Bosch Rexroth
Partner im Profil: Hydraulik - Opernbühnen und Ölplattformen
Was haben eine Opernbühne, ein Riesenrad und eine Ölplattform gemeinsam? Genau: Im Zweifel werden sie alle durch hydraulische Systeme von Bosch Rexroth bewegt - oder eben ruhig gehalten. Die Hydraulik aus dem fränkischen Lohr am Main sorgt mit maßgeschnei- derten Lösungen dafür, dass mit geringem Aufwand große Kräfte erzeugt und effizient und umweltschonend eingesetzt werden. Aber der Spezialist fürs Antreiben, Steuern und Bewegen hat auch in der Pneumatik, Mechanik und Elektronik seine Kompetenzen.
Bei Ölplattformen sichert die Rexroth-Hydraulik, dass selbst stärkster Wellengang der Offshore-Station nichts anhaben kann. Wellenkompensatoren gleichen auch starke Dünung aus, damit das Schwarze Gold erschütterungsfrei und sicher abgepumpt werden kann. Nicht besonders ruhig, sondern besonders leise und reibungslos soll dagegen die Hydraulik einer Theaterbühne funktionieren: Wenn Othello sein "Tugend! Abgeschmackt!" schmettert, will niemand im Zuschauerraum das Hubpodium oder die Drehbühne hören. Für Theatergenuss dank geräuschloser Untermaschinerie sorgen erneut Hydrauliklösungen von Bosch Rexroth.
Rund um die Welt...
Wie der Mutterkonzern Robert Bosch GmbH ist auch Bosch Rexroth ein wirklicher "Global Player". Eine russische Sojus-Trägerrakete soll vom Weltraumbahnhof Kourou auf Französisch-Guyana starten? Kein Problem - die hohe Erfolgsquote solcher Starts geht unter anderem auf die hydraulischen Lösungen von Bosch Rexroth zurück. Und das schon seit 1983. Die USA wollen künftig vermehrt auf Windenergie setzen? Die Technik der Generatorgetriebe könnte von Bosch Rexroth stammen.
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...und quer durch alle Sparten
Aber nicht nur die Produkte werden weltweit eingesetzt: Wer als Teilnehmer am Junior Managers Program in der Hydraulik anfängt, der wird mindestens eine der vier bis sechs Stationen im Ausland verbringen. Das bedeutet: Bis zu einem halben Jahr in Atibaia in Brasilien, im kanadischen Welland, in Sydney oder der Türkei, in Slowenien oder Malaysia. Schließlich sind die Zeiten Vergangenheit, in denen Ingenieure sich nichts anderes wünschten, als über ihren Computersimulationen zu grübeln.
Kundenexpertise und Tradition
Der Auslandsaufenthalt ist kein Selbstzweck: Bosch Rexroth löst hydraulische Probleme entweder in einem der hochspezialisierten Anwendungszentren in Deutschland - oder weltweit direkt bei den Kunden. Die vertrauen auf die 200-jährige Erfahrung des Unternehmens. Während die Franzosen noch revoltierten und Immanuel Kant über den "Ewigen Frieden" schrieb, wurde im Spessart mit der Produktion von Eisenhämmern der Grundstein der Marke Rexroth gelegt. Die langjährige Erfahrung macht sich auch für den Nachwuchs bezahlt. Die teilnehmer am Junior Managers Program durchlaufen bei Bosch Rexroth ein Programm, das ihnen einen breiten Überblick über die verschiedenen Sparten verschafft und sie gleichzeitig spezifisch auf ihren späteren Einsatz vorbereitet. Daran wurde schließlich über 200 Jahre gefeilt.
José Luis Gil-Ruiz (26) studierte zunächst in Madrid Maschinenbau, bevor er für ein Erasmussemester nach Darmstadt wechselte. Dort blieb er dann im Rahmen eines Doppeldiplom-Austauschprogramms. Seine Diplomarbeit schrieb der Spanier für Bosch Rexroth. Seit August 2006 ist er Teilnehmer am Junior Managers Program im Technischen Vertrieb.
Herr Gil-Ruiz, was machen Sie als Teilnehmer am Junior Managers Program im Technischen Vertrieb?
Der Technische Vertrieb bei Bosch Rexroth bearbeitet unterschiedliche Aufgaben. Dazu zählen unter anderem die Vertriebsbüros im In- und Ausland, aber auch die Anwendungszentren in Lohr, in denen große Kunden direkt betreut und die Vertriebsbüros unterstützt werden. Als Teilnehmer am Junior Managers Program habe ich bisher Projektierungen und technische Aufgaben übernommen. Die erste Station ist vorgegeben, weil man das Unternehmen natürlich noch nicht kennt. Inwieweit man sich die weiteren Stationen aussuchen kann, hängt dann ein bisschen vom Mentor ab. Mein Mentor hat mir da weitgehend freie Hand gelassen.
Ihr Mentor?
Jeder Teilnehmer erhält einen Mentor, meist im Vorstand eines Geschäftsbereichs. Mein Mentor zum Beispiel ist im Vorstand des Geschäftsbereichs Hydraulik für den Vertrieb Industriehydraulik zuständig.
Hatten Sie ein gutes Verhältnis zu Ihrem Mentor?
Ein sehr gutes, ich bin absolut zufrieden damit. Natürlich ist mein Mentor oft auf Reisen und hat aufgrund seiner Position viel Arbeit, sodass wir hauptsächlich per E-Mail oder Telefon kommunizieren. Aber er hat sich für mich interessiert, und wenn ich eine Frage hatte, bekam ich von ihm schnell eine Antwort, die mir jedes Mal weitergeholfen hat.
Welche Stationen haben Sie bisher absolviert?
Zunächst war ich in der Entwicklung Industriehydraulik, Elektronik. Dort durfte ich mit Prototypen "spielen" - das heißt, ich habe sie an Prüfständen getestet. Außerdem habe ich Schulungen und Soft-Skills-Seminare besucht.
Meine zweite Station verbrachte ich dann im Projekteinkauf bei Automotive Electronics bei der Robert Bosch GmbH in Reutlingen. Jeder Teilnehmer soll ja in einer geschäftsbereichs- fremden Abteilung arbeiten, damit er die nicht ganz einfache Struktur des Unternehmens besser kennen lernt. Außerdem ist das die Bosch- und Bosch-Rexroth-Philosophie: Querdurch- lässigkeit, also der Abteilungswechsel, ist nicht nur möglich, sondern sogar gewünscht.
Bleibt das denn so? Muss man sich nicht spezialisieren, sobald man fest einsteigt?
Nein, die Möglichkeit zum Wechsel bleibt erhalten. Das ist ja nicht nur für den Mitarbeiter gut, sondern auch für das Unternehmen. Ich habe gemerkt, dass Kollegen, die aus anderen Abteilungen zu uns wechselten, mit ganz neuer Motivation gearbeitet und frischen Wind mitgebracht haben. Jedes zweite Jahr die Abteilung zu wechseln halte ich aber auch nicht für sinnvoll. Sonst geht man gerade, wenn man sich in eine (meist sehr technische) Aufgabe richtig eingearbeitet hat. Mir gefällt aber diese grundsätzliche Offenheit - ich kann mir nämlich nicht vorstellen, mein Leben lang dasselbe zu machen.
Waren Sie auch schon für Bosch Rexroth im Ausland?
Ja - in Brasilien, in der Nähe von Sao Paulo. Nach Reutlingen war ich im Anwendungszentrum für Pressen in Lohr. In den Anwendungszentren "lagert" das Applikations-Know-how des Unternehmens - alle hoch komplizierten Projekte aus der ganzen Welt werden hier hergeschickt. In Brasilien ging es dann erneut um Pressen. Ich hatte dort sehr viel Kontakt zum Kunden, habe selbstständig Projekte entwickelt und einige davon auch verkauft. Das hat mich natürlich unheimlich gefreut. Außerdem war ich für die Kommunikation mit Deutschland zuständig und habe Wirtschaftlichkeitsanalysen entwickelt.
Mir hat meine Zeit in Brasilien sehr gut gefallen. Da das Unternehmen dort kleiner aufgestellt ist als in Deutschland, müssen sich die Mitarbeiter weniger stark spezialisieren - sie sind für viel mehr unterschiedliche Themen zuständig. Das macht mir Spaß und ich kann mir gut vorstellen, auch in Zukunft so vielseitig zu arbeiten.
Bald ist Ihre Zeit im Junior Managers Program vorbei - wo werden Sie dann arbeiten?
Es ist bei Bosch Rexroth nicht so, dass man automatisch von einer Abteilung übernommen wird. Ich habe zwei Jahre lang verschiedene Abteilungen kennen gelernt und mir ein Netzwerk aufgebaut. Jetzt kann ich selbst entscheiden, wo ich mich bewerbe - was Sinn macht, was meinen Anforderungen genügt und wo ich den Anforderungen genüge. Und das Ausland würde mich reizen. Zum Glück habe ich hier bei Bosch Rexroth viele Möglichkeiten.
Mehr Informationen zum Junior Managers Program finden Sie auf den Bosch Rexroth-Karriereseiten
