Direkteinstieg oder Trainee-Programm?
Trainee - der direkte Weg ins Management
Natürlich möchtest du nach dem Abschluss endlich vollwertig arbeiten. Eine Trainee-Stelle - das ist doch wie Gas geben mit angezogener Handbremse: Da hängst du doch noch einmal zwei Jahre in der Karriere-Warteschleife. Was für ein Irrtum.
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Tabelle: Trainee-Programme und Direkteinstieg
- Welche Traineeprogramme gibt es bei den Partnerunternehmen von e-fellows.net?
- Wo kannst du direkt einsteigen?
- Was sind die Voraussetzungen?
- Welche Studiengänge werden gesucht?
- Wo findest du mehr Informationen?
Antworten auf einen Blick in der Job-Einstieg-Tabelle (Excel).
"Edelpraktikant" - eine gemeine Bezeichnung für einen Trainee, und eine, die falscher nicht sein könnte. Praktikanten schnuppern schließlich erstmals in den Berufsalltag hinein, um sich zu überlegen, ob sie diesen Job wirklich viele Jahre machen wollen. Praktikanten erhalten üblicherweise keine Projektverantwortung. Und aus einem Praktikum wird nie direkt eine Karriere.
Auf dem Weg an die Spitze
Die Aufgaben, für die Einsteiger in einem Trainee-Programm geschult werden, sind keine Routine-Tätigkeiten. Für die normale Buchhaltung oder eine Marketing-Assistenz reicht üblicherweise das, was man an der Uni gelernt hat. Wenn es aber schnell in Richtung Führungsposition und Mitarbeiterverantwortung gehen soll, dann kommt die akademische Bildung an ihre Grenzen - und dann greift heute das Trainee-Programm.
Typen von Trainee-Programmen
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Vorbereitung auf die Führungskarriere (Management-Trainee). Das Progamm beinhaltet Rotationen durch verschiedene Abteilungen, um das Denken und Planen in größeren Zusammenhängen zu fördern. In Seminaren werden Führungskompetenz, Rhetorik, Präsentationstechniken und Ähnliches geschult.
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Vorbereitung auf die Fachkarriere (Fach-Trainee): für Einsteiger, bei denen bereits klar ist, in welchem Unternehmensbereich sie später arbeiten werden. Ziel ist die Vorbereitung auf eine Fach-, nicht eine Führungskarriere. Daher sind die Fortbildungen und Praxiseinsätze von Anfang an weniger breit angelegt als bei einem Management-Trainee; der Wechsel durch verschiedene Abteilungen ist unüblicher.
- Projektbezogene Trainee-Programme ähneln den Führungskräfte-Programmen insofern, als auch hier Rotationen an der Tagesordnung sind. Diese Wechsel hängen aber von Beginn und Abschluss eines Projekts ab, in das der Trainee eingebunden wird. So lernt er die einzelnen Abteilungen zwar nicht so breit, aber dafür in einem Arbeitsbereich tiefer kennen.
Mehr als Orientierungsprogramm
Dass viele Absolventen Vorurteile gegen den Begriff "Trainee" haben, könnte daran liegen, dass sich dessen Bedeutung in den vergangenen Jahren gewandelt hat. Im englischen Sprachraum ist ein Trainee schlicht ein "Auszubildener" - vom Lehrling über den Praktikanten bis zu eben jenem Hochschulabsolventen, der in den Beruf einsteigt. Ursprünglich waren auch die deutschen Trainee-Programme darauf ausgerichtet, die Teilnehmer lediglich zu informieren und ihnen die Orientierung zu erleichtern. Um sich von diesen besseren Praktika abzuheben, wählten viele Unternehmen alternative Bezeichnungen - zum Beispiel "Management Start Up" bei Roche oder "Start up!" bei der Deutschen Telekom.
Nachwuchs für die Führungsetage
"Das Angebot richtet sich gezielt an Nachwuchs mit Führungspotenzial", erklärt Christof Schröder, Head of Information Management bei Roche Global Logistics. "Wir bereiten die Teilnehmer in kurzer Zeit auf eine Führungsaufgabe vor." Dementsprechend geht es bei den in vielen Programmen üblichen Stellenrotationen auch weder um die persönliche Unterhaltung noch darum, den Job zu finden, der einem am meisten Spaß macht. Die Stationen in anderen Abteilungen dienen vor allem dem Networking in Teams, mit denen man später zusammenarbeiten wird.
Extrem-Netzwerken - das Hobby des Trainees
Dieses ein- bis zweijährige Intensiv-Netzwerken zahlt sich aus. Allerdings ist die Karriere vom Trainee zum Millionär nicht vorgezeichnet. Die Unternehmen wollen auch von den "Lehrlingen" vollen Einsatz und konkrete Ergebnisse - schließlich ist das Programm auch eine verlängerte Probezeit, bei der der Kandidat auf Herz und Nieren geprüft wird.
Lebenslanges Lernen ist mehr als ein Schlagwort
Wer das Glück hat, in einem Unternehmen mit einem guten Trainee-Programm zu landen, der kann sich sicher sein: Das Lernen hört auch nach der Einstiegsphase nicht auf. Solche Unternehmen setzen sich nämlich meist für die kontinuierliche Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter ein. Selbst dann, wenn die schon selbst zu Mentoren des neuen Nachwuchs aufgestiegen sind.
Was ein gutes Trainee-Programm bieten sollte
- Weiterbildungsmöglichkeiten: Zum einen sollte die fachliche Weiterbildung unterstützt, zum anderen die Soft Skills gefördert werden. Da die meisten Trainee-Programme auf Führungsaufgaben statt einer Fachkarriere vorbereiten sollen, sind Führungskompetenz, Teamfähigkeit, Rhetorik und Präsentation, interkulturelles Know-how und Fremdsprachen essentiell.
- Einblick in das gesamte Unternehmen: Idealerweise lernt der Trainee auch Abteilungen kennen, in denen er später sicher nicht arbeiten wird - aber mit denen er eventuell zusammenarbeiten muss. Die Station in einer fachfremden Abteilung ist bei Bosch und Bosch Rexroth zum Beispiel verpflichtend.
- Auslandserfahrung: Gute Trainee-Programme beinhalten mindestens einen mehrmonatigen Aufenthalt beim Unternehmen oder einer Tochtergesellschaft im Ausland - natürlich nur, wenn das Unternehmen wirklich international tätig ist.
- Netzwerk-Chancen: Wer Trainees von den Führungskräften fernhält, beraubt sie wichtiger Chancen, dazuzulernen. Aber auch die Vernetzung der Trainees untereinander sollte unterstützt werden - das fördert Motivation und Ehrgeiz.
Alles eitel Sonnenschein für Trainees?
Sicher nicht - wie du auf Seite 2 nachlesen kannst.
