von Christine Broll

Ingenieure bei Roche Diagnostics

Vom Auto zur Gesundheit

In der Zunft der Ingenieure ist die Gesundheitsbranche als Arbeitgeber nur wenig bekannt. Dabei bietet Roche ihnen in den Werken Mannheim und Penzberg spannende Einsatzfelder – von der Arzneimittelentwicklung über die Produktion bis zur Kundenbetreuung.

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Während ihres Studiums war sich Aleksandra Melke sicher, dass sie später in der Automobilbranche arbeiten möchte. Erst als sie auf der Suche nach einem Trainee-Programm auf das Management-Start-Up-Programm von Roche stieß, rückte die Gesundheitsbranche in ihren Fokus. "Die Entscheidung für Roche war das Beste, das mir passieren konnte", freut sich Aleksandra Melke, die jetzt die Kommissionierung am Standort Mannheim leitet. "Das Arbeitsklima ist sehr menschlich. Man sieht hier Führungskräfte, die auch mal früher gehen, weil ihr Kind Geburtstag hat."

Beliebter Arbeitgeber

Mit seinem guten Ruf als Arbeitgeber hat sich Roche im Ranking der Top-Arbeitgeber eine Spitzenposition erobert. Im "Universum Young Professional Survey Scientist 2009", bei dem 7.745 Young Professionals befragt wurden, kam Roche unter den beliebtesten Arbeitgebern für Naturwissenschaftler auf Rang fünf – wobei Platz eins und drei von den renommierten Forschungseinrichtungen der Max-Planck- und der Fraunhofer-Gesellschaft belegt wurden.

Gute Gründe

Zur positiven Bewertung tragen viele Faktoren bei: Die Vergütung ist attraktiv, die Sozialleistungen sind überdurchschnittlich und die Work-Life-Balance stimmt. Flexible Arbeitszeiten und vielfältige Teilzeitmodelle machen es möglich, Beruf und Privatleben optimal miteinander zu koordinieren.

Roche, Logistik, MSU, Trainee-Programm, Mentorenprogramm

Aleksandra Melke stieg im Juni 2006 bei Roche Diagnostics als Logistik-Trainee ein. Vorher hatte sie Wirtschaftsingenieur- wesen an der Uni Karlsruhe mit Schwerpunkt Unternehmensplanung und Logistik studiert. Mittlerweile arbeitet sie als Gruppenleiterin in der Kommissionierung.

Über ihren Job sagt sie: "Wir haben die Produkte als letzte in der Hand", sagt Aleksandra Melke. "Wenn wir unseren Job nicht richtig machen, kommt das Produkt beschädigt beim Kunden an, oder es wird sogar das falsche geliefert."

Wie von Geisterhand gesteuert rollen große Kartons und kleine Päckchen über ein Labyrinth von Förderbändern. Die Pakete enthalten wertvolle Fracht. Von hochempfindlichen Reagenzien bis zu komplexen Geräten sind alle Diagnostikprodukte von Roche dabei. Der gute Geist, der dafür sorgt, dass jedes Paket auf den Förderbändern den richtigen Weg zum Kunden findet, ist Aleksandra Melke. Die 29-jährige Wirtschaftsingenieurin leitet die Kommissionierung am Standort Mannheim, einem der beiden internationalen Logistikzentren des Unternehmens.

Vom Auto zur Gesundheit

Das Trainee-Programm und die Auszeichnung "Top-Arbeitgeber 2006" durch die Zeitschrift "karriere" waren für Aleksandra Melke die Gründe, sich für Roche zu entscheiden und nicht wie ursprünglich geplant in die Automobilbranche zu gehen. Im Juni 2006 begann sie in Mannheim als Logistik-Trainee. So konnte sie an verschiedenen Stationen im Unternehmen Erfahrungen sammeln und Projekte leiten. Betreut wurde sie dabei von einem Mentor. "Bei meinem Mentor konnte ich jederzeit ungezwungen nachfragen. Er half mir nicht nur bei organisatorischen Fragen, sondern machte mir in einer schwierigen Situation auch Mut, meinen Standpunkt zu vertreten."

Drei Monate Auslandsluft schnuppern

Ihren dreimonatigen Auslandseinsatz, der im Management-Start-Up-Programm fester Bestandteil ist, absolvierte Aleksandra Melke in Indianapolis, dem zweiten internationalen Logistikzentrum von Roche Diagnostics. Dort analysierte sie in einem eigenen Projekt sämtliche logistischen Prozesse. Damit sie auch wirklich weiß, wovon sie spricht, packte sie bei der Kommissionierung kräftig mit an.

Als Gruppenleiterin am Förderband

Ans Förderband stellte sie sich auch, als sie im Februar 2008 in Mannheim ihre Stelle als Gruppenleiterin der Kommissionierung antrat. "Ich wollte die Arbeitsabläufe genau kennenlernen", erklärt Aleksandra Melke. Wie laufen die Prozesse? Wo wird welche Ware eingelagert? Und: Wo sind die Schmerzpunkte für die Mitarbeiter? Diese Fragen beschäftigten sie im wahrsten Sinne des Wortes, als sie analysierte, wie anstrengend welche Abläufe sind und wo die Mitarbeiter viel heben müssen.

Verantwortung für 41 Mitarbeiter

Mit ihrer Stelle als Gruppenleiterin bekam Aleksandra Melke über Nacht die Personalverantwortung für 41 Mitarbeiter, von denen die meisten deutlich älter sind als sie. "Anfangs wurde ich von ihnen auf die Probe gestellt", erinnert sie sich. "Ich glaube, das geht allen neuen Führungskräften so. Doch ich habe mich durchgesetzt und damit an Glaubwürdigkeit gewonnen."

Chefin mit offener Tür

Aleksandra Melke nimmt ihre Personalverantwortung sehr ernst und ist bemüht, neben dem Tagesgeschäft genügend Zeit für ihre Mitarbeiter zu haben. "Mir ist wichtig, dass meine Leute wissen, dass sie bei ihrer Chefin eine offene Tür finden und jederzeit mit Fragen oder Problemen zu mir kommen können."

Roche, Außendienst, Teilzeit, Ingenieur

Sigrid Döhler ist Diplom-Ingenieurin für Biomedizinische Technik und arbeitet bei Roche im Außendienst. Sie kümmert sich um den Vertrieb der Molekularen Diagnostik – und das alles in Teilzeit.

Wenn Sigrid Döhler Kunden berät, überzeugt sie durch ihre Kompetenz. Als Diplom-Ingenieurin weiß sie genau, wovon sie spricht. Das schätzen ihre Gesprächspartner. "Ich betreue im Rheinland Kunden in der Molekularen Diagnostik", erklärt die Außendienstmitarbeiterin. "Mit den Instrumentensystemen und Tests von Roche Molecular Diagnostics lassen sich Krankheitserreger direkt nachweisen, indem man ihr genetisches Material analysiert."

Gute Prognosen für die Patienten

So kann man zum Beispiel bei Patienten, die mit HIV infiziert sind, im Blut die genaue Menge der Viren bestimmen. "Daneben bieten wir Tests an, mit denen wir vorhersagen können, ob sich der Tumor eines Patienten mit einem speziellen Krebsmedikament behandeln lässt. Mit einer dritten Gruppe von Tests lassen sich genetische Veranlagungen eines Patienten, zum Beispiel für Thrombose, feststellen."

Kundenbetreuung vor Ort

Sigrid Döhler berät die Kunden zur gesamten Produktpalette von Roche Molecular Diagnostics. Dazu gehören die vollautomatischen Analysensysteme genauso wie die Testkits für die verschiedenen Anwendungen. Den größten Teil ihrer Arbeitszeit ist Sigrid Döhler bei den Kunden vor Ort. Im Beratungsgespräch entwickelt sie Vorschläge, welche Geräte am besten für den jeweiligen Kunden geeignet sind. Sie informiert über neue Produkte und diskutiert Möglichkeiten zur Systemerweiterung. Am Schreibtisch ihres Home Office erstellt sie Angebote, Kalkulationen und Verträge.

Teilzeit auch im Außendienst

Trotz des beruflichen Engagements kommt ihre sechs Jahre alte Tochter nicht zu kurz. Die Diplom-Ingenieurin arbeitet Teilzeit, rund drei Viertel einer vollen Stelle. "Ich schätze es sehr, dass ich die Möglichkeit habe, Teilzeit zu arbeiten, sagt Sigrid Döhler. "Verglichen mit anderen Firmen ist das im Außendienst keine Selbstverständlichkeit."

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