Barbara Gillmann

Ingenieure gesucht

Ingenieurmangel erreicht Rekordhoch

Die Ingenieurlücke ist so groß wie noch nie - fast 100.000 Stellen sind unbesetzt. Das Institut der deutschen Wirtschaft warnt vor Verschärfung der Lage im Frühjahr.

Zum Ende des vergangenen Jahres hat der Ingenieurmangel ein Rekordhoch erreicht: Die Zahl der offenen Stellen ist im Dezember auf 98.300 gestiegen - zugleich sank die Zahl der arbeitslosen Ingenieure weiter auf nun 18.273 Personen. Damit ergibt sich mit 80.400 die größte Ingenieurlücke, die seit Beginn der Aufzeichnungen im August 2000 gemessen wurde, meldet der Verein Deutscher Ingenieure (VDI). Der Mangel war damit ein gutes Drittel höher als im Dezember 2010. Auch gegenüber dem Vormonat wuchs die Lücke um knapp zwei Prozent.

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"Dass die Arbeitslosenzahl sinkt und die Zahl der offenen Stellen steigt, ist untypisch für einen Dezember. Bleibt die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland stabil, ist damit zu rechnen, dass sich die Ingenieurengpässe mit der Frühjahrsbelebung weiter verschärfen werden", sagte der Geschäftsführer des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Hans-Peter Klös, das den Ingenieurmonitor gemeinsam mit dem VDI erstellt.
 
"Nicht nur die Wirtschaft, sondern auch Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind in zunehmendem Maße von Ingenieurengpässen betroffen", so VDI-Direktor Willi Fuchs. Als Gegenmaßnahme sieht etwa die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in den von ihr geförderten Projekten für Doktoranden im Ingenieurbereich bereits heute volle Stellen vor. In allen anderen Bereichen fördere sie maximal 75-Prozent-Stellen, sagte Fuchs.
 
Differenziert man nach Berufsordnungen, ist der Mangel bei den Fertigungs- und Maschinenbauingenieuren am größten: Hier fehlen 33.500 Fachleute. Die zweitgrößte Lücke besteht bei den Elektroingenieuren mit 19600 Personen. Die meisten arbeitslosen Ingenieure finden sich derzeit noch bei den Architekten und Bauingenieuren, wo 5.100 als jobsuchend gemeldet sind. Arbeitslose Maschinen- und Fahrzeugbauingenieure gibt es nur noch knapp 3.700.
 
Regional ist vor allem Süddeutschland betroffen. Allein in Baden-Württemberg und Bayern fehlen zusammen 35.000 Ingenieure. Auch Nordrhein-Westfalen verzeichnete mit 14.300 fehlenden Ingenieuren einen deutlichen Anstieg.

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Kommentare
Wieder ein unwahrer Bericht

Ich frage mich echt, warum die Median bei dieser Fachkräftemangel Lüge mitmachen. Reicht es nicht, dass die Politiker sich von der Wirtschaft mit so einer Lüge veralbern lassen?
Diesen Bericht sollte man eigentlich löschen und der Redakteur, welcher diesen Bericht verfasst hat, sollte sich schämen.
Ich selbst habe ein Diplom (FH) und anschließen einen Master an der Uni gemacht in Elektrotechnik. Nach diesem Bericht sollten mir also die Firmen hinterher laufen und mir ein gutes Gehalt bieten. Was anderes ist aber der Fall.
Also BITTE spart euch endlich solche Berichte solange es noch genügend Arbeitslose Ingenieure gibt. Von den Ingenieuren im Alter von 50+ ganz zu schweigen.
Wenn ihr schon nicht über die Wahrheit berichten könnte, dann schreibt wenigstens gar nichts.

So ein Bullshit. Der Ingenieurmangel ist die Lüge der Industrie, um Gehälter zu drücken, Zeitarbeit zu legitimieren und Stellen zu verlagern ("wir finden hier ja keine Ingenieure"). Die ausländischen Ingenieure "muss" man dann ja billig einstellen, denn sonst wollen die wohl nicht kommen (Geld verdirbt ihren Charakter?).

Völlig lächerliche Argumente welche komplett an der Realität vorbei gehen.

Angebot und Nachfrage

Ich habe die letzten sechs Jahre als Ingenieur gearbeitet. Karriere konnte man als Ingenieur vergessen, die Bezahlung stagnierte seit Jahren und die Arbeitszeiten waren die Hölle.
Ich habe daraus die Kosequenzen gezogen und arbeite jetzt im Marketing unter BWLern: Dummes Gelaber den ganzen Tag, ohne dass ich irgendwelches Fachwissen mitbringen müsste und ohne dass ich nennenswert zur Wertschöpfung beitrage und das bei besserer Bezahlung.
Da kann man sich sein schweres MINT Studium getrost sparen. Anstatt sich zu beklagen, dass es keine Ingenieure gibt, sollte sich die Truppe der Kaufleute in den Führungsetagen lieber mal wieder das Gesetz von Angebot und Nachfrage vor Augen führen.

Vielen Dank John Doe für deinen Kommentar! Bei den Werkstoffwissenschaftlerinnen sieht es auch nicht gerade super aus. Ich bin jetzt im Endeffekt bei den Maschinenbauern an der Uni gelandet und promoviere dort, weil ich nix gefunden habe. Natürlich gibt es auch Leute, die einen Job gefunden haben, aber Arbeitszeiten von 7 bis 18 Uhr, Stress immer knappen Projektdeadlines und Dienstreisen und Co. sollte man sich nicht unbedingt antun müssen, nur um eine Arbeit zu finden.
Außerdem hat man fast das Gefühl, dass die Firmen eher Lockvogelangebote reinstellen und wenn man dann ein Vorstellungsgespräch hat, wird sowieso über eine andere Stelle gesprochen, weil die genannte schon besetzt ist o.ä. Für mich sieht das so aus, als ob die Personaler versuchen, sich so die eierlegenden Wollmilchsäue unter den Ingenieuren möglichst billig rauszupicken.
Ich halte das ganze Ingenieursmangel-Geschrei ebenfalls für Blödsinn, mag ja sein, dass die Firmen Ingenieure brauchen aber offensichtlich ist keiner bereit sie auch einzustellen bzw. zu zahlen!

Ingenieursmangel Lüge

Was ist das wieder für ein komischer Artikel!
Ich dachte das hätten wir endlich hinter uns, aber nein 2012 fängt genau so an wie letztes Jahr.
Wir haben in Deutschland Tausende von arbeitlosen Ingenieuren die Hartz 4 beziehen oder Taxi fahren müssen.Die Gehälter steigen in dem Bereich seit Jahren nicht und 80 % der Absolventen im Ingenieurbereich müssen auswandern weil Sie in Deutschland keine Stelle bekommen. Das ganze ist nur Lohndrückerei. Ich selber bin Dipl.Ing. (FH) Informationstechnik und finde seit meinem Abschluss im Sommer 2011 keine Stelle in Deutschland und werde wohl ins Ausland gehen müssen.
Deswegen rate ich der Autorin dringend das nächste mal besser zu recherchieren oder einfach mal bei google Lüge,Fachkräftemangel eingeben. Ich kann jedem nur dringend davon abraten einen MINT-Studium zu beginnen. Der Aufwand ist in keinem Verhältniss zum Lohn und Nutzenfaktor. Dann lieber Sozialarbeit studieren.
Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast (Winston Churchill). Fachkräftemangel ist echt das Unwort des Jahres ich glaube in Deutschland haben wir eher einen Flachköpfemangel wenn ich mir die Vorstellungen der meisten Personaler so ansehe.

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