Hengeler Mueller - Programm "Neue Karriere"
Auf neuen Wegen zur Karriere
Eine einzigartige Aus- und Weiterbildung, eine individuelle Karriereförderung und bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf - das sind die drei Ziele der "Neuen Karriere" bei Hengeler Mueller. Kern des Pakets ist ein ambitioniertes, integriertes Studium in Kooperation mit der Universität St. Gallen. Und das ist noch längst nicht alles.
Seite 1: Neue Karrierewege bei Hengeler Mueller
Seite 2: Inhalte des integrierten Studiums
Die "Neue Karriere" von Hengeler Mueller ist ein Maßnahmen-Paket, von dem alle Associates profitieren. Es besteht aus drei Säulen: einem integrierten Studium, individueller Karriereförderung und mehr Flexibilität und Unterstützung für Familien.
Dr. Dirk Uwer ist Partner bei Hengeler Mueller und hat das neue Karriere-Programm gemeinsam mit weiteren Partnern der Sozietät ent-
wickelt. Unterstützt wurde und wird er von der ehemaligen McKinsey-Beraterin Julia Reiche. Sie besetzt die neu geschaffene Stelle "Managerin Professional Development und Recruiting".
Herr Dr. Uwer, Hengeler Mueller hat die Weiterbildung neu strukturiert und dabei wesentlich erweitert. Was war die Motivation dahinter?
Hengeler Mueller steht im Ruf, ein Tanker zu sein, der seit hundert Jahren ruhig auf hoher See kreuzt, effizient, erfolgreich und unbelastet von aktuellen Entwicklungen. Doch starr ist Hengeler Mueller deswegen nicht. Wir schauen regelmäßig, wie wir noch besser werden können. Dabei kamen wir zu dem Schluss, dass wir unsere Ausbildung stärker institutionalisieren und strukturieren müssen. Entstanden ist mit der neuen "HM Akademie St. Gallen" ein sehr ambitioniertes Programm, das unsere jungen Kolleginnen und Kollegen enorm weiterbringen wird.
Wann startet die HM Akademie St. Gallen?
Das Programm startet zum 1. Januar 2010 und gilt für alle Anwältinnen und Anwälte, die seit dem 1. Juni 2009 bei Hengeler Mueller angefangen haben.
Reicht denn das Jura-Studium nicht mehr?
Die Anforderungen werden immer komplexer, vor allem, was nicht-juristische Fragen betrifft. Hervorragende Juristen gibt es ausnahmslos bei Hengeler Mueller, aber wirtschaftliche Fragen sind für unsere Mandanten heute von entscheidender Bedeutung. Noch stärker als vor zehn Jahren setzen Mandanten ein gründliches Verständnis von ihrer Tätigkeit und ihrem Geschäft voraus. Genau da setzen wir an und schulen unsere Juristen auch in Management-Themen.
Hengeler Mueller bietet nun einen integrierten Studiengang in Kooperation mit der Universität St. Gallen an – warum dort?
Dr. Dirk Uwer: Wir haben uns viele Executive Schools angeschaut und uns schließlich für St. Gallen entschieden, weil die Universität eine exzellente Ausbildung bietet und auch gut zu uns passt. Zusätzlich wollten wir die Säule Soft Skills ausbauen: Leadership, Verhandlungstechniken, Selbstmanagement bis hin zu gutem Rechts- und Wirtschaftsenglisch. Auch das bietet die HSG. Wir hatten zwar bereits ein gutes Angebot auch zu diesen Themen, wollten dieses aber stärker akzentuieren. An der Uni St. Gallen gibt es herausragende Dozenten, die uns hierbei unterstützen.
Die zweite Säule des neuen Konzepts ist das "Professional Development", die individualisierte Karriereförderung – was bedeutet das?
Julia Reiche: Neben der Ausbildung steht auch die persönliche Betreuung im Zentrum der Karriereförderung bei Hengeler Mueller. Jeder Associate wird von einem Partner als erfahrener Mentor begleitet. In regelmäßigen Gesprächen mit diesem Mentor sowie den Partnern, mit denen der Associate zusammenarbeitet, werden die Leistungen und die persönliche Entwicklung besprochen. Um die individuelle Karriereförderung von Associates bei Hengeler Mueller kontinuierlich zu verbessern und auszubauen, wurde eigens ein Bereich "Professional Development" etabliert.
Die dritte Säule des Programms zielt auf die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie – was hat es damit auf sich?
Julia Reiche: Für unsere Mitarbeiter ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein ganz wichtiges Thema. Wir haben festgestellt, dass wir unsere Teilzeitmodelle nicht genügend transparent machen, daher werden sie vergleichsweise wenig in Anspruch genommen. Doch wir wollen natürlich nicht, dass uns talentierte Kolleginnen und Kollegen verlassen, weil sie glauben, ihre Karriere bei Hengeler Mueller sei mit Kindererziehung nicht vereinbar.
Welche Möglichkeiten bieten Sie konkret?
Dr. Dirk Uwer: Wir bieten ein skalierbares, über Zeit variables Arbeitszeitvolumen. Der Kollege oder die Kollegin sagt uns, wieviel er oder sie arbeiten will. Der Zeitpunkt, an dem sich entscheidet, ob ein Mitarbeiter Partner wird, hängt nur davon ab und steht im Übrigen dann genau fest. Das unterscheidet uns mittlerweile von allen Wettbewerbern. Jeder kennt den Tag, an dem die Sozietät über seinen Status entscheidet: nach sechs "Nettojahren". Man kann also sechs Jahre Vollzeit oder beispielsweise zwei Jahre Vollzeit und acht Jahre zu 50 Prozent arbeiten. Die Chancen, Partner zu werden, werden dadurch nicht gemindert.
Wie unterstützen Sie Familien?
Julia Reiche: Wir stellen für die Kinder unserer Associates Krippenplätze bei sorgfältig ausgewählten Anbietern zur Verfügung und finanzieren diese Plätze zu einem überwiegenden Teil. Unsere Associates können außerdem über die gesetzliche Kinderbetreuungszeit hinaus ein mehrmonatiges Sabbatical nehmen. Dafür müssen sie keine Gründe angeben.
Für neu eintretende Associates wurde früher nach fünf Jahren über eine Partnerschaft entschieden, künftig sind es sechs Jahre – warum diese Verlängerung?
Dr. Dirk Uwer: Wir haben für unsere Mitarbeiter ein ambitioniertes Fortbildungsprogramm aufgelegt. Es ist gut strukturiert und nicht überfordernd. Wären wir aber bei einer Dauer von fünf Jahren geblieben, wäre es zu viel geworden, denn im letzten Jahr vor der möglichen Assoziierung sind die Anforderungen an unsere Associates ohnehin schon sehr hoch. Deshalb haben wir uns entschieden, den Weg vom Associate zum Partner um ein Jahr zu verlängern, ohne von unseren Prinzipien der Verlässlichkeit und Planbarkeit des Karrierewegs abzurücken.
Und wie ist das integrierte Studium strukturiert?
Dr. Dirk Uwer: Die HM Akademie St. Gallen umfasst zehn volle Lerntage pro Jahr. Mit Ausnahme eines Moduls, das in St. Gallen stattfinden soll, sind das universitäre Präsenzveranstaltungen in den Büros von Hengeler Mueller in Düsseldorf oder Frankfurt. Der Unterricht findet an zweimal fünf Tagen statt. Es werden immer zwei Tage Recht, zwei Tage Wirtschaft und ein Tag Soft Skills unterrichtet. Recht lehren wie bisher Partner und Counsel von Hengeler Mueller selbst, künftig auf der Basis einer Akkreditierung durch die Uni St. Gallen. Die Executive School der Uni St. Gallen steuert die Säulen Wirtschaft und Soft Skills bei. Das Gesamtprogramm erfüllt universitäre Ansprüche und führt zu international anerkannten Abschlüssen. Nach drei Jahren erfolgreicher Teilnahme erhalten die Teilnehmer ein "Certificate" und nach fünf Jahren ein "Diploma of Advanced Studies". Das gesamte Akademieprogramm bieten wir zweimal pro Jahr an. Wenn jemand etwa wegen Krankheit fehlt, kann er sich also in den nächsten Kurs einfädeln.
Julia Reiche: Die Credit Points, die jeder Teilnehmer der HM Akademie St. Gallen sammelt, sind anrechenbar auf einen Executive MBA. Jeder kann selbst entscheiden, ob er einen solchen MBA – zum Beispiel während eines Sabbaticals – noch machen möchte.
Seite 1: Neue Karrierewege bei Hengeler Mueller
Seite 2: Inhalte des integrierten Studiums
