"Most Wanted - die Arbeitgeberstudie"
Spaß ist wichtiger als Geld
2010 führten e-fellows.net und McKinsey zum sechsten Mal in Folge die Arbeitgeberstudie "Most Wanted" durch. Dabei wurden mehr als 4.300 e-fellows.net-Stipendiaten befragt, welche Kriterien bei der Arbeitgeberwahl entscheidend und welche Branchen am attraktivsten sind.
"Spaß an der Arbeit", "Begeisterung für die Produkte beziehungsweise Dienstleistungen des Unternehmens" und "Herausfordernde Aufgaben" – das sind die wichtigsten Kriterien für die Wahl des zukünftigen Arbeitgebers. Weniger wichtig für die Stipendiaten ist die "Arbeitsplatzsicherheit", ein "Wahrscheinlicher Bewerbungserfolg" und die "Work-Life-Balance".
Der Vergleich zwischen den Geschlechtern
Zwar sind sich die Stipendiatinnen und Stipendiaten bei den wichtigsten Kriterien einig. Doch während Männer großen Wert auf die "Arbeitsmarktchancen" und die "Internationalität" legen, spielt bei Frauen die "Identifikation mit den Mitarbeitern" und die "Verantwortung gegenüber der Gesellschaft" eine größere Rolle.
Jedem Fach das seine
Auch je nach Fachrichtung haben die Stipendiaten eigene Prioritäten bei der Wahl ihres Wunscharbeitgebers. Die Ingenieure legen großen Wert auf die "Qualität der Produkte", den Wirtschaftswissenschaftlern sind die "Aufstiegschancen" wichtig. Die sind auch für die Mediziner ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des Arbeitgebers. Außerdem achtet diese Gruppe mehr als die anderen auf ihr zukünftiges Gehalt und die "Innovationsstärke" des Unternehmens.
Auch die Mitarbeiter haben Einfluss auf die Wahl
Für die Gruppe der Mathematiker, Physiker und Informatiker sind vor allem die "Wachstumsaussichten", für Biologen, Chemiker und Geologen ebenfalls die "Innovationsstärke" von Bedeutung. Juristen dagegen legen mehr Wert auf den "Ruf der Mitarbeiter", Geistes- und Sozialwissenschaftler auf "kollegiale Zusammenarbeit" und verantwortungsvolles Handeln.
Die e-fellows zieht es in die Wissenschaft
Der akademisch-wissenschaftliche Bereich bleibt die bevorzugte Branche der e-fellows.net-Stipendiaten. Die Unternehmensberatung belegt erneut den zweiten Rang. Auf den Rängen drei und vier folgen die Automobilbranche und die Elektro- und Technologieindustrie. Zum ersten Mal in diesem Jahr wurden auch die Bereiche Medien und Telekommunikation abgefragt. Diese landeten auf Platz sieben und zwölf der beliebtesten Branchen.
Mediziner wollen an die Uni, Geistis in die Medien
Wie auch bei den Kriterien für die Berufswahl zeigen sich auch bei den Branchen je nach Fachrichtung unterschiedliche Präferenzen. Während rund 24 Prozent der Wirtschaftswissenschaftler einen Berufseinstieg in der Unternehmensberatung bevorzugen, streben knapp 30 Prozent der Naturwissenschaftler eine akademische Laufbahn an. Auch bei den Medizinern ist das die beliebteste Branche. Die Ingenieure hingegen möchten am liebsten in der Automobilbranche tätig sein. Die Medienbranche ist vor allem bei den Geisteswissenschaftlern beliebt.
Neue Branchenliste für Juristen
Die Branchenliste für Juristen wurde im Vergleich zum Vorjahr angepasst. So sollen auch Branchen, die hauptsächlich für Juristen interessant sind, abgebildet werden. Das Ergebnis: Knapp 20 Prozent der Juristen bevorzugen Großkanzleien. Auf dem zweiten Rang folgt der öffentliche Dienst mit fast 18 Prozent.
Wo informieren sich High Potentials
Über ihre zukünftigen Arbeitgeber informieren sich die High Potentials hauptsächlich auf den Websites der Unternehmen oder auf Karriereportalen im Netz. Auch Praktika und Gespräche mit Freunden und Familie dienen als wichtige Orientierung. Neu abgefragt wurde in diesem Jahr die "Zeitung" als Informationsquelle. Sie landete mit der "Berichterstattung in den Online-Medien" auf einem gemeinsamen vierten Platz. Wenig relevant für die Informationsbeschaffung sind Blogs, die Newsletter der Unternehmen und Arbeitgeber-Bewertungsplattformen.

13.04.2012 21:32
Hallo,
gibt es eine Möglichkeit als e-fellow an detailliertere Studienergebnisse zu kommen?
Vielen Dank,
Sven