Deutsche Telekom - Center for Strategic Projects
Aus zwei mach eins
"One Company" heißt eines der wichtigsten Projekte des Telekom-Konzerns, an dem die Berater aus dem Center for Strategic Projects der Telekom gerade arbeiten. Das Center begleitet strategische Veränderungen wie die Zusammenlegung der Mobilfunk- und Festnetz-Sparten.
"Die Welten von Internet, Telefon, Fernsehen und Mobilfunk wachsen immer stärker zusammen", sagt Andy Meyer vom Center for Strategic Projects (CSP). "Das muss sich auch in unseren Angeboten widerspiegeln. Deswegen führen wir als eine von mehreren Maßnahmen im Projekt "One Company" 2010 das Mobilfunk- und Festnetzgeschäft zusammen." Mit solch komplexen und bereichsübergreifenden strategischen Projekte befasst sich das Center täglich.
Seite 1: Aus zwei mach eins: das Projekt "One Company"
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Was ist das CSP?
Das Center for Strategic Projects ist aus dem ehemaligen Inhouse Consulting des Unternehmens hervorgegangen. "Wir sind eine eigenständige Managementberatung im Konzern" erläutert Meyer, der den Marketing-, Sales- und Service-Bereich des CSP leitet. Insgesamt gibt es sechs solcher Practices beim Center:
- Marketing, Sales & Service
- Corporate Programs
- People & Organization
- Business Finance
- Technology & Products
- Processes & IT
Durch die breit angelegten Kompetenzfelder hat das CSP einen guten Einblick in das operative Geschäft des Konzerns - von Mobilfunk, über Festnetz und Breitband bis hin zu Geschäftskundenlösungen in IT und Telekommunikation. In interdisziplinär besetzten Teams gestaltet das Center Effizienzprogramme, organisatorische Veränderungen, Prozessoptimierungen und setzt Geschäftsfeld- oder funktionale Strategien um. Organisatorisch gehört das CSP zum Bereich des Vorstandsvorsitzenden. Die Geschäftsleitung des CSP - Francis Deprez und Olaf Salm - berichtet direkt an René Obermann.
Andy Meyer (35) arbeitete nach seinem Wirtschaftsinformatik-Studium vier Jahre in einer externen Beratung, bevor er ins damalige Inhouse Consulting der Telekom wechselte. Nach weiteren vier Jahren übernahm er den Posten als Leiter der Marketing-, Sales und Service-Practice im CSP.
Oft stehen Mitarbeiter Beratern skeptisch gegenüber, vor allem wenn sie Kosten senken sollen. Wie ist das bei Ihnen?
Von Vorteil ist sicher, dass wir Telekom-Mitarbeiter sind. Dadurch kennen wir die Abläufe und Strukturen besser als externe Berater. Dies verschafft uns Glaubwürdigkeit bei unseren Business-Partnern - das sind unsere Kunden aus dem Telekom-Konzern. In einer Atmosphäre des Miteinanders arbeiten wir an zukunftsfähigen Konzepten, um uns ständig zu verbessern und dem dynamischen Umfeld anzupassen.
Woher bekommen Sie denn Ihre Projekte? Analysieren Sie täglich andere Abteilungen und sagen dann: Hier müssen wir ran?
Meistens kommen unsere Business-Partner mit Projektanfragen direkt auf uns zu. Unsere Auftraggeber sind Mitglieder des Vorstands oder deren unmittelbares Management-Team. Aufgrund unserer Innensicht können wir Veränderungsbedarf aber auch sehr gut antizipieren. Also machen wir ebenso Vorschläge für Projekte oder die Projektausgestaltung von aufkommenden Themen.
Müssen Sie jedes Projekt übernehmen?
Nein, wir priorisieren jede Projektanfrage nach dem finanziellen und strategischen Einfluss, und übernehmen nur Projekte, die den Telekom-Konzern nachhaltig verändern.
Wie lange läuft so ein Projekt?
Das ist ganz unterschiedlich. Von drei Monaten bis anderthalb Jahren ist alles dabei. Meist sind es aber so fünf bis sieben Monate.
Können Sie denn als interne Beratung auch unangenehme Wahrheiten aussprechen?
Das müssen wir sogar. Wir werden geholt, um Verbesserungsmöglichkeiten aufzudecken und diese offen zu diskutieren. Dabei handeln wir stets im Konzerninteresse und dürfen uns nicht von Partikularinteressen leiten oder irritieren lassen.
Analysieren Sie auch Ihre eigene Arbeit?
Definitiv! Uns treibt vor allem eine Frage um: Wie können wir unsere Projekte so gestalten, dass diese auch nach unserem Ausstieg erfolgreich fortgeführt werden können und ihre Wirkung nachhaltig ist? Oft steigen wir in die Anfangsphase von Projekten ein, gestalten das Projekt-Setup, schieben das Projekt an, arbeiten konzeptionelle Themen aus und geben diese in die Umsetzung.
Zu einem Zeitpunkt x, der für jedes Projekt individuell definiert wird, steigen wir dann aus dem Projekt aus. Noch während der Projekt-Laufzeit stoßen wir Übergaben an die Mitarbeiter an. Aber auch nach unserem Ausstieg coachen wir diese Mitarbeiter im Projektmanagement. Außerdem führen wir Workshops durch, um den langfristigen Projekterfolg sicherzustellen.
Sie sind seit Mitte 2003 in der internen Beratung der Deutschen Telekom. Warum so lange und was motiviert Sie?
Es sind im Wesentlichen zwei Faktoren, die mich auch nach über sechs Jahren weiterhin jeden Tag motivieren: die abwechslungsreichen Projekte und die Kollegen. Bei jedem Projekt müssen wir uns auf völlig neue Themen einstellen. Das ist meiner Meinung nach der Vorteil gegenüber einer Tätigkeit in einer externen Beratung. Dort spezialisiert man sich oft auf ein Themengebiet, wie CRM, verkauft dieses Know-how immer wieder an Unternehmen unterschiedlicher Branchen. Darüber hinaus haben wir uns eine offene und Feedback-orientierte Leistungskultur aufgebaut und bewahrt, in der ich mich sehr wohl fühle.
Können Studenten denn ins Center hineinschnuppern?
Auf jeden Fall. Wir suchen ständig Praktikanten, die uns in unseren Projekten unterstützen.
Welche Fähigkeiten sollte man mitbringen?
Klassisch achten wir auf gute Noten und relevante Praktika. Von Vorteil sind natürlich praktische Erfahrungen in einer Beratung oder eine Affinität zu Telekommunikations-Themen. Aber am wichtigsten ist es, dass jemand von der Persönlichkeit her zu uns passt und motiviert ist. Es lohnt sich in jedem Fall bei uns hinein zu schnuppern: Beim Center hat man die Chance, an exponierter Stelle im Konzern die Veränderung der Deutschen Telekom aktiv mitzugestalten.
Seite 2: Zwei, die ins Team gepasst haben: Ein Praktikant und eine Trainee erzählen von "Quick Wins" und "Buddys" im Center for Strategic Projects.
