Online-Netzwerke für die Karriere nutzen
Netzwerken, bis der Job kommt
Kaum ein Student, der sie nicht nutzt: Social Networks wie Facebook, StudiVZ, Xing oder die e-fellows.net community. Immer öfter verschwimmen dabei die Grenzen zwischen privatem Plausch und Netzwerken für den Job. Gewusst wie, eröffnen sich dir dadurch neue Chancen.
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Seite 2: Wie funktioniert effektives Netzwerken?
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Nicht ohne mein Netzwerk: 51 Prozent der deutschen Internet-Nutzer waren im Dezember 2008 bei einem oder mehreren Social Networks angemeldet. Damit haben die Deutschen rasant aufgeholt: Im Jahr zuvor tummelten sich erst 39 Prozent bei StudiVZ, Xing & Co. Trotzdem hinkt Deutschland Ländern wie Brasilien (80 Prozent), Spanien (75 Prozent) oder Japan (70 Prozent) deutlich hinterher. (Quelle: Nielsen online).
Netzwerke im Internet - kein Jugendphänomen
Zwischen Dezember 2007 und Dezember 2008 stieg die Zeit, die User weltweit in Communitys verbrachten, um 63 Prozent. Den Löwenanteil daran hat Facebook: Mehr als fünf Mal soviel Zeit verbrachten die User 2008 dort. Das Kontakteknüpfen im Internet ist außerdem längst kein Jugend-Phänomen mehr: Den größten Nutzeranstieg verzeichneten die Communitys in der Altersgruppe 35-49 Jahre mit 11,3 Millionen neuen Usern.
Wusstest du schon, dass...
... Internetnutzer inzwischen mehr Zeit in Social Networks verbringen als mit privaten E-Mails? Das ist das Ergebnis einer Untersuchung von Nielsen Online. Die Zeit, die die User in Communitys verbringen, wächst dreimal schneller als die Online-Nutzung insgesamt und macht fast zehn Prozent der gesamten Nutzungsdauer aus.
Warum du in Online-Netzwerken aktiv sein solltest
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Business-Netzwerke sind reiche Fischgründe für Headhunter, Personalverantwortliche und Recruiter.
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Die klassische Bewerbung wird immer mehr zu einem Baustein unter mehreren. Dein Xing-, Facebook- oder Twitter-Profil vermittelt einen umfassenderen und authentischeren Eindruck deiner Person und deiner Kompetenzen, als eine Bewerbungsmappe.
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Vitamin B: Mehr als die Hälfte der Hochschulabsolventen kommt heute über einen schon bestehenden Kontakt an den ersten Job.
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Ein vollständiges Profil ist Werbung in eigener Sache mit vergleichsweise wenig Aufwand. Mit den richtigen Schlagworten wirst du gefunden, statt zeitaufwändig selbst zu suchen. Wie das geht, erfährst du auf Seite 2.
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Der "Zenker-Braasch-Effekt": Wer sich in Diskussionen mit guten Beiträgen zu Wort meldet, beweist seine Kompetenz. Das spricht sich herum.
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Wer in einem Social Network aktiv ist, beweist seine Internet-Affinität. In vielen Branchen ist das ein Plus.
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Soft Skills! Wer Kontakte hat und sie pflegt, signalisiert: "Ich bin aufgeschlossen, sozial, hilfsbereit und gut vernetzt." Networking-Skills werden in vielen Jobausschreibungen explizit verlangt.
- Networking ist nicht gleich Klüngel. Beim Klüngeln verschaffen sich die Partner wechselseitig Vorteile, die durch Leistung nicht gerechtfertigt sind. Zurecht ist Klüngelei verpönt - Networking ist aber etwas anderes: Professionelle Beziehungspflege, die auf dem Prinzip "Geben und Nehmen" beruht.
Welches Netzwerk ist das richtige für mich?
Es bringt nichts, wenn du 15 Profile anlegst und dann keine Zeit hast, sie zu pflegen. Überlege dir also, was du brauchst. Netzwerke wie Xing oder LinkedIn sind explizit für das Knüpfen von Geschäftskontakten gedacht, denn hier sind alle Branchen vertreten. Andere Netzwerke wie die e-fellows.net community sind exklusiver. Hier wird die Zugehörigkeit zum verbindenden Element - ein Vorteil gegenüber den großen Netzwerken, meint Mentor Dennis Eggert von der Unternehmensberatung Detecon. (s. Interview S. 3)
Der authentischer Eindruck siegt
Interessanter als Xing oder LinkedIn sind für manche Personaler private Netzwerke wie Facebook oder StudiVZ. Dort, so die Vermutung, verrätst du etwas über deine Interessen und deine Persönlichkeit - und damit, ob du in ein Unternehmen passt oder nicht. Damit lassen sich private Netzwerke auch für die informelle Jobsuche zweckentfremden.
Lustige Inhalte erlaubt
Natürlich sind in solchen privaten Netzwerken persönliche und lustige Inhalte erlaubt und erwünscht. Wenn du dein Profil nur für deine Kontakte sichtbar machst und ein "normales" Profilfoto verwendest, musst du dir keine Sorgen machen, dass Personaler zuviel Privates über dich erfahren. Facebook will demnächst die Möglichkeit anbieten, einzelne Statusmeldungen nicht nur für die eigenen Kontakte sichtbar zu machen, sondern auch für Leute zu veröffentlichen, mit denen du nicht verkontaktet bist. Und in der e-fellows.net community kannst du zwei verschiedene Profilbilder hochladen und einstellen, welches davon die Unternehmensvertreter und welches die e-fellows sehen.
Hilfe, meine Privatsphäre!
21,9 Prozent aller Jobsuchenden verzichten laut einer Umfrage von Stepstone unter 4.500 Fach- und Führungskräften auf eine Mitgliedschaft in sozialen Netzwerken. Grund: Sie haben Angst, durch zu private Inhalte wie Partybilder ihrer Karriere zu schaden. Weitere 35,7 Prozent achten darauf, im Internet nicht zu viel von sich preis zu geben. (Quelle: Karrierebibel.) Hinter einer solchen Entscheidung steht oft das Gerücht, dass Personaler über Software verfügen, mit denen sie selbst Profile lesen können, die du nur für deine direkten Kontakte zugänglich gemacht hast. Wie gesagt: ein Gerücht.
Die bekanntesten Online-Communitys für den Beruf
| Name | Charakter | Gebühren |
|---|---|---|
| 7 Millionen Mitglieder, vor allem aus Deutschland | Basismitgliedschaft mit eingeschränkten Funktionen gratis, Premiummitgliedschaft ab 4,95 Euro im Monat | |
| weltweit größtes Netzwerk für Businesskontakte mit über 40 Millionen Mitgliedern, die Hälfte davon aus den USA | Basismitgliedschaft mit Grundfunktionen frei | |
| e-fellows.net community | Karriere-Netzwerk für Stipendiaten und Alumni von e-fellows.net. 17.000 Mitglieder | kostenlos |
| Social Network, das sich auch für die Jobsuche zweckentfremden lässt. 250 Millionen Mitglieder weltweit | keine | |
| jobleads.de | Jobportal, bei dem die Vermittlung über persönliche Empfehlungen funktioniert | kostenlos |
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