zu erarbeiten. Eine einzelne Person grübelt oft und dreht sich sprichwörtlich geistig im Kreis. So braucht es oft lange, kreative Lösungen zu finden. Mehrere Leute in einer Gruppe haben mehr Ideen und lösen Probleme so schneller und kreativer. Außerdem ist Brainstorming leicht durchzuführen und kostet nicht viel.
Nachteile der Brainstorming-Technik
Der Erfolg des Brainstormings hängt stark von den Teilnehmern ab - oft sind Konflikte vorprogrammiert. Viele Vorschläge sind in der Praxis unbrauchbar und es ist aufwendig, die wirklich geeigneten Ideen herauszufiltern.
In freundlicher Kooperation mit bwl24.net (http://www.bwl24.net/blog/2009/03/02/brainstorming-ein-ideensturm/)
