Südkurier Online
Online-Sales - Spaß am Verkaufen
Tobias Gräser (33) absolvierte erst eine Ausbildung zum Verlagskaufmann und studierte dann Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Marketing an der Universität Bochum. 2005 stieg er als Assistent der Geschäftsführung beim Südkurier ein. Zwei Jahre später wechselte Gräser auf die Position des Teamleiter Online-Sales.
Herr Gräser, in Ihrem Job brauchen Sie ständig kreative neue Ideen. Woher nehmen Sie die?
Ich muss zugeben, dass mir originelle Einfälle meist nicht im Büro kommen. Dafür bin ich einfach zu sehr ins Tagesgeschäft eingespannt. Wirklich gute Ideen habe ich oft morgens unter der Dusche oder abends beim Zähneputzen.
Apropos Tagesgeschäft: Wie sieht bei Ihnen ein Arbeitstag aus?
Als erstes schaue ich morgens auf unserer eigenen Website, welche Kampagnen gerade laufen, und überprüfe dann, was die Konkurrenz macht. Viel Zeit verbringe ich damit, unsere Werbepakete mit den Kunden und den einzelnen Abteilungen abzustimmen: Wir müssen mit der Technik klären, was wir realisieren können, dann diskutieren wir die Preise. Mit den Kollegen aus der Print-Abteilung planen wir Angebote, damit unsere Kunden parallel in der Tageszeitung und auf unserer Website werben können. Meist habe ich viele Kundentermine. Zu Beginn geht es darum, herauszufinden, welche Ziele und welchen Umfang die Werbekampagne eines Kunden haben soll. Schließlich möchte der Kunde einen Erfolg seiner Investition spüren. Später verhandeln wir die Preise. Dann organisieren wir Kampagnen, werten sie im Anschluss aus und planen und verhandeln Folgekampagnen.
Hat ihr Studium Sie auf diese Aufgaben vorbereitet?
Rückblickend kann ich sagen, dass mein Studium genau die richtige Wahl war und mich gut auf meinen Job vorbereitet hat. Trotzdem wünsche ich mir von den Universitäten eine größere Praxisorientierung. Gerade für meinen Job wäre es wichtig, dass die Absolventen bessere Vertriebskenntnisse aus ihrer Uni-Zeit mitnehmen.
Nach dem Studium stiegen Sie direkt als Assistent der Geschäftsführung beim SÜDKURIER ein.
Genau, und das war eine gute Entscheidung. Ich hatte die Möglichkeit, alle Geschäftsfelder des Unternehmens kennen zu lernen und herauszufinden, wo ich mir eine berufliche Zukunft vorstellen kann. Seit Mai 2007 bin ich jetzt Teamleiter der Online-Sales-Abteilung. In meinem Team arbeiten außer mir noch drei Kollegen, dazu kommen ein Auszubildender sowie meist ein Praktikant und eine Aushilfe.
Was erwarten Sie von einem Hochschulabsolventen, der sich bei Ihnen bewirbt?
Studenten sollten Spaß am Verkaufen haben. Ich mache oft die Erfahrung, dass Absolventen gerne Projekte betreuen, aber die eigentliche Vertriebstätigkeit eher als lästige Pflicht empfinden. Mir macht der Kontakt zum Kunden sehr viel Spaß. Dafür braucht man ein gutes Einfühlungsvermögen und Menschenkenntnis: Ich muss mich in den Kunden hineinversetzen können, um zu erkennen, welche Wünsche und Bedürfnisse er hat.
Ein Bewerber sollte außerdem durch Praktika Erfahrungen gesammelt haben und sich im besten Fall schon im Online-Marketing auskennen.
Können Studenten bei suedkurier.de Praxiserfahrung sammeln?
Auf jeden Fall: Wir bieten sowohl Praktika als auch die Möglichkeit, Bachelor- oder Diplomarbeiten in unserem Unternehmen zu schreiben. Ein Praktikum sollte mindestens drei Monate dauern, damit der Praktikant Zeit hat, sich in unsere Projekte einzuarbeiten und auch wirklich etwas lernen kann. Gerne können Praktikanten auch bis zu sechs Monate bleiben.
Du interessierst dich für Praktika oder den Direkteinstieg in der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck? Infos zu diesem Thema findest du hier.
Auf welche zukünftigen Projekte können sich Bewerber bei suedkurier.de freuen?
Unsere nächste große Aufgabe ist der Relaunch unserer Website. Daran arbeiten wir bereits seit einiger Zeit und erwarten noch mal eine spannende Phase, wenn das Projekt dann online geht.
