BAföG-Erhöhung
Ein Hoch auf die Erhöhung?
Nach langem Hin und Her scheinen Bund und Länder nun zu einem Ergebnis gekommen zu sein: Der BAföG-Satz soll bundesweit um zwei Prozent erhöht werden - das entspricht im Schnitt 13 Euro pro Monat. Die endgültige Entscheidung steht allerdings noch aus.
Viele Monate lang haben sich Bund und Länder um die anstehende BAföG-Erhöhung gestritten - bis Bildungsministerin Annette Schavan endlich einen Kompromiss vorschlug: Bund und Länder teilen sich die Kosten der anstehenden Erhöhung. Dafür soll der Bund die Forschung in den Ländern stärker finanzieren: Rund 130 Millionen mehr für Forschungsmittel sind angedacht.
Die Entscheidung steht noch aus
Ursprünglich wurde für die Erhöhung Gesamtkosten von 360 Millionen veranschlagt, wovon die Länder 160 Millionen tragen sollten. Jedoch forderten die Länder, dass die Kosten allein vom Bund getragen werden sollten. Schavans Vorschlag zur Kostenteilung stellt die meisten Länder nun zufrieden - allerdings muss er noch eingehend geprüft werden. Die Abstimmung findet am Donnerstag, den 14. Oktober, statt.
Diskussion: Sind zwei Prozent mehr zu wenig?
Erhöhung längst überfällig?
Seit 2008 ist der BAföG-Satz nicht mehr erhöht worden. Mit der Erhöhung würde der aktuelle Höchstsatz von 648 auf 670 Euro steigen. Wird nächste Woche eine Entscheidung getroffen, tritt das Gesetz rückwirkend ab dem 1. Oktober in Kraft - höchste Zeit, findet Rolf Dobischat, Präsident des Deutschen Studentenwerks (DSW): "Am 15. Oktober muss nun endlich die Erhöhung kommen", sagte er. "Das ist die letzte Chance für Bund und Länder, ihr Gesicht nicht zu verlieren."
